AUD/USD: Zwischen Unterstützung und Widerstand!

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Der Australische Dollar imitiert oft die Bewegungen der Feinunze Gold, speziell zum US-Dollar war das in den letzten Jahren oft der Fall. Aktuell ist das aber nicht so – das AUD/USD-Währungspaar hat den Anstieg im Gold auf ein neues historisches Hoch nicht mitgemacht.

Ein Grund könnten die guten Inflationsdaten aus den USA sein, welche die berechtigte Hoffnung zulassen, dass der Zinserhöhungszyklus der US-Notenbank FED sein Ende findet.

AUD/USD handelt um die 200-Tage-Linie herum

Am Freitag konnte das Währungspaar noch einmal zulegen, nachdem es in den vorausgehenden Tagen zu einem erneuten Kursrutsch unter die 200-Tage-Linie kam.

In der nachfolgenden Grafik ist dieser gleitende Durchschnitt als blaue Linie eingezeichnet. Sie dient als Realtime-Unterstützung und -Widerstand, auch wenn eine Kreuzungsbewegung nach oben oder unten auf den ersten Blick doch etwas stärker aussieht. Fakt ist, dass seit Februar der Australische Dollar zum US-Dollar in einer engen Handelsspanne zwischen 0,647 und 0,69 hin und her handelt.

Diese Handelsspanne wurde im dritten Quartal enger. Aktuell handelt das Währungspaar zwischen 0,66 und 0,69.

In der Abbildung sind diese Zonen als hellgrüne Unterstützungszone und hellorange Widerstandsbereich eingefügt.

Abbildung 1: Chartanalyse des Australischen Dollar zum US-Dollar. Angezeigt wird der Tageschart.

Quelle: aktienscreener.com

Doppeltop und Doppelboden verweisen auf Seitwärtstendenz

Zweimal endete der Anstieg im Bereich von 0,69. Diese beiden Hochpunkte bilden ein doppeltes Top aus. Normalerweise soll es, wenn das Tief zwischen diesen beiden Hochpunkten unterschritten wird, kräftig nach unten gehen. Da dieser Bereich jedoch eine massive Unterstützungszone darstellt, könnte sich mit dem Tiefpunkt am Freitag dort ein doppelter Boden ergeben, der wiederum nach oben zeigt. Die Hoch- oder Tiefpunkte müssen nämlich nicht unbedingt genau auf gleichem Kursniveau kommen. In der Nähe zum ersten Hoch oder Tief ist bereits ausreichend.

Genau das ist bei den beiden Tiefpunkten der Fall. Ich gehe davon aus, dass sich der Australische Dollar zum US-Dollar wohl bis zum Jahresende zwischen den hervorgehobenen Zonen hin- und herbewegen wird – ich prognostiziere somit eine Fortsetzung der aktuellen Seitwärtstendenz.

Unterstützungszone könnte ein weiteres Mal angetastet werden

Die Saisonalität lässt allerdings vorerst doch die berechtigte Hoffnung zu, dass das AUD/USD-Währungspaar noch einmal zurück bis in den Bereich zwischen 0,6600 und 0,6630 fällt, um von dort aus dann wieder zu steigen.

Nachfolgend sehen Sie in der Abbildung die saisonale Prognose für die nächsten 50 Tage. Bis Mitte Dezember soll es saisonal erst einmal nach unten gehen, dann bis zum 7. Januar des nächsten Jahres nach oben, gefolgt von einer Seitwärtstendenz, die bis Mitte Februar andauern könnte.

Abbildung 2: Angezeigt wird die Saisonalität des Australischen Dollar zum US-Dollar für die nächsten 50 Tage.

Quelle: Bopp Kapitalmarktstudien

Fazit:

Wer dieses Währungspaar kurzfristig handeln will, könnte gut bedient sein, bei einem Rückgang in die Unterstützungszone eine Long-Position zu eröffnen, um diese auf dem Weg nach oben bis in den Widerstandsbereich zu halten. Dort empfiehlt sich die Positionsschließung sowie möglicherweise die Eröffnung einer neuen Short-Position.

Allerdings gebe ich zu bedenken, dass in dieser Woche die US-Notenbank über die weitere Vorgehensweise in punkto Leitzinsen entscheidet. Das kann für massive Volatilität sorgen, die eine entsprechende Position gefährlich werden lassen könnte.