+++ NEU: Die kostenlosen Online Live Webinare 2022 - Trading, Finanzen, Geldanlage & Vermögen +++

Migration als gefährliche Waffe!

Inhaltsverzeichnis

Der Krieg in der Ukraine hat zu einem massiven Anstieg der Zahl der zwangsweise geflüchteten Menschen geführt. Wie die nachfolgende Statista-Grafik auf Basis von UNHCR-Daten zeigt, sind mittlerweile mehr als 100 Mio. Menschen weltweit auf der Flucht vor Konflikten, Gewalt, Menschenrechtsverletzungen und Verfolgung. Ende des Jahres 2021 lag die Zahl noch bei 90 Millionen Menschen. Bis zum 23.05.2022 kamen durch den Krieg in der Ukraine weitere 14 Millionen Flüchtlinge hinzu. Laut UNHCR setzt sich diese Zahl aus 8 Mio. Binnenflüchtlingen innerhalb der Ukraine und 6 Mio. Ukrainern zusammen, die in andere Länder geflüchtet sind.

Die größte drohende „Migrationsbombe“ liegt allerdings nicht in der Ukraine, sondern in Nordafrika und dem afrikanischen Kontinent. Sollte es hier zu einer großen Hungersnot kommen, werden die dadurch ausgelösten Fluchtbewegungen Europa und Deutschland an die Grenzen der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Belastbarkeit bringen!

Hungersnot: Nordafrika ist eine Hochrisikoregion

die derzeitigen Risiken im Nahrungsmittelsektor betreffen vor allem Länder, die in hohem Maße von Lebensmittelimporten abhängig sind und in denen zugleich die tägliche Energiezufuhr vor allem durch Lebensmittel auf Getreidebasis erfolgt. Zu dieser Schlussfolgerung kommt eine aktuelle Studie von Coface. Weltweit sind dadurch mehr als 225 Millionen Menschen von Ernährungsunsicherheit bedroht – in mehreren Hochrisikoregionen dieser Welt – allen voran in Afrika – liegt ein Schwerpunkt auf getreidebasierter Ernährung. Um Versorgungslücken im eigenen Land vorzubeugen, haben einige Nationen ihre Lebensmittelexporte beschränkt. So hat Indien, zweitgrößter Weizenproduzent der Welt, Mitte Mai zunächst ein Ausfuhrverbot für Weizen erlassen.

Ein weiteres Risiko in diesem Zusammenhang: Die Kombination aus steigenden Grundnahrungsmittelpreisen und erhöhter Ernährungsunsicherheit deutet auf eine Zunahme sozioökonomischer und politischer Unruhen in mehreren Ländern und Regionen hin, vor allem im Norden und Osten Afrikas sowie in Süd- und Südostasien. Ägypten ist beispielsweise mit 12 Millionen Tonnen pro Jahr der weltweit größte Weizenimporteur. Es wäre nicht die erste Staatskrise, die durch höhere Brotpreise ausgelöst wird. Im Sudan begannen die Unruhen im Jahr 2019, nachdem die Regierung die staatlich regulierten Brotpreise angehoben hatte.

Ein weiterer Risikofaktor sind die klimatischen Bedingungen. Der Beginn des Jahres 2022 war durch starke Hitzeperioden gekennzeichnet, die zu Dürren und Großbränden führten. Solche Ereignisse bedrohen die Ernte und schwächen vor allem die ohnehin anfälligen Regionen wie Südasien oder das Horn von Afrika mit Ländern wie Äthiopien oder Eritrea. Aber auch in lateinamerikanischen Ländern wie Brasilien, Argentinien und Paraguay ist die Ernte teils gefährdet. Weltweit steigt dadurch die Gefahr von Hungersnöten.