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Vermögensanlage und Steuern sparen mit ETF´s

Wieder einmal belegt eine aktuelle Studie (AXA Investment Managers gemeinsam mit TNS Infratest), dass das Finanzwissen von Deutschen Privatanlegern leider nach wie vor deutlich ausbaufähig ist. Bereits zum dritten Mal in Folge wurde diese Studie zum Wissen der Bevölkerung über Fonds durchgeführt. Erstmals wurden dabei neben Österreich, Deutschland und der Schweiz auch Belgien und die Niederlande mit einbezogen.

89% der Deutschen kennen Exchange Traded Funds (ETFs) nicht

Das Ergebnis ist aus meiner Sicht nun wirklich erschreckend. Die meist indexorientierten Exchanged Traded Funds (ETFs) sind 89 Prozent der Deutschen kein Begriff. Obwohl ETFs in Deutschland seit einiger Zeit ein Absatzrenner sind und in den Medien vielfach über diese Fonds berichtet wurde, hat sich das Wissen gegenüber dem Vorjahr nicht verbessert.

Mit 11 Prozent liegt der Wissensstand der Deutschen im Hinblick auf ETFs im Ländervergleich noch hinter dem der Österreicher (16 %), der Schweizer (18 %) und der Niederländer (19 %). Das Schlusslicht bilden dabei die Belgier. Nur 7 Prozent der belgischen Bevölkerung hat je von dem Begriff ETF gehört.

Welche Vorteile haben Exchange Traded Funds

ETFs sind an der Börse gehandelten Fonds. ETFs spiegeln dabei Aktien-, Renten oder Rohstoffindizes wieder. Index-ETFs versuchen nicht, den Markt zu schlagen wie beispielsweise Fondsmanager, sondern bilden passiv einen Index 1 zu 1 ab. Auf der Kostenseite haben Sie damit deutliche Vorteile, da ETFs in der Regel keinen Ausgabeaufschlag wie Fonds haben. Mit durchschnittlich 0,34 Prozent haben ETFs zusätzlich äußerst geringe Verwaltungskosten.

ETFs sind das ideale Instrument für ein gut gestreutes, langfristiges Wertpapierdepot

ETFs sind beispielsweise den Indexzertifikaten in mehreren Punkten überlegen. Das Kapital von ETFs ist wie bei einem „normalen“ Investmentfonds ein Sondervermögen. Somit vor einer Insolvenz des Anbieters geschützt. Bei einem Zertifikat ist dies nicht der Fall. ETFs profitieren auch immer in vollem Unfang von den Dividenden- und Zinsausschüttungen des Index. Bei ETFs auf einen Performance-Index werden die Dividenden reinvestiert (diese ETFs sind thesaurierend), bei ETFs auf einen Kursindex werden die Dividenden ausgeschüttet.

Machen Sie es den institutionellen nach und kaufen Sie ETFs

ETFs werden in Europa stark von institutionellen Anlegern verwendet. Während in den USA schon 70% der in ETFs investierten Geldern von Privatanlegern stammen, sind es in Deutschland erst geschätzte 10%. Mittlerweile gibt es weltweit etwa 700 ETFs mit einem Anlagevolumen von 440 Mrd. Der europäische Markt ist mit 89 Milliarden Euro noch nicht voll entwickelt, wuchs aber 2007 um ganze 29 Prozent. ETFs werden in Europa an 14 Börsen gehandelt, aber mehr als die Hälfte des europäischen Umsatzes wird an der Deutschen Börse erzielt.

Welche Märkte können Sie mit ETFs abdecken

ETFs gibt es mittlerweile auf alle großen europäischen, amerikanischen und japanischen Aktienindizes. Dazu kommen ETFs auf Weltindizes, regionale Indizes (z.B. Ferner Osten, Osteuropa, Lateinamerika) und Emerging Markets. ETFs gibt es mittlerweile auch auf Indizes von Staatsanleihen, Unternehmensanleihen, Pfandbriefe, Geldmarkt und Rohstoffe.

ETFs und die Abgeltungsteuer

ETFs profitieren ebenfalls bei einem Kauf vor dem 31.12.2008 von der Altbestandsregelung zur Abgeltungsteuer. Das bedeutet Sie können das alte Steuerrecht konservieren und zukünftige Kursgewinne bleiben steuerfrei. Mit Indexzertifikaten ist dies nicht mehr möglich. Darüber hinaus gibt es noch eine weitere Besonderheit, wie Sie mit speziellen ETFs (Swap-ETFs) steuern sparen können.

Ihr

Markus Miller

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Über den Autor Markus Miller

Markus Miller (geb.: 1973) ist ein gefragter Experte, wenn es um das komplexe Thema internationale Vermögensstrukturierung und die globale Steuerung von Vermögenswerten geht.

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