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Demnächst massives Bankensterben in der Schweiz!

Die aktuellen Entwicklungen, die ich aus meinem Experten- und Lesernetzwerk in Bezug auf den Schweizer Finanzplatz wahrnehme, sind dramatisch. Das Bankhaus Wegelin, gegründet im Jahre 1741 und somit älteste Bank der Schweiz existiert nicht mehr. In einer Nacht- und Nebelaktion musste die Privatbank durch einen Verkauf an den Schweizer Raiffeisensektor vor einem existenzbedrohenden Zugriff der USA gerettet werden. Die USA haben die Bank wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung bei US-Staatsbürgern angeklagt.

Die Privatbank Hyposwiss, die vor rund 125 Jahren gegründet wurde, wird ebenfalls aufhören zu existieren. Die St. Galler Kantonalbank als Eigentümer spaltet das Institut auf und verkauft die Geschäftsbereiche. Ein ähnliches Schicksal hat die traditionsreiche Clariden Leu Bank bereits hinter sich. Die einst fünftgrößte Schweizer Privatkundenbank fusionierte 2012 mit der Credit Suisse. Auch hier endet eine Jahrhunderte alte Schweizer Banktradition. Die Bank Leu wurde im Jahr 1755 als Staatsbank des Zürcher Stadtstaats gegründet.

Diese Entwicklungen bei drei einst großen und renommierten Namen sind für mich die eindrucksvollsten Beispiele. Sie warnen vor dem weiteren Niedergang der klassischen Schweizer Privatbanken, die den Wandel der Zeit verschlafen haben. Die Geschäftsmodelle, basierend auf hohen Erträgen durch unversteuerte Gelder ausländischer Kunden, gibt es schlicht nicht mehr. Das Management hat in allen drei Fällen vollkommen versagt.

UBS und Credit Suisee sind nur für Multimillionäre empfehlenswert

Die beiden mit Abstand größten Schweizer Banken sind die UBS und die Credit Suisse. Beides sind Institute mit erheblichen Investment-Banking- und Rechts-Risiken. Ich empfehle, diese beide Institute in der Schweiz zu meiden. Größe ist zum einen mit Risiken für Sie als Kunde verbunden. Zum anderen ist meine Erfahrung die, dass sowohl die UBS als auch die Credit Suisse Privatkunden mit einem Volumen unter einer Million Euro sehr schlechte Konditionen sowie qualitativ mangelhafte Beratungs- und Serviceleistungen offerieren. Die beiden Schweizer Großbanken geben derzeit auch klar die Strategie vor, sich zukünftig auf sehr vermögende Privatkunden in Europa konzentrieren zu wollen.

Credit Suisse zieht sich weltweit aus 50 Märkten zurück

Deutschland ist der attraktivste Markt in Europa für Private-Banking-Dienstleistungen. Bis zum Ausbruch der Finanzkrise haben die UBS und die Credit Suisse in Deutschland massiv expandiert, allen voran durch Neueröffnungen von Niederlassungen. Doch diese Zeiten sind längst vorbei. Die Credit Suisse hat mittlerweile ihre Niederlassungen in Deutschland von 13 auf 9 Filialen reduziert und möchte das gesamte Geschäftsfeld verkaufen. Vergleichbares beobachte ich auch bei der UBS in Deutschland. Vier Niederlassungen in Dortmund, Essen, Rosenheim und Wiesbaden wurden bereits geschlossen, sodass die Zahl der Filialen auch hier von 14 auf 10 geschrumpft ist.

Seit rund vier Monaten informiert die Credit Suisse darüber hinaus ihre internationalen Kunden in rund 50 Ländern, dass sich die Bank aus deren Märkten vollkommen zurückziehen werde. Der Rückzug betrifft beispielsweise die Länder Angola, Kongo, Turkmenistan, Usbekistan oder Weißrussland, die letzte Diktatur Europas.

Züricher Kantonalbank will Kontoführungsgebühren verdoppeln

Die Schweizer Genossenschafts- und Kantonalbanken, die in Deutschland mit den Volks-, Raiffeisenbanken und Sparkassen vergleichbar sind, sind weiterhin eine hervorragende Alternative zu den Privatbanken. Allerdings beobachte ich auch hier negative Entwicklungen, allen voran für ausländische Kunden aus Deutschland. Ich habe von zahlreichen Lesern Rückmeldungen bekommen, dass vor allem einzelne Kantonalbanken sehr restriktiv mit bestehenden Kunden aus dem Ausland umgehen, vor allem in Bezug auf mögliche Rechtsrisiken durch die Veranlagung bislang unversteuerter Gelder. Das Vorgehen reicht von beratenden und begleitenden Hinweisen zu einer Selbstanzeige – die ich sehr begrüße – bis hin zu vollkommen unangebrachten Kontokündigungen oder dem Sperren von Bargeldabhebungen.

Einige Kantonalbanken gehen offensichtlich zur Strategie über, ihre unerwünschten Auslandskunden durch massive Gebührenerhöhungen zu einer freiwilligen Aufgabe der Geschäftsverbindung zu drängen – allen voran sind deutsche Ausländer von den Kostensteigerungen betroffen. Die Zürcher Kantonalbank hat beispielsweise aktuell beschlossen, die Gebühren für Privatkonten ab dem nächsten Jahr zu verdoppeln. Dennoch lautet hier die Devise: vergleichen. Nicht jede Sparkasse in Deutschland ist gleich und das gilt auch für die meist staatlichen Kantonalbanken in der Schweiz. Viele sind nach wie vor empfehlenswert. Vergleichen Sie die Konditionen und Dienstleistungen, abgestimmt auf Ihre individuellen Bedürfnisse über das Portal www.kantonalbank.ch. Gleiches gilt für die Schweizer Raiffeisenbanken über www.raiffeisen.ch

Konsolidierung am Finanzplatz Schweiz ist positiv für Sie als Anleger!

Die Konsolidierung auf dem Bankplatz Schweiz wird für Sie entgegen diesen Entwicklungen viele Vorteile mit sich bringen. Ich bin davon überzeugt, dass für gut informierte Anleger, wie Sie es als meine Leser sind, die Chancen des Bankplatzes Schweiz überwiegen. Kosten allen voran bei spezialisierten und innovativen Onlinebanken und Discountbrokern werden weiter sinken bei einer gleichzeitigen Zunahme von qualitativ hervorragenden Service- und Dienstleistungsangeboten ausgesuchter Schweizer Banken. Nutzen Sie für Ihre individuellen Preisvergleiche allen voran das kostenlose und unabhängige Schweizer Finanzvergleichstool: www.moneyland.ch.

Dies ist natürlich nur eine von zahllosen Möglichkeiten. Erfahren Sie alles rund um das Thema sicheres Banking im Ausland in meinem Dienst „Kapital und Steuern vertraulich„. Gerne können Sie diesen auch zu extrem günstigen Konditionen völlig ohne Verpflichtung probelesen, wenn Sie hier klicken…

Ich freue mich auf Sie!

Herzlichst, Ihr

Markus Miller

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Über den Autor Markus Miller

Markus Miller (geb.: 1973) ist ein gefragter Experte, wenn es um das komplexe Thema internationale Vermögensstrukturierung und die globale Steuerung von Vermögenswerten geht.

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Alte Kommentare
  • Heinz schrieb am 15.10.2013, 18:16 Uhr

    Alles in Ordnung. Aber warum kann man bei der Nennung von Weissrussland nicht auf den Zusatz "letzte Diktatur in Europa" verzichten? Belarus ist nicht schlechter als andere Ostländer ... und wenn ich sehe, was im Musterland D so alles an Gesetzesbrüchen als "vollkommen normal" abgetan wird, dann sollten wir erstmal dort anfangen zu kehren, bevor wir ins Ausland gehen! Gruß