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Bitcoin und Co.: Die Warnungen häufen sich

Inhaltsverzeichnis

Bitcoin und Co. sind aktuell aus unterschiedlichen Gründen in aller Munde. Sie erinnern sich bestimmt noch an die unzähligen Tweets, welche Tesla-Chef Elon Musk in den letzten Wochen und Monaten verschickte. Besondere Aufmerksamkeit bekamen die Nachrichten rund um das Akzeptieren des Bitcoin als Bezahlmöglichkeit für einen Tesla.

Zunächst kündigte Musk an, dass es diese Bezahloption bald geben würde, dann nahm er wegen des hohen Stromverbrauchs und den damit verbundenen Klimaproblemen wieder Abstand. Jetzt heißt es, Bitcoin sei als Zahlungsmittel für Tesla noch nicht gestorben, woraufhin die Kurse für Kryptowährungen nach oben schossen.

Das Auktionshaus Sothby’s ist bezüglich der Bezahloption mit Bitcoin schon einen Schritt weiter. Hier wir diese Art der Bezahlung bereits akzeptiert.

Auf der einen Seite scheint es also so, als ob Bitcoin und andere Kryptowährungen salonfähig würden. Auf der anderen Seite häufen sich jedoch Schlagzeilen, dass Hacker mit einer Erpressungssoftware Computer verschlüsseln und für die Entschlüsselung Lösegeld verlangen – in Form von Bitcoin.

Von über 60.000 auf unter 30.000 Dollar

Egal, ob Erpresser oder Dienstleister: Wer Kryptogeld als Bezahlung akzeptiert, geht wegen der hohen Volatilität ein enormes Risiko ein. Ein Blick auf den Bitcoin-Kurs zeigt: Im Frühjahr kostete eine Einheit der ältesten und wichtigsten Cyberdevise zeitweise über 60.000 Dollar, heute liegt der Preis bei um die 30.000 Dollar und ist damit ungefähr auf das Niveau vom Jahresanfang zurückgefallen.

Weil Elon Musk mit einem einzigen Tweet den Kurs in ungeahnte Höhen katapultierte oder für einen haltlosen Absturz sorgte, gilt der Tesla-Chef inzwischen als Kursrisiko. Noch gefährlicher für die Kurse von Bitcoin und Co. sind jedoch Meldungen aus China und den USA

China hatte den Handel mit Krypto-Zahlungsmittel bereits 2017 verboten, als erstes großes Land weltweit. Das sogenannten Mining, also das elektronische Erzeugen von Bitcoins und Co. mit riesigen Computernetzwerken, wurde jedoch von Chinas Behörden bis vor kurzem noch geduldet. Inzwischen hat die chinesische Staatsführung zahlreiche Rechenzentren abgeschaltet. Zudem beschränkt die Notenbank zunehmend Handelsmöglichkeiten für Banken und Unternehmen.

Der US-Regierung bereiten vor allem die zunehmenden Lösegeldforderungen Sorgen. Deshalb arbeitet die Biden-Administration an einem Aktionsplan gegen Ransomware-Angriffe, also  Erpressersoftware-Angriffe.

Die Angst etwas zu verpassen, trieb den Höhenflug an

Vor ein paar Monaten noch juckte es bei den stetig steigenden Kursen so manchem Anleger in den Fingern, ebenfalls  bei einer Kryptowährung einzusteigen. Die Angst etwas zu verpassen, trieb die Preise weiter nach oben, pumpte eine gefährliche Blase auf.

Die wachsenden regulatorischen Risiken sowie der jüngste Kursverfall brachten zwar eine Abkühlung, aber bitte machen Sie sich bewusst: Bitcoin und Co. gelten weiterhin als ein extrem risikoreiches Spekulationsobjekt.

Laut tagesschau.de warnt beispielsweise die Schweizer Großbank UBS ihre Kunden vor Investments am Krypto-Markt. Sie empfiehlt Anlegern, sich von Kryptowährungen fernzuhalten und ihr Portfolio aus weniger riskanten Anlagen aufzubauen.

Starinvestor Michael Burry orakelte jüngst, dass dem Bitcoin „die Mutter aller Crashs“ noch bevorstünde. Er argumentiert, dass das Krypto-Universum Probleme mit Leverage-Positionen habe, also mit Anlagen, bei denen Fremdkapital zum Einsatz kommt. Das würde Anlegern ermöglichen, Positionen zu eröffnen, die größter sind als ihr eigenes Kapital.

Warnzeichen ernst nehmen und umdenken

Wir sehen die Entwicklungen am Kryptomarkt ebenfalls mit Sorge und warnen vor möglichen Verlusten. Kryptowährungen werden zwar landläufig als digitales Gold bezeichnet, dienen jedoch nicht wie echtes Gold als sicherer Hafen.