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Auf neuen Wirtschaftszweig setzen und Gewinnchancen mitnehme

Inhaltsverzeichnis

Cannabis war viele Jahrhunderte legal und spielte ökonomisch eine wichtige Rolle, zum Beispiel als Rohstoff für Fasern, Öl, Nahrungsmittel und Medizin. Das änderte sich erst etwa ab dem 18. Jahrhundert durch die industrielle Revolution und die Entdeckung von alternativen Grundstoffen, wie Baumwolle, Petroleum und synthetische Öle. Ungefähr weitere hundert Jahre später galt die Pflanze dann plötzlich als „brutales Rauschgift – eine unaussprechliche Plage – der wahre Staatsfeind Nummer 1“.

Wieder hundert Jahre später kann sich Cannabis langsam aus der illegalen Ecke befreien. Inzwischen wird auch in Deutschland eine Legalisierung diskutiert.

Der aktuelle Stand der Dinge

Laut Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach könnte eine Freigabe im Jahr 2024 stattfinden. Es gibt zwar noch keinen Gesetzesentwurf, aber dafür Vorschläge für die Legalisierung. Cannabis und der berauschende Wirkstoff THC sollen rechtlich nicht mehr als Betäubungsmittel eingestuft werden. Für den Eigenkonsum soll der Besitz von bis zu 30 Gramm Cannabis in Zukunft straffrei sein. Zudem soll der Eigenanbau von drei weiblichen, blühenden Pflanzen pro volljährige Person erlaubt werden. Der Verkauf ist angedacht für lizensierte Fachgeschäfte sowie eventuell Apotheken. Es wird eine Cannabissteuer geben. Aufklärung, Prävention und Beratungsangebote sollen ausgebaut werden. Dabei soll der Fokus vor allem auf dem Jugendschutz liegen.

Die Eckpunkte der Legalisierung liegen nun der EU-Kommission in Brüssel zur Prüfung vor. Nun wird diskutiert, ob die Pläne einer europa- und völkerrechtlichen Prüfung standhalten.

Mittelständische Unternehmer in Deutschland scheinen davon auszugehen, dass die Legalisierung kommen wird, denn es werden bereits Vorbereitungen zum Aufbau eines neuen Wirtschaftszweigs getroffen.

Neuer Wirtschaftsbereich in den Startlöchern

Laut tagesschau.de geht der Branchenverband Cannabiswirtschaft (BvCW) davon aus, dass das Geschäft mit den Cannabisblüten boomen wird. Neben dem Anbau von Cannabis und dem Verkauf der Produkte könnten ganz neue Sparten in den Bereichen Technik, Dienstleistung und Verpackung entstehen.

Deutschland könnte laut dem Verband, der seit der Gründung im Jahr 2019 rund 90 Unternehmen gegenüber Politik und Verwaltung vertritt, Vorreiter in Europa sein. Anders ausgedrückt: Sollte die Legalisierung hier gelingen, könnten andere EU-Staaten folgen. Dadurch könnte die europäische Wirtschaft angeschoben werden, weil ein ganz neuer Bereich entsteht. Dabei hat der Verband auch die Risiken und den Schutz der Verbraucher im Blick.

„Viele Unternehmen stehen in den Startlöchern“, erklärt BvCW-Sprecher Jürgen Neumayer auf tagesschau.de. Große Nachfrage würde vor allem vom Bauernverband kommen. Für viele Landwirte sei der Anbau von Cannabispflanzen eine sinnvolle Alternative zur Viehzucht.

Welche Unternehmen versprechen Erfolg?

In Freiburg hat es kürzlich erstmals einen Fachkongress rund um Cannabis gegeben. Die zweitägige Messe „Canna B“ sollte Fachleuten und Unternehmen aus der Landwirtschaft, der Pharmazie, dem Handel und der Wirtschaft eine Plattform des Austauschs bieten. Es wurden sowohl rechtliche Fragen diskutiert als auch „Best Practice-Beispiele“ aus Süd- und Nordamerika sowie der Schweiz vorgestellt.

Die Cannabis-Legalisierung könnte sich zum wirtschaftlichen Turbo für den Mittelstand entwickeln. Da könnten sich auch Chancen für Sie als Anlegerin und Anleger ergeben. Wichtig ist jetzt, dass Sie die Branche im Auge behalten und sehen, wenn sich Unternehmen wie Phönixe aus der Asche erheben. Das Beobachten übernehmen wir gerne für Sie – und auch die Empfehlung einzelner Unternehmen. Wir trennen für Sie die Spreu vom Weizen, denn es wird auch zahlreiche Glücksritter geben, die Ihnen Verluste und keine Gewinne bescheren würden.