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Haben die Zentralbanken die Inflation noch im Griff?

Die Inflation zieht an. Sowohl in Europa als auch in den USA. Für Aufsehen sorgten vor allem die Zahlen aus den USA. Widererwartend knackte die Inflationsrate dort bereits im April die 4-Prozent-Marke. In der Eurozone steigt die Teuerungsrate seit Anfang des Jahres, aber im Vergleich zu den USA moderat.

Trotz steigender Zahlen geben sich die Notenbanker gelassen. Sie halten weiter an ihrer Politik des billigen Geldes fest und pumpen Tag für Tag frisches Geld in den Bankensektor. Die großzügigen Kaufprogramme von Staatsanleihen werden ohne Wenn und Aber weiter durchgezogen. Auf den Konten der Geschäftsbanken bei der US-Notenbank Fed liegen inzwischen Zentralbankgeldbestände in Höhe von 3,8 Billionen Dollar, die europäischen Geschäftsbanken haben mehr als 4,3 Billionen Euro Zentralbankgeld auf ihren Konten bei der Europäischen Zentralbank angesammelt.

Gefährliche Lohn-Preis-Spirale droht

In Kombination mit den steigenden Inflationsraten sind diese immense Summen für Anlegerinnen und Anleger besorgniserregend. Viele stellen sich die Frage, ob die Zentralbanken die Inflationsraten mit den ihnen zur Verfügung stehenden Maßnahmen überhaupt noch stoppen könnten oder ob diese sich bereits jetzt verselbstständig haben. Die Folgen wären fatal. Neben Vermögensverlusten droht auch eine gefährliche Lohn-Preis-Spirale. Lohnerhöhungen auf der einen Seite und Preiserhöhungen auf der anderen Seite würden die inflationäre Entwicklung weiter vorantreiben. Am Ende könnte sogar eine Währungsreform drohen.

 

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