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Bitcoin: Diese Umstände könnten dem Kurs Rückenwind verleihen

Die Nachricht aus Russland, sich in Zukunft bei Öl- und Gaslieferungen nur noch in Rubel bezahlen zu lassen, hat in der vergangenen Woche für ordentlich Aufsehen gesorgt. Heißt also, keine Euros und keine Dollars mehr für Energie aus Putins Reich.

Deutschland in der Zwickmühle

Das bringt vor allem Deutschland in eine nicht ungefährliche Zwickmühle, denn nach den offiziellen Statuten und den gemeinsamen Sanktionen gegen die Kriegsführung in Moskau, ist es den westlichen Bündnispartnern verboten, das Embargo zu umgehen und bei der russischen Zentralbank Rubel einzukaufen. Nur muss natürlich auch allen Beteiligten klar, ohne Bezahlung, kein Gas und kein Öl.

Da mutet es schon seltsam an, dass der russische Energiebeauftragte mitteilte, dass neben der russischen Staatswährung auch eine Bezahlung in Bitcoin möglich und akzeptiert würde, um die Energieexporte weiterhin am Laufen zu halten.

Bitcoin-Ruf könnte weiter geschädigt werden

Keine Frage, dass der Bitcoin Kurs sofort positiv reagierte und ordentlich zulegen konnte.

Fraglich nur, sollte es wirklich zu dieser Art von Bezahlung kommen, ob nicht längerfristig der Ruf des Bitcoins weiteren Schaden nehmen könnte?

Viele Fondsmanager der älteren Generation und viele Politiker, wollen mit der Kryptowährung bekanntlich nichts zu tun haben, Vorwürfe wie eine halbseidene „Darknetwährung“ mit der lediglich Waffengeschäfte, Prostitution oder Entführungen bezahlt würden, halten sich somit schon länger im Markt. Zudem dann auch noch die negative CO2-Bilanz beim sog. Mining immer wieder nach außen gekehrt wird.

Da ist es zudem wenig hilfreich, wenn Staaten wie El Salvador den Bitcoin gerne als Staatswährung hätten, wo doch gerade in diesem Land die Korruption äußerst hoch ist und der Ruf des Bitcoins dadurch nicht unbedingt besser wird.

Bitcoin könnte zulegen, aber um welchen Preis?

Sollte es dem Kreml also ernst sein, seine Energieexporte zukünftig mit Krypto- Transaktionen zahlen zu lassen, um so die unerwünschten Sanktionen des Westens zu umgehen, muss auch ins Kalkül genommen werden, das die westlichen Staaten mit Anti- Bitcoin-Aufrufen aufwarten könnten, um so die unerwünschten Aushebelungen der Embargomaßnahmen entgegenzutreten.

Natürlich ist es kurzfristig möglich, sollte der russische Plan wirklich ausgeführt werden, dass der Preis des Bitcoins davon profitieren würde, aber langfristig müssten sich die Bitcoin Anhänger durchaus gefallen lassen, dass ihre präferierte Währung den Beigeschmack einer Schurkenwährung erhält.

Immerhin gibt es aber auch positive Nachrichten

Der einzig positive Effekt in der aktuellen Gemengelage ist, dass auch die ukrainische Regierung beim momentanen Spendenaufkommen, nicht nur Euro und Dollar willkommen heißen, sondern auch eine Spende in Bitcoin und Ethereum möglich ist.

Schön dabei festzustellen, dass auch bekannte „Kryptoianer“, wie der russische Unternehmer Vitalik Buterin (Ethereum-Gründer) den Krieg auf ukrainischem Boden massiv verurteilt und sich leidenschaftlich für die Hilfen in der Ukraine einsetzt.

Ob das allerdings in Zukunft reichen wird, den Digitalwährungen ihren schlechten Ruf zu nehmen, wird sich dabei sicher erst in den nächsten Jahren zeigen.

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Über den Autor
170407 Invest Mick Knauff 72 04
Mick Knauff

Mick Knauff ist seit mehr als 20 Jahren an der Börse aktiv. Seit mehr als 15 Jahren begleitet er das tägliche Börsengeschehen journalistisch und war am Aufbau mehrerer Börsen-Nachrichtenredaktionen beteiligt.

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