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Sommerliche Ruhe am Forex-Markt – oder doch nicht?

Die sommerliche Urlaubszeit naht, das kann sich auch in einer sinkenden Schwankungsfreudigkeit in den verschiedensten Forex-Paaren bemerkbar machen. Aber ist dem wirklich so? Ich denke nicht, denn wir haben gestern im Euro in US-Dollar ein Ausbruch nach oben bekommen.

Nachdem dieser eine ausgedehnte Seitwärtsphase auf hohem Niveau über 1,112 von fast einem Monat hinlegte, ging es gestern innerhalb von kürzester Zeit um 150 Pips nach oben. Völlig unerwartet und schnell.

Meine Erfahrung hat gezeigt: Solche Bewegungen sind kein Strohfeuer, speziell wenn sie am Folgetag bestätigt werden.

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Quelle: www.lp-software.de/bopp

Nächstes Ziel 1,1464

Damit ist die Korrektur beendet, der Trend darf sich fortsetzen. Das nächste Etappenziel liegt bei 1,1464, berechnet anhand der Breite der Konsolidierung, die dann nach oben gespiegelt wurde. Noch viel wichtiger ist: was wir hier sehen ist ein ganz großes Trendwendesignal.

Bewegung passt zur Tasse mit Henkel

Ich habe in der Grafik obendrein eine sogenannte Tasse mit Henkel gefunden, die Sie als blaue Linien markiert sehen. Der Bogen ist die Tasse, der kleine rechts oben der Henkel. Kommt es zum Ausbruch aus diesem Henkel nach oben, der hier jetzt gerade kam, ist das ein langfristiges Kaufsignal.

Das hat zumindest William O´Neill hat in seinem Buch „Wie man mit Aktien Geld verdient“ festgestellt. In seinem CANSLIM-System wird genau diese Formation als wichtigste für den Start einer langfristigen Aufwärtsbewegung identifiziert.

Diese Formation kann laut ihm 7-65 Wochen lang sein, dauert aber meistens 3-6 Monate. Das schöne ist: Sie funktioniert nicht nur bei Aktien, sondern auch bei Währungen. Beim Euro in US-Dollar begann die Formation im September letzten Jahres und endet jetzt nach insgesamt zehn Monaten.

Ich bleibe dabei: der USA-Urlaub wird billiger

Vor einigen Wochen hatte ich schon darauf aufmerksam gemacht, dass der nächste USA-Urlaub wieder deutlich billiger wird, weil ich mit einem Aufwärtstrend des Euro rechnete. Mit diesem Anstieg wird meine These bestätigt.

Nachfolgend noch einmal zur Erinnerung den Langfrist-Chart, den ich Ihnen damals präsentierte.

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Quelle: www.lp-software.de/bopp

Im langfristigen Chart ist 1,16 das Mindestziel

Im Monatschart ab 1987 sind die wichtigsten Widerstands- und Unterstützungszonen eingefügt. Seit 2008 befindet sich der Euro im Abwärtstrend gegen den US-Dollar.

Mit dem starken Kursverlust von 1,30 auf 1,03 wurde die untere rote Abwärtstrendlinie sowie die grüne Unterstützungszone erreicht, nachdem das Währungspaar sehr schnell die innere, leicht rot markierte Unterstützung durchschlagen hatte.

Nach einer längeren Seitwärtstendenz von über 2 Jahren ist das Währungspaar meiner Meinung nach bereit für mindestens einen Test dieser leicht roten Zone oberhalb des aktuellen Kursverlaufs, eventuell wird sogar die Abwärtstrendlinie bei 1,24 im Laufe dieses Jahres oder 2018 angesteuert.

Der Ausbruch vom Dienstag unterstützt diese Ziele.

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