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Bidynator: Blockchain-Erfolg durch historische Uhrwerke

Inhaltsverzeichnis

DuBois et fils fertigt ohne Unterbrechung seit 1785 Uhren. Die älteste Uhrenfabrik der Schweiz bringt seit einigen Monaten historische Uhrwerke in die Blockchain. Mehrere hundert digitale Token wurden dadurch mittlerweile verkauft. Bereits zwei Kampagnen mit fast 1.000 Uhrwerken aus der Fabrik von Adolph Schild wurden erfolgreich beendet. Interessenten konnten dabei ein Uhrwerk erwerben, das als Token in der Blockchain verankert ist.

Der Tokenbesitzer kann später entscheiden, ob er eine Uhr mit seinem Uhrwerk kaufen will. Dazu wird der Kaufpreis des Token gemeinsam mit einem Rabatt abgezogen. Gibt der Tokenbesitzer das Uhrwerk zum Verkauf frei, erhält er eine Vergütung in Höhe des 2,5-fachen des investierten Betrags.

DuBois et fils ist nach eigenen Angaben überwältigt von der enormen Nachfrage. Es möchten sich über diesen Weg mehr Menschen an der Geschichte von DuBois et fils beteiligen als das Unternehmen je erhofft hat. Das Uhrenmanufaktur hat als erstes Unternehmen eine historische Ware mit der Blockchain verbunden, und der Erfolg gibt ihnen bei diesem Konzept Recht.

Bidynator und Co: Dritter Token-Verkauf startet

Die ersten Taschenuhren mit dem Namen DuBois wurden bereits 1751 gebaut – eine Historie, die kaum ein anderes Unternehmen aus der Schweizer Uhrenbranche bieten kann. Direkt nach der Übernahme hauchte der neue Besitzer Thomas Steinemann, der selber lange die Schweizer Geschäfte von Fossil führte, der Uhrenmarke DuBois et fils neue Energie ein. Innerhalb weniger Monate konnte er mehrere hundert Investoren gewinnen, die eine Gesamtsumme von 1,5 Millionen Franken in eines der ersten weltweiten Crowd-Investments über eine Kapitalerhöhung einbrachten. Der Andrang ist damals wie heute groß – mehr als 1.000 Aktionäre aus 31 Ländern gehören heute zur DuBois-Familie.

Eine dritte Tokenisierungs-Kampagne für historische Uhrwerke startet das Unternehmen noch Ende Januar. Das 1942 eingeführte Felsa 692 war das weltweit erste Uhrwerk mit beidseitig wirksamem Aufzug der Automatik und gilt als rares Juwel. 176 Stück aus dem Jahr 1948 kommen zum Token-Verkauf. Aufgrund des damals neuartigen und extrem effizienten Aufzugssystems erhielt es den Namen Bidynator. Ein viertes Uhrwerk ist bereits für die Tokenisierung in Planung.

Uhrenfabrik mit eigener Blockchain-Tochterfirma

Für die Entwicklung der Technologie wurde eine eigene Tochterfirma gegründet, die SwissValueCHain GmbH (SVCH). Denn für Steinemann gibt die Blockchain noch mehr Möglichkeiten als nur Token für historische Uhrwerke: “Dieses Modell – ein digitaler, fälschungssicherer Token – ist für Produkte von Wert eine ideale Möglichkeit, die Echtheit und Authentizität über Generationen fortschreiben zu können”. So finden traditionelle Schweizer Handwerkskunst und modernste Technologie zusammen.

Die Blockchain ist nicht nur zur Dokumentation und Teilhabe an der Wertschöpfungskette oder zum Schutz vor Fälschungen von Uhren gedacht. Der Schritt in das neue Feld dieser Technologie und die Entwicklung einer spezifischen Blockchain-Anwendung ermöglicht DuBois et fils, Werte wie Nachhaltigkeit und historische Verbundenheit im Zeitalter der Digitalisierung glaubwürdig erlebbar zu machen.