GBP/USD: Wann endet die Seitwärtstendenz?

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Im Währungspaar Britisches Pfund in US-Dollar hat sich in den letzten drei Monaten so gar nichts getan. Der „Cable“, wie das Währungspaar unter Devisenhändlern genannt wird, handelt in einer engen Spanne zwischen 1,255 und 1,277 hin und her.

200-Tage-Linie dient (noch) als Unterstützung

Wie im nachfolgenden Tageschart ab Anfang 2023 zu sehen, wurde die blau berechnete 200-Tage-Linie immer wieder genutzt, um dort günstig in das Währungspaar einzusteigen. Damit könnte aber bald Schluss sein. Die rote Abwärtstrendlinie zeigt niedrigere Hochpunkte. Das wiederum deutet darauf hin, dass Währungshändler immer früher dazu bereit sind, ihre am gleitenden Durchschnitt aufgebauten Long-Position abzustoßen.

In den letzten Tagen ist das Währungspaar wieder bis an diese rote Widerstandslinie gestiegen. Jetzt könnte es erneut zu einer Trendwende in Richtung Süden kommen. Diese führt womöglich sogar zu dem Bruch des kurzfristigen und in Grün eingezeichneten Aufwärtstrends.

Abbildung 1: Chartanalyse des GBP/USD-Währungspaares. Angezeigt wird der Tageschart.

Quelle: aktienscreener.com

Selbst wenn das GBP/USD-Währungspaar weiter steigt, wäre ein Bruch des roten Abwärtstrends kein großes Kaufsignal. Denn knapp darüber lauert schon wieder die nächste wichtige Widerstandszone ab 1,2777, die dann den Währungshändlern einen weiteren Grund gibt, ihre auf diesem Kursniveau aufgebauten Long-Positionen abzustoßen und Short zu gehen.

Warten Sie auf eine rote Kerze …

Um Short zu gehen, muss das Währungspaar allerdings zuvor eine rote Kerze im Kursverlauf ausgebildet haben. Eine rote Kerze gibt an, wann das Währungspaar gegenüber dem Tageseröffnungskurs niedriger aus dem Handel gegangen ist. Das wiederum deutet auf Verkaufsdruck und Gewinnmitnahmen hin.

Eine solche Kerze ist wichtig, um darauf zu setzen, dass das Währungspaar die Kraft hat, nicht nur den grünen Aufwärtstrend, sondern auch die 200-Tage-Linie aus der ersten Grafik zu unterschreiten. Das Kursziel liegt in diesem Fall im Bereich von 1,20.

… dann könnte die Saisonalität auch in diesem Jahr wieder stimmen!

Kommt es zur entsprechenden Negativ-Kerze darf davon ausgegangen werden, dass die Saisonalität auch in diesem Jahr wieder korrekt ist. Die nachfolgende Grafik zeigt das saisonale Kursverhalten des Britischen Pfund zum US-Dollar für die nächsten 20 Tage. Der Auswertung wurden die letzten 30 Jahre zugrunde gelegt. Wie Sie unschwer erkennen können, weist die Prognoselinie eine Abwärtstendenz auf, die erst Mitte März endet.

Abbildung 2: Saisonale Prognoselinie zum GBP/USD-Währungspaar. Prognostiziert wird der Kursverlauf für die nächsten 20 Tage anhand der Daten der letzten 30 Jahre.

Quelle: Bopp Kapitalmarktstudien

Fazit: Noch bewegt sich das Währungspaar seitwärts, aber das könnte sich bald ändern. Tendenziell soll es zu einem Kursrutsch nach unten kommen. Allerdings muss das Währungspaar erst Schwäche zeigen.