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Globale Überschuldung – droht jetzt der Staaten-Kollaps?

Inhaltsverzeichnis

Dem aktuellen Schuldenbericht 2022 der Entschuldungsinitiative erlassjahr.de und des katholischen Hilfswerks Misereor aus der vergangenen Woche zufolge sind derzeit 135 von 148 untersuchten Staaten auf einem kritischen Level verschuldet. Das überrascht nicht – seit Jahrzehnten wachsen die Schulden der meisten Staaten weltweit an. Und die globale Pandemie hat das Schuldenwachstum noch einmal richtig angetrieben. So ist die globale Schuldenblase auf ein nie dagewesenes Ausmaß gestiegen: circa 319% vom BIP – so hoch liegt derzeit die weltweite Verschuldung. Oder anders gesagt: für jeden verdienten Dollar hat die Welt 3,19 US-Dollar an Schulden. Wie lange kann das noch gut gehen? Was denken Sie?

Der Wahnsinn der globalen Schulden

Quelle: IWF (der Internationale Währungsfonds)

Staatenrettungen in Europa, Steuergeschenke in den USA, Konjunkturprogramme überall und dann auch noch Corona- das alles kostet Geld. Oben sehen Sie das Ergebnis: den extremen Anstieg der weltweiten Verschuldung (hier leider nur bis 2020 dargestellt).

Wo herrscht der größte Schuldenwahnsinn? In den USA.

 

Quelle: IWF (der Internationale Währungsfonds)

Nicht nur die weltweit höchsten Schulden, sondern auch das stärkste globale Schuldenwachstum weisen die USA auf. Ja, die USA, Hüter der Weltleitwährung und Architekten unseres globalen Schulden-Finanzsystems. Ein Schelm, wer…..

Massive globale Überschuldung

Erinnern Sie sich noch an die Lehman-Finanzkrise? Die damals fast die globale Finanzindustrie in den Ruin trieb und die Staaten zu massiven Bankenrettungen antrieb? Damals stiegen die globalen Schulden auf 175 Billionen USD. Doch das ist gar nichts im Vergleich zu jetzt. Einem Bericht des Institute of International Finance (IIF) zufolge, ist die globale Schuldenblase heute fast auf 300 Billionen USD angestiegen. Und angesichts des geschätzten globalen BIP von etwa 94 Billionen USD sprechen wir hier also von Schulden zum BIP in Höhe von 319 %.

Dabei müssen wir Schätzungen wie diese sogar noch mit Vorsicht genießen, denn die Verschuldung des Finanzsektors könnte vom IIF mit 65 Billionen USD möglicherweise noch unterschätzt worden sein, angesichts der höchst geringen Schätzung für die Schattenfinanzindustrie. Unterschätzen darf man in diesem Zusammenhang auch nicht Unternehmen die zwar keine Banken sind, aber ein hohes Gegenparteirisiko aufweisen, wie Versicherungen.

Die Welt ist überschuldet

Die globale Verschuldung hat mittlerweile ein Niveau erreicht, welches zuletzt am Ende des Zweiten Weltkrieg erreicht wurde und davor während der Napoleonischen Kriege der Fall war. Für die Schwellen- und Entwicklungsländer gilt sogar ein absoluter und noch nie dagewesener Rekordwert. Problematisch in den Schwellenländern sind vor allem die steigenden Unternehmensschulden, während die etablierten Märkte in den USA, Europa und China vor allem die wachsende Staatsverschuldung bezahlen müssten. Für Europa kommen noch die hohen Schulden der Finanzindustrie hinzu. In den USA sind dagegen die Konsum- und Unternehmensschulden sehr hoch.

Kein Mensch mit Verstand kann ernsthaft annehmen, dass dies für immer so weiter gehen kann.

Die Geschichte zeigt uns: Enteignung, Hyperinflation, Zwangssteuern oder gleich ein neues Finanzsystem – wenn der Staat in einer Schuldenkrise ist, dann muss immer der Bürger, Sparer, Häuslebauer bluten. Ob er nun Deutscher, Franzose, Italiener, Österreicher oder Schweizer ist. Ob er Venezolaner, US-Bürger, Chinese, Russe oder aus Simbabwe ist.

Dagegen kann man sich nur auf eine Weise wirklich absichern: mit Gold.