MenüMenü

Engpässe und steigende Rohstoffpreise: So mildern Sie die Folgen der Sanktionspolitik für sich ab

Wie Sie wissen, herrscht immer noch Krieg in der Ukraine, obwohl (fast) alle Staaten der Welt das größtmögliche Sanktionspaket gegen Russland verhängt haben, wie Sie auf der folgenden Grafik sehr schön erkennen können. Doch führen Sanktionen wirklich zum Erfolg? Dieser Frage und wie Sie davon profitieren können, wollen wir heute nachgehen.

Statista_Die meistsanktionierten Länder der Welt

Russland ist das am meisten sanktionierte Land weltweit!

Das Verhängen von Sanktionen erfreut sich zunehmender Beliebtheit

Bevor wir diese Frage beantworten ein paar Fakten, die Sie über Sanktionen wissen müssen. Sanktionen sind in den Augen vieler Regierenden und Entscheidungsträger schlicht DER KÖNIGSWEG, der Diktatoren zum Einlenken, Regime mit unerlaubten Atomwaffenbesitz zur Aufgabe und Angreifer zum Rückzug zwingen soll.

Deshalb erfreuen sich Sanktionen gerade in den westlichen Nationen großer Beliebtheit und decken einen großen Bereich der Außenbeziehungen ab. Man unterscheidet 4 verschiedene Formen von Sanktionen:

4 verschiedene Formen von Sanktionen

  • Sanktionen können sich gegen Einzelpersonen, Wirtschaftssektoren oder, in ihrer schärfsten Form, gegen ein ganzes Land oder Gebiet – so wie wir es gerade in Russland sehen – richten,
  • Sie sind nicht nur wirtschaftlicher Natur, auch wenn das Einfrieren von Vermögenswerten und Handelsstrafen, zu den häufigsten Aktionen gehören,
  • Es gibt auch diplomatische Sanktionen wie Reiseverbote, politische Sanktionen wie Boykotte und Desinvestitionen sowie Sanktionen, die Waffenverkäufe verbieten oder den Zugang zu bestimmten Technologien beschränken,
  • Auch Zölle werden als eine Art von Sanktion angesehen, so wie Ex-US-Präsident Donald Trump sie einsetzte, um China und die Europäische Union in Sachen Handelsstreitigkeiten zu bestrafen.

Sanktionen waren und sind immer dann beliebt, wenn Verwarnungen in Briefform nichts helfen, aber eine bewaffnete Intervention vermieden werden wollte.

Sanktionen sind der attraktive, wenn auch unvollkommene Mittelweg

Doch Sanktionen sind auch tückisch: Wer zu schnell zu harte Sanktionen verhängt, hat wenig Spielraum, wenn die Zielperson nicht so reagiert wie gewünscht.

Und wer die Daumenschrauben zu hart anzieht, muss damit rechnen, dass die Operation vielleicht erfolgreich verläuft, aber der Sanktionierte am Ende tot ist. Selbst die Wirksamkeit von Sanktionen ist fraglich! Hier ein paar Beispiele aus der Geschichte

Die Wirksamkeit von Sanktionen ist mehr als zweifelhaft:

  • Die Sanktionen gegen Deutschland im Ersten Weltkrieg haben zu Hungersnöten beigetragen, aber keinen Frieden gebracht.
  • Die Sanktionen gegen Japan und Deutschland im Kontext des Zweiten Weltkrieges haben eher zu einer Eskalation geführt – Stichwort: „Pearl Harbor“.

Bestes Beispiel für Erfolg und Misserfolg jahrzehntelanger Sanktionen ist Kuba

Kuba zum Beispiel wird jetzt schon seit 60 Jahren durch umfassende US-Sanktionen „gelähmt“, aber Fidel Castro nahm seine bis zu seinem Tod im November 2016 intakte kommunistische Revolution mit ins Grab und überlebte während seiner Amtszeit gleich 11 US-Präsidenten.

Seinen Erfolg verdankte er nicht nur seinen sowjetischen und chinesischen Brüdern, sondern auch seiner Fähigkeit, abweichende Meinungen zu unterdrücken und die Öffentlichkeit für die Idee eines unbezwingbaren Kubas zu gewinnen, das dem amerikanischen Goliath die Stirn bietet.

Warum erzähle ich Ihnen das alles?

Ganz einfach, Sanktionen haben auch immer Einfluss auf Sie, ganz gleich, über welche Regierung und welches Land sie verhängt werden.

Warum? Wie ein Krieg, können auch Sanktionen unbeabsichtigte Folgen haben und Kollateralschäden verursachen. Das Ziel kann unvorhersehbar reagieren oder sich als widerstandsfähiger erweisen als erwartet.

Sanktionen gegen Russland werden die Teller in Afrika leeren

Damit kommen wir zurück zum größten Sanktionspaket, dass angesichts des Einmarsches in die Ukraine aktuell gegen Russland verhängt wurde.

Denn es geht nicht nur darum, ob bei uns Gas und Brot teurer werden. Hier sorgt der Ukraine-Krieg selbst für Probleme in der weltweiten Nahrungsmittelversorgung. Doch kommen jetzt noch geringere Lieferungen aus Russland oder ein breiter Produktionsrückgang bei Nahrungsmitteln infolge eines Düngermangels hinzu, werden nicht bei uns, sondern auch in Afrika und Arabien viele Teller leer bleiben.

Das Schlimmste: Sanktionen und Handelskriege haben ein hohes Beharrlichkeitsvermögen. Es ist also möglich, dass uns die daraus folgenden wirtschaftlichen Verheerungen auf Jahre hinaus erhalten bleiben.

Sicherheit geht vor!

Die direkten Folgen sind höhere Rohstoffpreise, höhere Kosten für die Wirtschaft, eine noch stärkere Inflation, eine nachhaltige wirtschaftliche Schädigung und echter Mangel. In diesem gefährlichen Umfeld sollte Ihre Sicherheit absolute Priorität haben.

Ein Ausstieg aus russischem Gas kann nur mit diesem Rohstoff gelingenKaum eine Frage wird in Europa und besonders in Deutschland derzeit so heftig diskutiert, wie diese: Wie können wir aus russischem Gas austeigen, ohne die Wirtschaft abzuwürgen? Forscher des Instituts für Techno-ökonomische Systemanalyse am Forschungszentrum Jülich hat darauf jetzt eine klare Antwort gefunden. › mehr lesen

 

© FID Verlag GmbH, alle Rechte vorbehalten

Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig den kostenlosen E-Mail-Newsletter "Mick Knauff Daily". Hrsg.: Investor Verlag | FID Verlag GmbH. Jederzeit kündbar.

Hinweis zum Datenschutz