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Neue Militärstrategie: Bundeswehr will Wasserstoff

Inhaltsverzeichnis

Das German Institute for Defence and Strategic Studies (GIDS), eine Art Denkfabrik der Bundeswehr, hat aktuell eine Studie zur künftigen Energieinfrastruktur der Bundeswehr veröffentlicht. Darin kommt die Gruppe, die sich aus Forschern der Führungsakademie der Bundeswehr und der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr in Hamburg zusammensetzt, zu spannenden Ergebnissen. Das wissenschaftliche Institut berät die Politik und die militärische Führung

Grüner Wasserstoff als wichtiger Bausteine der Energiewende

In der von der Bundesregierung geplanten „Energiewende“ spielt Wasserstoff als ein Baustein eine wichtige Rolle. Erzeugt wird er unter anderem mit grünem Strom aus Windkraft und Solaranlagen und kann in Verbrennungsmotoren und Brennstoffzellen beispielsweise zum Antrieb von Fahrzeugen verwendet werden. Zudem eignet er sich zur Herstellung alternativer Kraftstoffe, zur Langzeitspeicherung oder auch als Rohstoff für industrielle Prozesse.

Wasserstoff für Kampfflugzeuge, Panzer und Schiffe

Die schnell wachsende Technisierung der Streitkräfte erfordert zunehmend den Betrieb von energieintensiven Systemen und Anlagen. Diese werden aktuell noch überwiegend durch fossile Brennstoffe mit Energie versorgt. Lediglich in U-Booten kommt Wasserstoff als Energieträger bereits zum Einsatz. Kampfflugzeuge, Panzer und Marineschiffe können bisher bestenfalls mit synthetischen Kraftstoffen betrieben werden.

„Die Fähigkeit, erfolgreiche militärische Operationen zu planen und durchzuführen, ist daher zunehmend auch an das Energiemanagement von Streitkräften selbst geknüpft“, heißt es in dem GIDS-Untersuchungsbericht.

Bahnbrechende Erkenntnisse für die gesamte Energieversorgung

Die Bundeswehr betreibt derzeit etwa 30.000 Fahrzeuge, 1.450 Liegenschaften sowie etwa 33.000 Gebäude und ist damit unter den Bundesbehörden Spitzenreiter im Kraftstoffverbrauch. Die GIDS-Experten sehen deshalb auch die Bundeswehr in einer wichtigen Funktion bei der Einbindung von Wasserstoff in das laufende Energiemanagement. Hier könnte man zu bahnbrechenden Erkenntnissen und Erfahrungen für die gesamtstaatliche unabhängigere Energieversorgung kommen.

Wasserstoff-Kooperation mit Nordafrika

Aber auch hier gibt es noch große Herausforderungen. Beispielsweise die Frage: Woher kommt der benötigte Wasserstoff in Zukunft? Bei einer Kollaboration mit Ländern in Nordafrika oder im Nahen Osten müssen volkswirtschaftliche und strategische Konsequenzen bedacht werden, um nicht am Ende doch wieder in alte Fallen zu tappen – sprich in neue Abhängigkeiten zu geraten.

Fazit: Der aktuelle Bericht der Bundeswehrforscher zeigt, wie sehr bei der Energieversorgung etwas in Bewegung geraten ist. Der Putin-Krieg wird den Abschied von fossilen Energien beschleunigen. Wasserstoff wird auch für das Militär eine wichtige Rolle spielen. Das sollte auch in Ihrem Depot so sein.