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Daldrup Aktien – Geothermie hat Zukunft

Inhaltsverzeichnis

Fast verdreifacht hat der Geothermie- und Bohrkonzern Daldrup & Söhne im Geschäftsjahr 2021 seinen Umsatz. Der Jahresüberschuss erreichte mit plus 0,8 Millionen Euro  wieder die Gewinnzone. 2020 hatte man noch rote Zahlen geschrieben. Der Aktienkurs quittiert das mit Gewinnen.

Abrechnung eines Großauftrags treibt Umsatz und Erträge nach oben

So gewaltig der Ertragssprung aussieht, so ist er doch zu einem Großteil den Abrechnungsmodalitäten geschuldet, die bei Großprojekten herrschen. Da Daldrup 2021 einen über mehrere Jahre laufenden Großauftrag zur Jahresmitte abrechnen konnte, flossen in die Bilanz für das Geschäftsjahr auch Arbeiten aus der Zeit zuvor ein. Diese hatten hohe Kosten verursacht, führten aber erst mit deren Abschluss zu Einnahmen.

Daldrups Geschäft ist durch starke Schwankungen geprägt, da im wichtigsten Bereich Geothermie die Vorlauf- und Genehmigungszeiten für große Projekte oft lange und die Bohrungsaktivitäten aufwendig sind. Die Geothermie, die Gewinnung von Wärme aus dem Untergrund, machte 2021 rund 73 % des gesamten Konzernumsatzes von 78,1 Millionen Euro aus. An zweiter Stelle folgt die Rohstoff-Exploration mit 21 %. Rund 90 % der Umsätze wurden in Deutschland erwirtschaftet, die restlichen 10 % in den Niederlanden und in der Schweiz.

Optimismus für die Zukunft

Für das laufende Geschäftsjahr 2022 ist der Vorstand vorsichtig optimistisch. Er rechnet damit, weitere Aufträge akquirieren und mit 4 bis 6 % operative Marge eine höhere Profitabilität als im vorigen Jahr erreichen zu können. Die Zuversicht reicht aber weit über 2022 hinaus. Das Management geht davon aus, dass die Nachfrage nach alternativen Energien weiter zunehmen wird. Bisher spiele die Geothermie hier erst eine kleine Rolle, aber das Interesse vor allem nach Geothermie-Kraftwerken  nehme europaweit zu.

Senkung der EEG-Umlage senkt Stromkosten für Wärmepumpen

Impulse erwartet Daldrup & Söhne auch vor der staatlichen Förderung  geothermischer Wärmepumpen für Gebäude. Hier sieht der Vorstand vor allem ab dem 1. Juli 2022 gute Chancen. Da der Preis für Elektrizität durch die Abschaffung der EEG-Umlage deutlich gesenkt wird, gehen die Stromkosen für geothermische Wärmepumpen und Tiefenpumpen erheblich zurück. Das werde, davon ist das Management überzeugt, neue Investitionen in geothermischen Projekten auslösen.

Dem Kurs der Daldrup-Aktie haben die Zahlen sehr gut getan. Im Vormittagshandel schnellte die Notierung nach einem anfänglichen Durchhänger um rund 6 % auf ein Niveau von rund 5,75 Euro nach oben. In den letzten drei Monaten summieren sich die Kursgewinne damit auf rund 20 %.