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Der Wert des Geldes wird weiter erodieren!

In Deutschland ist die Inflation zuletzt über die Marke von vier Prozent geklettert. So stark haben die Verbraucherpreise zuletzt Anfang der 90er zugelegt. Schuld daran sind eine ganze Reihe von Gründen wie die Rücknahme der Mehrwertsteuersenkung aus dem Jahr 2020 oder der durch die Pandemie beeinträchtigte Welthandel. Am gravierendsten wirken sich indes laut Medienberichten die explodierenden Gaspreise aus.

All diese Faktoren machen sich auch in den anderen EU-Staaten bemerkbar. Eurostat beziffert den Durchschnittswert im September über alle Mitgliedsstaaten hinweg auf 3,6 Prozent. Besonders betroffen sind die osteuropäischen Staaten, allen voran das Baltikum. Auch in den USA wird die Inflationsrate vor allem von den Energiepreisen befeuert. Auf die steigenden Inflationsraten müssten die internationalen Notenbanken eigentlich mit Zinserhöhungen reagieren, um die Geldwertstabilität zu schützen. Aber tun die „Geldschützer“ das auch?

dos_08.11.2021

Die Europäische Zentralbank spielt Vabanque!

In zahlreichen Ländern steigen die Verbraucherpreise deutlich an. Die Notenbanken halten hierfür die geldpolitischen Zügel in der Hand, um im Sinne der Stabilität des Geldwertes entsprechend gegenzusteuern. Beispielsweise durch eine Drosselung der Geldflut mittels Erhöhung der Leitzinsen. Damit würde die Kreditnachfrage gedämpft und die Geldschöpfung gebremst. Die aktuellen, von der US-Nachrichtenagentur

Bloomberg veröffentlichten Prognosen der internationalen Notenbankzinsen zeigen jedoch, dass die Zentralbanken differierende Strategien verfolgen, im Hinblick auf ihre Zinspolitik.

Die Europäische Zentralbank (EZB) wird ihren Kurs der niedrigen Zinsen mit hoher Wahrscheinlichkeit bis zum Ende des kommenden Jahres beibehalten. Damit lassen sich die Notenbanker von der derzeit hohen Inflation nicht beeindrucken. Das eigentliche Ziel, die Inflationsrate bei einer Marke von rund 2% stabil zu halten wird nach meiner Einschätzung massiv gefährdet. Die EZB-Präsidentin Christine Lagarde vertritt die Sichtweise, dass die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie zu einer Angebotsverknappung in bestimmten Sektoren geführt haben. Sobald diese Effekte abklingen, würde die Inflation auch wieder sinken.

Für unsere Volkswirtschaften und die Bürger ist diese Strategie mit großen Gefahren verbunden. Tritt dieser durch Lagarde erwartete Automatismus nämlich nicht ein, wird das Gespenst der Inflation – und somit der Kaufkraftverlust des Euro – zu einer großen und langfristigen Belastung mit gravierenden Folgen. Nicht nur für unser Geld, sondern im Hinblick auf die Art und Weise wie wir Leben, unsere Bürgerrechte und unsere persönliche Freiheit.

Lebens- und Rentenversicherer geraten zunehmend unter Druck!

Die EZB-Negativzinspolitik hat mittlerweile auch dazu geführt, dass zahlreiche Lebens- und Rentenversicherungen sowie Pensionskassen die damit verbundenen Herausforderungen nicht mehr bewältigen können. Rund 40 Prozent der deutschen Lebensversicherer erzielen keine ausreichenden Renditen mehr, um die Garantieversprechen an ihre Kunden zu decken. Dieser wichtigen Thematik widme ich mich in meiner kommenden Dezember-Ausgabe von Kapitalschutz vertraulich! Klicken Sie hier…

Mein Fazit: Investieren statt Sparen!

Investieren statt Sparen muss die Maxime der Stunde sein. Darüber hinaus gilt es Ihre Investments von Aktien über Edelmetallen bis hin zu Kryptowährungen auch intelligent zu steuern und zu strukturieren.

Kapital- und Steuerschutz-Strategien: Selbstverantwortung statt Staat!

Die Welt von Staaten, Unternehmen und auch Privatpersonen versinkt zunehmend in einem Meer von Schulden. Intelligente Kapitalschutz- und Steuerschutz-Strategien sind vor diesen bedenklichen Rahmenbedingungen die Maxime der Stunde. Die Steueroasen der Gegenwart liegen nicht Offshore, sondern Onshore im eigenen Land bzw. vor Ihrer Haustür. Deswegen habe ich dieser Thematik meinen aktuellen Report „Steuerschutz-Strategien“ gewidmet.

Ihrem persönlichen Steuer-Schutz kommt eine massiv steigende Bedeutung zu. Die Coronavirus-Pandemie führt dazu, dass die Staatsschulden weiter explodieren. Das gilt gerade auch für zahlreiche Länder der Europäischen Union. Am Ende des Tages werden Bürger und Steuerzahler der starken Gemeinschaftsländer wie Deutschland die finanziellen Folgen der Coronavirus-Krise bezahlen müssen.

Setzen Sie deswegen auf intelligente Kapitalschutz-Funktionen und Kapitalschutz-Strukturen. Verlassen Sie sich nicht auf den Staat und seine Schutzfunktionen, diese erodieren zunehmend. Nehmen Sie Ihre Finanzielle Freiheit und Ihre Finanzielle Selbstverteidigung selbst in die Hand. Die fortlaufende Schärfung Ihrer Finanzbildung und Digitalbildung ist dafür eine Grundvoraussetzung, ebenso wie der Einsatz intelligenter Kapitalschutz-Strategien.

Historische Altstadt mit gut erhaltener Bausubstanz – attraktiv für Mieter und Vermieter, © AlexanderStein, pixabay (CC0 Public Domain)

Die faulen Südstaaten von Europa!Notleidende bzw. leistungsgestörte Kredite (Non-Performing-Loans) sind Kredite, bei denen der Schuldner mit der Erfüllung seiner Pflichten bereits in Verzug geraten ist. Diese Kredite müssen als zweifelhafte Forderungen von den Banken zu Lasten ihres Ertrages wertberichtigt werden. › mehr lesen

 

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Über den Autor
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Markus Miller

Markus Miller ist ein gefragter Experte, wenn es um das komplexe Thema internationale Vermögensstrukturierung und die globale Steuerung von Vermögenswerten geht.

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