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Spanische Top-Banker vor Gericht

In Spanien passiert gerade das Unfassbare: Im Rahmen eines mehrjährigen Ermittlungsverfahrens gegen den Skandal-Börsengang der Bankia – die aus den verkohlten Überresten von 7 Pleite-Banken zusammengebastelt wurde – hat das spanische Nationalgericht diese Woche sechs Top-Banker und einen Finanzregulator vor den Richter zitiert.

Darunter sind hochrangige Banker wie der frühere Verwaltungschef Miguel Angel Fernandez Ordonez und der jetzige Chef des Instituts für Finanzstabilität (FSI) der BIZ, Fernando Restoy.

Ebenfalls vor Gericht melden muss sich Julio Segura, der ehemalige Präsident der spanischen Börsenaufsicht CNMV.

Kurz und gut: Es handelt sich hier nicht um Lakaien… die Liste liest sich wie ein Who-is-Who der spanischen Finanzwelt.

Diese Herren müssen sich vor Gericht verantworten, da sie den Börsengang der Bankia 2011 genehmigt haben… obwohl die Bank von Spanien den Börsengang mehrmals als „nicht lebensfähig“ bezeichnet hatte… und die Bankia kurz in Folge pleiteging.

Über 500.000 ahnungslose Anleger mit frisierten Bilanzen geprellt

Zeugenaussagen von Finanzinspektoren der Bank von Spanien und interne E-Mails zeichnen ein deutliches Bild: Die spanischen Top-Banker haben frisierte Bilanzen vorgelegt und wussten genau, dass die Bankia beim Börsengang 2011 bereits kurz vor dem Kollaps war.

Dennoch lockten sie über 360.000 ahnungslose Investoren an, die in Aktien der Pleitebank investierten… ganz zu schweigen von den 238.000 spanischen Bürgern, die Vorzugsaktien erworben haben.

Diese Investments wurden vom Vertriebsteam von Bankia als „absolut sichere Investitionen“ verkauft… obwohl das Management genau wusste, dass die Bankia kurz vor dem Bankrott stand.

Die Anleger wurden später mit 1,2 MILLIARDEN Euro entschädigt – auf Kosten der spanischen Steuerzahler!

Korrupte Wirtschaftsprüfer machten Millionen mit dem Deal

Ebenfalls involviert ist das Wirtschaftsprüfungsunternehmen Deloitte. Das Unternehmen auditierte nicht nur die Frankia, sondern steuerte als Consultant sogar gleich noch die frisierten Bücher bei!

Wie die spanische Zeitung El Mundo berichtet, hat Deloitte zunächst die Bilanzen frisiert… dann das Unternehmen auditiert… und schließlich grünes Licht für den Börsengang gegeben.

Das verstößt gegen das grundlegende Prinzip, dass Audits von unabhängigen Unternehmen durchgeführt werden sollen – und ist hochgradig illegal!

Doch Deloitte war nur zu glücklich, den Börsengang der Pleitebank durchzuwinken.

Kein Wunder, denn das Wirtschaftsprüfunternehmen wurde dafür mit 300 MILLIONEN Euro Conusulting-Gebühren entlohnt. Sie sehen also, ein Sumpf aus Korruption und Betrug, für den letztlich mal wieder der Steuerzahler aufkommen darf.

Börsenaufsicht half sogar beim Entwurf der Werbebroschüren

Ursprünglich standen für diesen Skandal 65 ehemalige Manager von Bankia vor Gericht… darunter auch der Ex-Chef des IWF, Rodrigo Rato, der wegen Geldwäsche, Steuerhinterziehung und Veruntreuung angeklagt wurde.

Rato argumentierte in seiner Aussage vor zwei Jahren – zu Recht – dass auch Zentralbanker und Finanzregulatoren bei dem Kollaps von Bankia ihre Finger im Spiel hatten.

Laut seiner Aussage half die Börsenaufsicht CNMV sogar dabei, die mit dreisten Lügen gespickte Informationsbroschüre von Bankia zusammenzustellen.

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Erwarten Sie keine Gerechtigkeit – die Finanz-Mafia schützt ihresgleichen

Jetzt, zwei Jahre später, wird das Verfahren wieder aufgerollt. Zum ersten Mal sehen sich Senior-Mitglieder des internationalen Zentralbank-Komplex vor Gericht.

Erwarten Sie allerdings nicht zu viel von dem Verfahren!

Denn die Finanz-Mafiosi wurden nur als Zeugen vorgeladen… und das spanische Justizsystem gilt als notorisch langsam – besonders wenn die Verfahren gut vernetzter Politiker und Banker hinausgezögert werden sollen!

Der letzte spanische Richter, der sich mit der Finanz-Elite angelegt hat, war Elpidio Silva.

Er schickte Caja Madrid’s CEO Miguel Blesa gleich zweimal ins Gefängnis… und wurde zum Dank dafür für 17 Jahre vom Richterpult verbannt. Der aktuelle Richter Fernando Andreu wird sich also hüten, diesen mächtigen Leuten auf die Füße zu treten.

Darüber hinaus kann sogar die EZB direkt intervenieren… wie bereits im Ermittlungsverfahren gegen die slowenische Zentralbank 2016.

Damals pfiff Mario Draghi die Ermittlungsbehörden einfach zurück – das Verfahren wurde eingestellt.

Schützen Sie Ihr Geld vor diesen Verbrechern!

Korrupte Wirtschaftsprüfer… kriminelle Banker… eingeschüchterte Richter – es klingt wie ein Krimi aus der Mafia-Ära. Doch all das spielt sich JETZT in Europa ab… und wird von der EZB sogar noch abgesegnet.

Wenn Sie Spareinlagen in Euro halten, dann sind Sie der Finanz-Mafia hilflos ausgeliefert.

 

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