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Warum Chinas Immobilienblase der Schwarze Schwan für die westliche Welt sein könnte

Erinnern Sie sich noch an „Ever Given“? So hieß das Containerschiff, das sich im Frühjahr dieses Jahres im Suezkanal im wahrsten Sinne des Wortes querstellte. Sechs lange Tage war diese wichtige Schifffahrtsroute für Schiffe gesperrt.

„Evergrande“, der chinesische Immobilienentwickler, fängt ebenfalls mit „Ever“ an. Auch dieses Unternehmen hält seit einiger Zeit die Aktienmärkte mächtig in Atem. Obwohl „Evergrande“ sicher nur die Spitze des Eisberges ist, denn China hat ein handfeste Immobilienkrise.

Der Immobilienmarkt ist Chinas Wachstumstreiber Nr.1

Bedenken Sie, Chinesen haben 75% ihres Vermögens in Immobilien angelegt. Das sind immerhin 28% des Bruttoinlandsproduktes. Immer mehr Geld wurde in den Markt gepumpt, als gäbe es kein Morgen mehr. Das Ergebnis sehen Sie jetzt.

Wenn die chinesische Regierung diese Woche verkündigt, dass sie dem mit 300 Milliarden Dollar verschuldeten Unternehmen unter die Arme greifen will, stopft sie damit nur EIN Leck im untergehenden Dampfer.

Die Probleme werden sich nicht in Luft auflösen

Vielmehr scheint die seit Jahren bestehende Immobilienblase jetzt zu platzen. Darauf deuten nicht nur die Probleme bei „Evergrande“ hin.

Ein Blick auf den folgenden Chart sagt alles:

Er zeigt das Volumen an Immobilientransaktionen für hundert chinesische Städte in Dunkelblau und (um vier Wochen verschoben, da Transaktionen dem Angebot zeitlich folgen) das Angebot an Immobilien in Hellblau.

China: Immobilienangebot (hellblau) vs. Transaktionen (dunkelblau), 2015 bis 2021

China_Immobilienangebot versus Transaktionen, 2015 bis 2021

Immobilien in China finden seit kurzer Zeit keine Käufer mehr

Quelle: Wind, Goldman Sachs Global Investment Research

Bisher verliefen die beiden Kurven weitgehend parallel. Jüngst aber folgte auf das höhere Angebot kein Mehrumsatz, sondern ein Rückgang der Transaktionen. Diese Divergenz deutet auf eine starke Nachfrageschwäche hin.

Das ist aber genau das, was das Platzen einer Blase ausmacht: Die Nachfrage bleibt aus. Die Hoffnung auf höhere Preise war der Treibsatz für die immer weiter steigenden Preise gewesen. Die sind jetzt unrealistisch, eine Abwärtsspirale setzt ein.

Wenn diese Blase platzt, haben auch wir ein Problem

Das Platzen der chinesischen Immobilienblase droht daher bald viel gebuchten Wohlstand zu vernichten und noch mehr Kredite platzen zu lassen. Gewaltige Erschütterungen werden die Folge sein. Sie werden das weltweite Schulden-Kartenhaus zusammenbrechen lassen.

Immobilien – Roman Babakin ado

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