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China verbietet Kryptwährungen: Bitcoin bricht ein

Es ist ein weiterer Schritt in Chinas Kampf gegen den Bitcoin: Nachdem der Handel mit Internetwährungen wie Bitcoin, Ethereum und anderen bereits seit längerem illegal ist und auch die Herstellung, das sogenannte „Mining“, von der Zentralregierung untersagt wurde, hat man dort nun jegliche Transaktion mit Kryptowährungen verboten. Wer sich nicht daran hält, muss von nun an im Reich der Mitte mit strafrechtlicher Verfolgung rechnen.

Damit geht China einen gänzlich anderen Weg als etwa El Salvador: Das kleine Land in Zentralamerika hat den Bitcoin erst vor kurzem offiziell als Währung und somit auch als allgemeines Zahlungsmittel zugelassen.

Regierungen tun sich schwer mit Kryptowährungen

Andere Regierungen tun sich weiterhin schwer im Umgang mit Kryptowährungen. Der Bitcoin wurde als Hybrid zwischen Gold und Zahlungsmittel angelegt, die strikte Mengenbegrenzung soll den Grundwert erhalten, ganz wie beim Edelmetall. Doch als Zahlungsmittel sollen Bitcoin und Co. unabhängig von jeglichen Zentralbanken und damit ohne Regulierung funktionieren.

Die meisten Staaten akzeptieren den Bitcoin daher nicht als offizielles Zahlungsmittel. Stattdessen kommt es in semi-legalen Grauzonenbereichen zum Einsatz, dient der Geldwäsche und illegalen Geschäften für diejenigen, die damit bezahlen. Wer sein Geld in Bitcoin anlegt, hofft auf schnelle Gewinne, kann aber ebenso dramatische Verluste einfahren.

Tesla-Chef Musk als Bitcoin-Flüsterer

Die hohe Volatilität der Kryptowährung steht immer wieder in der Kritik und auch in den Schlagzeilen. So hatte sich der Kurs beispielsweise Anfang des Jahres über mehrere Monate hinweg mehrfach stark anfällig gezeigt für Twitter-Botschaften von Tesla-Gründer und Unternehmenschef Elon Musk. Grundsätzlich outete sich Musk dabei als Bitcoin-Fan, ein Großteil der Quartalsgewinne von Tesla basierte zwischenzeitlich auf glücklichen Bitcoin-Spekulationsgeschäften.

Als Tesla den Bitcoin kurzzeitig als Zahlungsmittel akzeptieren wollte, schoss der Kurs in die Höhe, doch schon kurz darauf folgte die Rolle rückwärts beim Elektroautohersteller – und der Absturz des Bitcoin. Musk war eingefallen, dass das Mining eine verheerende Ökobilanz aufweist und enorm viel Strom verbraucht.

Bitcoin-Kurs erneut auf Talfahrt: Minus 10 Prozent

Auch China hat den Kurs nun einmal mehr auf Talfahrt geschickt. Unmittelbar nach der Ankündigung, dass sämtliche Geschäfte mit Kryptowährungen fortan illegal sind, rauschte der Bitcoin um mehr als 6 Prozentpunkte in die Tiefe. Auf Monatssicht hat der Bitcoin mehr als 10 Prozent an Wert eingebüßt. War ein Bitcoin am 6. September noch 52.500 US-Dollar wert, sind es mittlerweile nur noch rund 42.000 Dollar.

Unterdessen arbeitet China weiter an einer eigenen Internetwährung. Diese soll im Gegensatz zum Bitcoin strenger Kontrolle unterliegen. Damit geht die aufstrebende Supermacht einmal mehr einen Sonderweg in Sachen digitaler Entwicklung.

Für Anleger bleibt indes die Erkenntnis, dass in Bitcoin nur investieren sollte, wer nichts zu verlieren hat. Für eine wirkliche Kapitalanlage ist die Kryptowährung viel zu schwankungsanfällig, und eine mögliche hohe Rendite geht – wie so oft – einher mit einem immensen Risiko bis hin zum Totalverlust.

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Über den Autor
Felix-Reinecke
Felix Reinecke

Nach mehreren Stationen bei renommierten deutschen Tageszeitungen berichtet er seit 2016 regelmäßig für den Investor Verlag über die wichtigsten Ereignisse in der Wirtschaftsbranche - egal ob Mittelstandsunternehmen von der schwäbischen Alb oder IT-Konzern aus dem Silicon Valley.

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