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Coinbase-Aktie: Welche starke Chancen Ihnen die Krypto-Plattform bieten kann!

Haben Sie auch schon einmal mit dem Gedanken gespielt, Ihr Geld in Kryptowährungen zu investieren – und haben nur wenig später festgestellt, dass das hohe Risiko von Bitcoin und Co. doch nichts für Sie ist?

Tatsächlich sind Investitionen in das Cybergeld äußerst heikel. Die Kurse der Kryptowährungen erlebten in ihrer relativ kurzen Börsengeschichte etliche Boom-Phasen, aber auch massive Abstürze. Diese Volatilität kann Ihnen freilich starke Renditen verschaffen – natürlich aber auch horrende Verluste.

Mit der Coinbase-Aktie von der Krypto-Volatilität profitieren

Umso besser, dass Sie als Aktien-Anleger die Möglichkeit haben, von der Volatilität der Kryptos zu profitieren – ohne dabei direkt in das Digitalgeld investieren zu müssen. Schauen Sie: Die hohen Schwankungen der Kryptowährungen gehen mit einem enormen Transaktionsvolumen einher. Investoren kaufen und verkaufen Bitcoins schier am laufenden Band.

Davon profitiert das US-Unternehmen Coinbase. Der Aktienkonzern betreibt die wohl bekannteste Krypto-Börse der westlichen Welt und bekommt für jede auf der Plattform durchgeführte Transaktion Geld. Das heißt: Sind der Bitcoin und andere Kryptos besonders volatil, verdient sich Coinbase eine goldene Nase.

Mega-Wachstum in 2021

Und jetzt halten Sie sich lieber fest: Im letzten Jahr konnte Coinbase dank der hohen Volatilität und des extremen Transaktionsvolumens schier unglaubliche Wachstumszahlen generieren. So schoss der Konzernumsatz um sagenhafte 563 Prozent auf 7,3 Milliarden Dollar nach oben. Der Nettogewinn stieg gar um das Elffache auf 3,6 Milliarden Dollar. Coinbase war 2021 also extrem wachstumsstark und hochprofitabel.

Wichtiger aber ist der Blick in die Zukunft. Coinbase hatte bei der Vorlage der Bilanzpräsentation Ende Februar darauf hingewiesen, dass sich das Wachstum im ersten Quartal 2022 abkühlen werde. Der Konzern begründete das mit einem geringeren Transaktionsvolumen.

Ukraine-Krieg heizt Transaktionen an

Was Coinbase damals aber offenbar noch nicht auf dem Schirm hatte, war der Ukraine-Krieg und dessen Folgen. Der Kryptomarkt reagierte in den letzten Wochen teils sehr panisch auf Putins Invasion in der Ukraine. Viele Investoren stießen das als eher unsicher geltende Kryptogeld ab, um beispielsweise in Rohstoff-Aktien zu investieren.

Das wirkte sich abermals auf das Transaktionsvolumen aus. Laut Statista stieg die Gesamtzahl aller Bitcoin-Transaktionen weltweit im März 2022 um etwa 1 Prozent. Das mag zwar nicht viel erscheinen, entspricht aber in etwa der durchschnittlichen monatlichen Wachstumsrate des letzten Jahres. Von einem Rückgang der Transaktionen kann derzeit also keine Rede sein.

Ob das auch Coinbase auf die Sprünge hilft, bleibt nun abzuwarten. Der Konzern will Mitte Mai seine Zahlen zum ersten Quartal 2022 vorlegen. Dann dürfte es mehr Klarheit geben, inwieweit der Ukraine-Krieg das Geschäft der Krypto-Börse beeinflusst.

Kaskadeneffekt beim Nutzerwachstum

Dabei sprechen derzeit zwei weitere Faktoren für Coinbase. Erstens: Durch seine offensive Werbekampagne vor allem in Online-Communities ist Coinbase inzwischen zu einer Art Standard geworden. Das ist vor allem im Krypto-Bereich ausschlaggebend. Schauen Sie: Viele Menschen haben nach wie vor ein ungutes Gefühl, wenn es um den Kauf von Bitcoin und Co. geht. Schließlich gab es in den letzten Jahren einige Medienberichte über betrügerische Krypto-Plattformen.

Anders bei Coinbase: Die Handelsplattform kann inzwischen auf mehr als 11 Millionen monatlich aktive Nutzer (MAU) zurückgreifen. Der Gedanke: Wenn also so viele Menschen der Plattform ihr Vertrauen schenken, muss das Angebot ja seriös sein. Dieser Kaskadeneffekt, den man vor allem von sozialen Netzwerken kennt, treibt das Nutzerwachstum von Coinbase immer weiter an.

Der NFT-Hype

Zweitens: Der US-Konzern baut sich derzeit ein zweites Standbein mit sogenannten NFTs („Non Fungible Token“) auf. Diese „nicht austauschbaren Wertmarken“ repräsentieren einen einzigartigen digitalen Vermögenswert auf Basis der Blockchain. Nutzer können sich per NFTs zum Beispiel das Besitzrecht an digitalen Bildern, Kunstwerken oder Sammelkarten kaufen und später zu einem höheren Preis verkaufen.

NFTs sind also ein stark spekulatives Geschäft – ohne physische Grundlage. Trotzdem erlebt der Markt  seit Monaten einen Boom, angefeuert vor allem durch prominente Akteure, die sich teils zu horrenden Preisen mit NFTs eindeckten. So hatte beispielsweise der US-Popstar Justin Bieber eine Millionensumme auf den Tisch gelegt, um sich ein NFT-verifiziertes Affenbild zu kaufen.

Coinbase plant eigenen NFT-Marktplatz

Aber was hat das jetzt mit Coinbase zu tun? Ganz einfach: Der US-Konzern will noch im laufenden Jahr einen eigenen NFT-Marktplatz an den Start bringen. Dort können Nutzer künftig mit den digitalen Wertmarken handeln. Und nicht nur das. Coinbase versteht seine kommende NFT-Plattform als soziales Netzwerk. So sollen dort Künstler (also die Hersteller zum Beispiel von NFT-Bildern) mit Nutzern besser agieren können. Dadurch erhofft sich der Konzern mehr Transparenz und Vertrauen.

Offenbar stößt Coinbase damit auf Zuspruch. Der Konzern hat für seinen angekündigten NFT-Marktplatz eine Warteliste erstellt, auf der sich Nutzer eintragen und einen frühzeitigen Zugang zu der Plattform erhalten können. Inzwischen haben sich bereits mehr als 2,5 Millionen Menschen für die Warteliste registriert.

Coinbase-Chef Brian Armstrong jedenfalls sieht in dem NFT-Markt erhebliches Potenzial. So könnte jener Geschäftsbereich das klassische Kryptowährungssegment in Zukunft im Wert übersteigen, prophezeit Armstrong.

Mein Fazit für Sie

Coinbase profitiert von der hohen Volatilität der Kryptowährungen. Das verschafft dem US-Unternehmen schier unglaubliche Zugewinne. Hinzu kommen der oben erwähnte Kaskadeneffekt beim Nutzerwachstum und das Engagement im NFT-Markt.

Wichtig für Sie: Trotz aller positiver Faktoren ist die Aktie eine Gratwanderung. Zum einen ist es längst nicht in Stein gemeißelt, dass der Krypto-Markt langfristig von Bedeutung sein wird. Das gilt vor allem für die aktuell extrem gehypten NFTs.

Zum anderen verbindet die Börse mit Coinbase inzwischen solch hohe Erwartungen, dass es dem Konzern immer schwerer fällt, diese zu erfüllen. Ein Effekt, der bei vielen wachstumsstarken Unternehmen zum Tragen kommt – beispielsweise beim Streamingdienst Netflix. Damit der Aktienkurs nachhaltig steigen kann, muss Coinbase also über sich hinauswachsen.

Ob das gelingen wird, bleibt jetzt abzuwarten.

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Über den Autor
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Marco Schnepf

Börse aus Leidenschaft: Marco Schnepf analysiert seit Jahren das tägliche Geschehen an den Kapitalmärkten.

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