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OTC: Außerbörslicher Handel

OTC bedeutet Over the counter und frei übersetzt „über dem Tisch“. Dabei handelt es sich um Geschäfte, die nicht über eine regulierte Börse abgewickelt werden, sondern direkt mit der Gegenpartei. Das gilt nicht nur für die Profis, sondern viele von Ihnen haben mit Sicherheit ebenfalls schon OTC Trades gemacht. Je nach Broker heißt es dann Direktgeschäft, Sekundenhandel oder aber auch OTC.

Dabei traden Sie die Optionsscheine oder Hebelzertifikate direkt mit dem Emittenten. Sie sparen die Courtage an der Börse, haben dafür aber auch nicht die Sicherheit einer Handelsüberwachung im Rücken. Da Sie die Optionsscheinpreise vergleichen können, bietet sich der OTC Handel dennoch als vorteilhaft an. Die Ausführung erfolgt sofort und die Kosten sind geringer.

In der Regel haben Sie, nachdem Ihnen der Emittent einen Kurs gestellt hat, einige Sekunden Zeit diesen zu bestätigen. Dann ist der Handel abgeschlossen und das Derivat ge- oder verkauft. Einige Broker bieten mittlerweile den außerbörslichen Limithandel an. Da können Sie Stop Buy oder Stop Loss oder gewöhnliche Kauf- oder Verkaufslimits auch in das OTC System eingeben.

Das gilt nicht nur für Optionsscheine und andere Derivate, sondern auch für unzählige Aktien. Diese können Sie nicht mit dem Emittenten, denn das wäre die jeweilige Aktiengesellschaft, sondern mit einer Wertpapierhandelsbank wie Lang und Schwarz handeln.

In den USA haben nicht regulierte Börsen wie Island mittlerweile einen erheblichen Anteil am Handelsvolumen der Nasdaq. Ich rechne mit einer ähnlichen Entwicklung in Deutschland, wenn die Systeme etwas ausgereifter sind.

OTC Handel: Das sind die Risiken

Durch den OTC Handel können Risiken für das gesamte Finanzsystem entstehen. Dabei meine ich nicht die OTC Trades, die Sie mit Derivaten durchführen, denn diese sind ebenfalls an einer Börse notiert.

Ein mehr oder weniger faires Pricing, jeder hat hier sicherlich schon mit dem ein oder anderen Emittenten schlechte Erfahrung gemacht, ist somit garantiert. Die Emittenten, die Ihnen die Papiere verkaufen, passen Ihr Risikomanagement demnach an. Denn diese müssen sich durch Gegengeschäfte absichern.

Grafik: Langfristige Trendentwicklung

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Risiken entstehen dann, wenn es keine Notierung gibt. Dann können die Derivate nicht schnell verkauft werden und es existiert kein Marktpreis. Das Risikomanagement ist erheblich schwieriger. Ein Hedgefonds kann sich unter Umständen überheben und umkippen.

Das kann das Finanzsystem nicht kippen, aber eventuell für einige Turbulenzen sorgen. Solche OTC Werte Derivate existieren im Bereich der Kredite. Risiken werden hier per Option weiterveräußert.

Problematisch wird es, wenn ein Marktteilnehmer zu viele gleichartige Risiken erwirbt. Das wird als Klumpenrisiko bezeichnet und kann sich auf eine Branche, Region oder ein Unternehmen beziehen. Kommen dann Probleme in dieser Branche, Region oder bei dem einzelnen Unternehmen auf, wird es gefährlich.

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