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7,4 % Inflation. Haben Sie schon Schutzmaßnahmen eingeleitet?

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Die Inflationsrate in Deutschland ist im April auf 7,4 Prozent weiter angestiegen, obwohl von Reuters befragte Ökonomen einen Rückgang erwartet hatten. Laut tagesschau.de gab es in den alten Bundesländern einen ähnlich hohen Wert zuletzt im Herbst 1981.

Schon vor dem russischen Angriff auf die Ukraine waren die Preise stark gestiegen. Jetzt hat sich durch den Krieg die Lage dramatisch zugespitzt und eine Wende ist nicht in Sicht. Im Gegenteil. Viele Firmen wollen die Preise ihrer Waren noch erhöhen, weil sie selbst unter gestiegenen Kosten leiden. Die Bundesregierung rechnet in diesem Jahr mit einer Inflation von durchschnittlich 6,7 Prozent – ein historischer Höchstwert seit über 40 Jahren. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr lag der Durchschnittswert bei 3,1 Prozent, im Jahr 2020 waren es 0,5 Prozent.

Der Hauptgrund für die Inflation ist die Überschuldung infolge eines jahrelangen finanziellen Missmanagements. Die Politiker schieben die Schuld zwar der Corona-Pandemie und dem Ukraine-Krieg zu, aber tatsächlich liegt die Quelle des Übels schon länger zurück. Allerdings hat sich durch Corona und den Krieg die Lage noch einmal dramatisch verschärft.

EZB unter Druck. Rezession droht.

Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt grundsätzlich eine Inflationsrate von um die zwei Prozent an. Deshalb müssten die Notenbanker eigentlich die Zinsen erhöhen, was aktuell jedoch schwer fällt, da die Wirtschaft wegen Corona ohnehin geschwächt ist. Eine Zinserhöhung könnte zu einer schweren Rezession führen, welche natürlich vermieden werden soll.

Leider machen sich noch längst nicht alle Sparerinnen und Sparer bewusst, dass hohe Inflationsraten die Ersparnisse entwerten. Jeder Euro verliert Tag für Tag an Wert. Anders ausgedrückt: Sie können sich immer weniger leisten. Ihre Kaufkraft schmilzt dahin, wenn Sie Ihr Geld unters Kopfkissen legen oder auf dem Sparbuch beziehungsweise Festgeldkonto parken. Genau dies tun aber viele Bürgerinnen und Bürger.

Ende 2021 ist die Summe aller Einlagen bei den Banken auf 2.617 Milliarden Euro geklettert. Hinzu kommen andere festverzinsliche Wertpapiere wie Anleihen und indirekt gehaltene festverzinsliche Anlagen in Fonds, Lebensversicherungen oder Pensionskassen. All diese Ersparnisse werden aktuell durch die hohe Inflation enteignet.

Früher konnten Sie Ihr Geld mit einem ruhigem Gewissen auf dem Sparbuch parken. Sie wurden zwar nicht reich, aber Sie haben auch nichts verloren. Das hat sich inzwischen geändert. Wir erleben einen regelrechten Epochenwandel, der ein Finanzumfeld beendet, das über mehrere Generationen bestand.

Gnadenlose Enteignung: Die Zahlen sprechen eine klare Sprache

Wie die Inflation Ihre Ersparnisse entwertet, zeigt Ihnen dieses Schaubild. Es weist den künftigen Geldwert der nächsten fünf Jahre aus, wenn die Inflation bei 1, 7, 15, 30 oder 50 Prozent liegt.

Sie sehen, dass bei einer einprozentigen Inflation der Geldwert nach fünf Jahren noch bei 95,1 Prozent liegt. So war es in den 2010er-Jahren. Bei einer Inflationsrate von 7 Prozent, wie es aktuell der Fall ist, bleiben jedoch nur 69,6 Prozent von Ihrem Geld übrig.

Ihr Geld wird aktuell in einer enormen Geschwindigkeit enteignet und die Inflationsraten könnten weiter steigen. Bei 15 Prozent Inflation bleiben nach fünf Jahren von 100 Euro nur noch 44,40 Euro übrig, bei 30 Prozent sind es 16,80 Euro und bei 50 Prozent nur noch 3,10 Euro.