Darüber spricht man nicht gerne: Russland liefert Uran nach Deutschland

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Verzweifelt versuchen die Europäer, vor allem Deutschland, sich russischen Rohstoffen unabhängig zu machen. Da kommt jetzt eine Meldung, die so gar nicht ins Bild passt.

Russische Uran-Lieferung wird im Emsland erwartet

Mehr als Monate nach dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine bestätigt das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) aktuelle Transporte von Russland in die Brennelementefabrik im niedersächsischen Lingen. Grundlage dafür seien die Genehmigungen aus dem Jahr 2021, so ein Sprecher der Atombehörde.

Sanktionen gegen Russland, aber Uran ausgenommen

Gegen Russland hat die EU zwar weitreichenden Sanktionen verhängt. Bundesumweltministeriums betonte aber, dass die BASE die Transporte genehmigen müssen. „Es gibt kein Uran-Embargo auf EU-Ebene.“

Die Hälfte der französischen AKWs außer Betrieb

Ein besonderes Bild der Atomenergie liefert derzeit auch Frankreich. Rund die Hälfte der AKWs sind außer Betrieb. Frankreich ist gezwungen, teuren Strom bei den Nachbarn einzukaufen. Als offizielle Begründung werden Wartungsarbeiten angeführt.

Trockenheit wird zum Sicherheitsrisiko für die AKWs

Doch nicht nur das Alter und der teils marode Zustand der Atommeiler spielen eine Rolle, sondern auch die Tatsache, dass viele Flüsse aufgrund der Niedrigstände als Kühlquelle kaum noch taugen. In Deutschland wird zwar sehr emotional die Verlängerung der Laufzeiten der AKWs diskutiert. Doch die über Monate anhaltende Trockenheit wird längst zum Sicherheitsrisiko für die angeblich so sichere Atomenergie, und nicht nur in Deutschland und Frankreich.    

Bis zu 50% des französischen Urans kommen aus Frankreich

Immer wieder haben französische Politiker Deutschland wegen seiner Abhängigkeit von russischem Gas kritisiert. Was man in Paris offenbar gerne unter den Tischen fallen lässt, ist die Abhängig Frankreichs von Russland. Bis zu 50% des importieren Urans stammen aus Russland. Von russischem Uran ist aber nicht nur Frankreich abhängig, sondern auch Finnland und die osteuropäischen EU-Mitgliedsländer Bulgarien, Tschechien, Slowakei und Ungarn

Statt Atom sollten Sie in Ihrem Depot diesen Bereich übergewichten

Fazit: Die Debatte um die Verlängerung der Laufzeiten von AKWs in Deutschland ist verlogen. Russland bleibt trotz des Kriegs ein wesentlicher Lieferant von Uran für Europa. Hinzu: Die Atommüllfrage ist weiterhin nicht gelöst. Die Art und Weise, wie Russland die ukrainischen AKWs als Waffe im Krieg mißbraucht, zeigt, dass diese Anlagen nicht sicher sind. Der massenhafte Ausfall der Atommeiler in Frankreich wirft ebenfalls Fragen auf. Außer Frage steht aber: Am schnellen Ausbau der erneuerbaren Energien führt kein Weg vorbei. Das sollte sich auch in Ihrem Depot wiederspiegeln.