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Schock am Krypto-Markt – Was ist hier schon wieder los?

Inhaltsverzeichnis

Der Kurs der mitunter bekanntesten Kryptowährung Bitcoin ist im laufenden Monat auf sein 52-Wochentief gefallen. Kurzzeitig notierte der Kurs der digitalen Münze bei unter 16.000 Dollar. Im Vergleich zum Spitzenwert im November letzten Jahres ist der Wert um über 70% herabgestürzt.

Zuvor hatte sich der Bitcoin zwischen 20.000 und 24.000 Dollar weitestgehend stabilisiert und bewegte sich über Wochen und Monate kontinuierlich seitwärts.

Marktkapitalisierung dahin geschmolzen

Trotz des massiven Kursabfalls blieb die Anzahl der Transaktionen an den gängigen Krypto-Börsen weitestgehend gleich. „Buy the Dip” halten Experten hierfür für wahrscheinlich. Krypto-Fans nutzen also die günstigen Kursniveaus, um so günstig wie möglich zum Zug zu kommen.

Betrachtet man indes die Marktkapitalisierung aller Krypto-Münzen, so bewegt sich diese aktuell nur noch um die Marke von rund 840 Mrd. Dollar. Ethereum besitzt dabei noch eine Marktdominanz von ca. 18%. Der Anteil des Bitcoins am Marktwert aller Kryptos verringerte sich hingegen von 70% Anfang des letzten Jahres auf lediglich noch etwa 38% im November dieses Jahres.

Was war der ausschlaggebende Punkt?

Der Grund für den jüngsten Verfall war allem voran der Bankrott der Krypto-Börse FTX.

Zum Verständnis: FTX ist eine auf den Bahamas ansässige Handelsplattform, die es Nutzern ermöglicht, mit Kryptowährungen sowie sonstigen Finanzprodukten zu handeln. 

Nun gilt die Plattform als zahlungsunfähig. Doch offenbar kommt es noch dicker: mehr als 1 Mrd. Dollar an Kundengelder sollen verschwunden sein. FTX spricht selbst von “unautorisierten Transaktionen”. Das Volumen betroffener Transaktionen sowie die mutmaßlichen Urheber gab man nicht bekannt. Es habe Unregelmäßigkeiten bei verschiedenen Zahlungsvorgängen gegeben.

Verschiedene Medien berichteten jüngst über die Vermutung eines Hackerangriffs. Die Insider, die bis zum Bankrott der Kryptowährungs-Börse je leitende Positionen bei dem Unternehmen innehatten, schätzten, dass es sich bei dem fehlenden Geldbetrag um 1 bis 2 Mrd. Dollar handeln könnte, berichten Medien.

Der Vorfall sorgte für Panik an den Krypto-Märkten

Die Notlage der FTX-Handelsplattform versetzte den gesamten Krypto-Währungsmarkt in Panik und sorgte für kräftige Turbulenzen. 

Nun ja, wer kann es den Anlegern verübeln… Insolvenzantrag, scheinbar mysteriöse Geldabflüssen bzw. “nicht autorisierte Transaktionen“. Das klingt eben alles andere als vertrauenserweckend und hat viele Anleger dazu bewogen, sich von ihren Krypto-Positionen oder zumindest Teilen davon, zu trennen. Wie die US-Investmentlegende Warren Buffett zu sagen pflegt: „Erst wenn die Ebbe kommt, sieht man, wer ohne Badehose schwimmen gegangen ist.“ 

Generell – und an dieser Stelle wiederhole ich mich gerne – ist der Krypto-Markt absolut nichts für schwache Nerven. Sind die Währungen doch sehr schwankungsanfällig. Und diese enorm hohe Volatilität zeigt sich dann eben besonders mit einhergehenden News wie dem jüngsten Vorfall. Ich persönlich kann mit langfristig aussichtsreichen Aktien von gesunden, wachstumsstarken Unternehmen in meinem Depot nachts jedenfalls wesentlich besser schlafen…