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Kennen Sie diese Irrtümer rund um den Bitcoin?

Inhaltsverzeichnis

Wie stehen Sie zum Bitcoin oder zu anderen Kryptowährungen? Ist Ihnen das System ein bisschen suspekt? Aber bei den Gewinnen, die Anlegerinnen und Anleger in den letzten Monaten mitnehmen konnten, juckt es Sie manchmal schon in den Fingern, ebenfalls zu investieren?

Das ist verständlich, aber bitte machen Sie sich bewusst: Der Bitcoin ist ein Spekulationsobjekt und für konservative Anlegerinnen und Anleger denkbar ungeeignet.

Die Medien stellen den Bitcoin aktuell jedoch weniger als riskantes Spekulationsobjekt dar, sondern als seriöse Anlagealternative. Große Investmentbanken wie Goldman Sachs, J.P Morgan, Morgan Stanley und CitiGroup überlegen beispielsweise, den Bitcoin-Handel zu ermöglichen oder Bitcoin-Anlageprodukte anzubieten.

Was angeblich für den Bitcoin spricht

An Argumenten für den Bitcoin fehlt es offenbar nicht:

  • Im Unterschied zu Banküberweisungen sollen Bitcoin-Transfers anonym sein, weil der Name eines Kontoinhabers nicht zentral gespeichert und damit nicht unmittelbar ersichtlich ist.
  • Bitcoin gilt als bankenunabhängig und soll so vor einem möglichen Zusammenbruch des Bankensystems schützen. Es wird auf die Finanzkrise 2008 verwiesen, welche die skeptische Sicht auf Banken verstärkt hat. Des Weiteren wird häufig darauf hingewiesen, dass im Rahmen der Zypernkrise 2013 zur Sanierung der zypriotischen Banken die Einlagen der Kunden herangezogen wurden. Beim nächsten Bankencrash könnten Kundeneinlagen wieder ernsthaft in Gefahr geraten.
  • Bitcoin wird als Geld der Zukunft dargestellt, weil es in einer digitalisierten Welt auch digitales Geld geben muss.
  • Die Menge an Bitcoins ist auf 21 Millionen Einheiten begrenzt. Krypto-Anleger erwarten deshalb mittel- und langfristig einen weiteren Kursanstieg.
  • Bitcoin gilt als Spitzentechnologie, weil zum einen Zahlungsvorgänge einfacher, schneller und kostengünstiger abgewickelt werden können. Zum anderen gilt die dahinter liegende Blockchain-Technologie als hochmodern. Darüber hinaus soll die dezentrale Struktur von Bitcoin zentralen Systemen wie dem staatlichen Geld überlegen sein.

Was definitiv gegen den Bitcoin spricht

So die Theorie der Bitcoin-Befürworter, aber die Praxis sieht gänzlich anders aus.

Allein die Behauptung, dass Bitcoin Geld sei, ist falsch.

Der Bitcoin ist schlichtweg ein Datenbankeintrag, der aus rein spekulativen Zwecken nachgefragt und extrem volatil ist. Ein Kursgewinn wird gedeutet als Beleg für weitere Kursanstiege. Immer mehr Marktteilnehmer werden von der Angst gepackt, eine einmalige Chance zu verpassen. Deshalb steigt der Kurs weiter. Bitte lassen Sie sich von den in den Medien propagierten vermeintlichen Gewinnchancen nicht blenden, denn schon bald könnte die Stimmung kippen und der Bitcoinkurs zusammenbrechen.

Ein Irrglaube ist auch, dass der Bitcoin anonym sei. Wie bei einer gewöhnlichen Überweisung, wird auch im Bitcoin-Netzwerk jede Transaktion protokolliert. So konnten FBI-Ermittler zum Beispiel einen Großteil der Bitcoin-Erpressersumme beschlagnahmen, die Anfang Mai geflossen ist, als Kriminelle eine Pipeline lahmlegten, die die Ostküste der USA mit Erdöl versorgt.

Wie genau das FBI die Wallet, also die elektronische Geldbörse der Erpresser, in der die Bitcoin gehalten wurden, aufspüren konnte, ist unklar. Aber: Wenn das FBI die Wallet von schwerkriminellen Erpressern finden kann, geht das bei gewöhnlichen Anlegerinnen und Anlegern umso leichter. Schließlich wenden sie keine Verschleierungstaktiken an.

Der Bitcoin gerät ohnehin mehr und mehr ins Visier der Behörden. Die US-amerikanische Steuerbehörde IRS fordert beispielsweise von US-Präsident Joe Biden mehr finanzielle Mittel, um Steuerschulden aus dem An- und Verkauf von Kryptowährungen besser eintreiben zu können.

In Deutschland denkt das Bundesfinanzministerium darüber nach, die Haltefrist bei Kryptowährungen auf bis zu 10 Jahre auszuweiten. Aktuell sind Erträge schon nach einem Jahr steuerfrei.

Und spätestens, wenn Sie sich bewusst machen, dass Bitcoins oft veruntreut werden, sollte klar sein, dass konservative Anlegerinnen und Anleger von Bitcoins besser die Finger lassen, denn Vermögensschutz geht anders.