MenüMenü

Chile: Neue Lithium-Ausschreibung – 2 Aktien mit Mega-Potenzial!

An der Elektromobilität führt kein Weg vorbei – da sind sich die meisten Experten einig. Schauen Sie sich einfach mal diese Zahl an: Nach einer Schätzung der Analysefirma Ceresana wird der Absatz der Elektroautos bis 2030 allein in Europa um 25 Prozent pro Jahr zunehmen.

Etliche Wirtschaftssektoren stehen deshalb vor bislang ungekannten Herausforderungen. Darunter auch die Rohstoffbranche. Denn die Herstellung der Stromer und insbesondere deren Batterien erfordern gigantische Mengen an essenziellen Metallen. Bekanntestes Beispiel ist wohl Lithium.

Chiles Lithium-Schatz

Experten rechnen damit, dass der Bedarf an Lithium, dem Grundbaustein der E-Auto-Akkus, in den kommenden Jahren und Jahrzehnten massiv anziehen wird. Das größte Potenzial rund um Lithium gibt es in Chile.

Dort sollen laut Daten der US-Behörde „Geological Survey“ 9.200.000 Tonnen des Metalls zu finden sein. Zum Vergleich: Im letzten Jahr wurden in dem südamerikanischen Land gerade einmal 18.000 Tonnen zu Tage gefördert.

Neue Ausschreibung: Chile will Lithium-Spitze zurückerobern

Kein Wunder also, dass etliche Bergbaukonzerne in Chile ihre Kapazitäten erhöhen wollen. Die bekanntesten sind wohl SQM und Albermarle. Nun gibt es für die beiden Unternehmen und für Sie als Anleger gute Nachrichten. Denn: Chiles Regierung hat eine Ausschreibung für die Exploration und Herstellung von 400.000 Tonnen Lithium gestartet.

Hintergrund: Chile war noch bis vor wenigen Jahren der weltweit größte Lithiumproduzent, wurde inzwischen aber von Australien überholt. Mit der Ausschreibung will das südamerikanische Land nun wieder die Weltspitze zurückerobern.

Die Gewinner der Ausschreibung sollen sieben Jahre Zeit erhalten, um Projekte in die Wege zu leiten und eine auf 20 Jahre ausgerichtete Produktion zu etablieren. Hierfür wird der Staat wie gewohnt Lizenzgebühren von den Bergbaufirmen verlangen.

Mega-Potenzial für SQM und Albermarle

Nun dürfte es spannend werden, welche Unternehmen sich die Ausschreibungen und damit einen noch größeren Zugriff auf das begehrte Batteriemetall sichern können. Die Favoriten sind natürlich der chilenische Konzern SQM und dessen US-Wettbewerber Albermarle.

Beide Firmen fördern derzeit bereits große Mengen Lithium in der chilenischen Atacama-Wüste. SQM und Albermarle verfügen also über das Know-how, die Infrastruktur und nicht zuletzt die Geldmittel, um neue Projekte in Chile hochzuziehen.

Klar: Noch ist nichts entschieden. Und auch andere Konzerne zum Beispiel aus China dürften an weiteren Kapazitäten in Chile interessiert sein. Dennoch ist die Ausschreibung vor allem für die Platzhirsche SQM und Albermarle eine hervorragende Chance, um ihre Position weiter zu stärken.

Für Sie als Anleger schafft das freilich Potenzial. Beide Konzerne sind solide aufgestellt und dürften laut Analysten mit Blick auf die Lithium-Prognosen in den kommenden Jahren sowohl ihre Umsätze als auch Profitabilität signifikant steigern können.

Natürlich gibt es auch Risikofaktoren

Zum einen laufen derzeit rund um den Globus Forschungsprojekte zur Weiterentwicklung der Batterietechnologie. Einige dieser möglichen Akku-Innovationen könnten auch ohne Lithium auskommen. Würde sich eine solche Technologie durchsetzen, wären die ambitionierten Marktprognosen hinfällig.

Zum anderen stehen Bergbaufirmen wie SQM und Albermarle auch in Chile immer häufiger unter Druck vonseiten der Umweltschützer. Der Grund: Der Abbau von Lithium verschärft die Wasserknappheit in den ohnehin trockenen Regionen Chiles. Darunter leidet vor allem die dortige Landbevölkerung.

Ein Dilemma, das langfristig die Pläne der Bergbaufirmen belasten könnte. Dass die chilenische Regierung deshalb auf Lithium verzichten wird, ist angesichts der ökonomischen Bedeutung aber eher unwahrscheinlich. Realistischer wäre da eine Erhöhung der Lizenzgebühren, was die Gewinne der Konzerne wiederum schmälern würde.

Diese Risikofaktoren sollten Sie beachten, wenn Sie ein Investment in SQM oder Albermarle in Betracht ziehen,

Der Megatrend Dekarbonisierung ist ohne Industriemetalle nicht denkbarDie Weltklimakonferenz in Glasgow ist vorbei. Sie den Ausstieg aus der Kohle angestoßen. Auch wenn die Klimabremser USA, China und Indien in letzter Minute den Kompromiss verwässert haben, ist die Richtung eindeutig: Die Welt hat verstanden, dass die Dekarbonisierung (Umstellung der Wirtschaft durch den durch den Einsatz kohlenstoffarmer Energiequellen) jetzt umgesetzt werden muss. › mehr lesen

 

© FID Verlag GmbH, alle Rechte vorbehalten
Über den Autor
merco-schnepf
Marco Schnepf

Börse aus Leidenschaft: Marco Schnepf analysiert seit Jahren das tägliche Geschehen an den Kapitalmärkten.

Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig den kostenlosen E-Mail-Newsletter "Mick Knauff Daily". Hrsg.: Investor Verlag | FID Verlag GmbH. Jederzeit kündbar.

Hinweis zum Datenschutz