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Immobilien: Warum ein Blick in die dritte und vierte Reihe lohnt

Inhaltsverzeichnis

Die Aussichten auf dem deutschen Immobilienmarkt sind düster. Die Bauzinsen haben sich seit Jahresanfang vervierfacht, Baumaterialien sind nur schwer zu bekommen und wenn dann sehr teuer. Zu den gestiegenen Kosten kommt die drohende Rezession.

Anlegerinnen und Anleger sind zu Recht extrem verunsichert, fragen sich, ob in diesen unsicheren Zeiten eine Verschuldung überhaupt noch tragbar ist – von der Rendite ganz zu schweigen. Renditekalkulationen von vor einem Jahr sind inzwischen längst hinfällig geworden und neue Prognosen fallen aufgrund der großen Unsicherheit schwer.

Banken reagieren zudem zögerlicher bei der Vergabe von Krediten. Finanzierungen, die viele Jahre ein Selbstläufer waren, stehen plötzlich auf dem Prüfstand.

Dennoch können Investitionen in Immobilien noch sinnvoll sein, zum Beispiel in Universitätsstädten der dritten und vierten Reihe. Dort sind die Preise insgesamt niedriger, sodass trotz höherer Zinsen am Ende noch Geld für Sie übrig bleibt.

Weshalb Immobilien in Unistädten attraktiv sind

Kleine Unistädte verdienen auch Ihre Aufmerksamkeit, weil eine Universität junge Menschen in die Stadt lockt. Es findet eine demografische Durchmischung statt. Das ist gut für die Bevölkerungsstruktur und damit auch für die zukünftige Entwicklung der Stadt.

Der Immobilienmakler von Poll hat ausgerechnet, wo für Investoren in diesen schwierigen Zeiten das Verhältnis von Kauf- zu Mietpreisen besonders lukrativ ist. Das Ergebnis wurde im Detail im Handelsblatt veröffentlicht. Wir fassen für Sie das Wichtigste in diesem Newletter kurz zusammen.

Für die Studie war für 46 Städte der Kaufpreisfaktor berechnet worden. Je niedriger der Wert, desto renditestärker ist ein Objekt. Die Zahl besagt, wie viele Jahre Miete fließen muss, um den ursprünglichen Kaufpreis zu erreichen.

Dazu ein Berechnungsbeispiel: Sie vermieten eine 80 Quadratmeter große Wohnung und erhalten 800 Euro Miete monatlich. Das macht 9.600 Euro Mieteinnahmen im Jahr. Der Kaufpreis der Immobilie lag bei 240.000 Euro. Zur Berechnung des Kaufpreisfaktors teilen Sie den Kaufpreis durch die jährlichen Mieteinnahmen. In diesem Beispiel würde der Kaufpreisfaktor also bei 25 liegen.

Auf der Suche nach dem günstigsten Kaufpreisfaktor

Das beste Verhältnis von Kaufpreis (2.322 Euro je Quadratmeter) zu Mieteinnahmen (8,86 pro Quadratmeter) für das dritte Quartal 2022 hat von Poll für Saarbrücken mit einem Faktor von 21,8 ausgerechnet. Es folgen Göttingen mit 23,4, Mönchengladbach mit 24,3, Wuppertal mit 24,5 und Kaiserslautern mit 24,6.

In Heidelberg liegt der durchschnittliche Kaufpreis mit 5.164 Euro pro Quadratmeter zwar hoch, aber laut von Poll lohnt dennoch ein Blick. Mit 14,67 Euro Miete je Quadratmeter beträgt der Kaufpreisfaktor 29,2.

Unter den 46 untersuchten Uni-Städten ist Potsdam für Anlegerinnen und Anleger am wenigsten interessant. Die Mieten in der brandenburgischen Landeshauptstadt sind mit 12,73 Euro moderat. Dem gegenüber stehen jedoch durchschnittliche Kaufpreise mit 6.029 Euro je Quadratmeter.

Wie Sie am besten vorgehen

Gewinnbringende Investitionen fallen in diesen Krisenzeiten schwer, aber die Studie zeigt, dass es durchaus Möglichkeiten gibt. Allerdings ist es jetzt wichtig, nicht nur das Offensichtliche zu sehen, sondern auch weniger Bekanntes in Betracht zu ziehen. Für Investitionen, die über den Tellerrand hinausgehen, ist der Rechercheaufwand größer. Es ist empfehlenswert, dass Sie sich professionelle Unterstützung an Ihre Seite holen. Diese könnten Sie in Sicheres Geld finden, einem Beratungsbrief für kritische Anleger, die aktiven Vermögensschutz wünschen.