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Geldmärkte: Warum Turbulenzen drohen und wie Sie jetzt Ihr Vermögen schützen

Inhaltsverzeichnis

Die Lage auf den Märkten spitzt sich aufgrund zahlreicher Krisenherde dramatisch zu. Es brennt an allen Ecken und Enden, sodass viele Anlegerinnen und Anleger extrem verunsichert sind. Strategen rechnen mit anhaltenden Kursschwankungen am Aktienmarkt. Sind Sie diesbezüglich ebenfalls besorgt? Es lässt sich leider nicht schönereden: Die Lage ist ernst und Sie sollten die einzelnen Unsicherheitsfaktoren genau im Blick behalten, damit Sie sich richtig aufstellen können, um Ihr Vermögen zu schützen und zu mehren.

Extremen Einfluss auf die Finanzmärkte hat unter anderem die Geldpolitik der US-Notenbank Fed. Obwohl die Währungshüter in den USA ein konkretes Zinserhöhungssignal aussandten, bleibt es bei einer großen Unsicherheit bezüglich der Zinsenwicklung. Fed-Chef Jerome Powell hat vieles offen und deshalb  Raum für Spekulationen gelassen. Das ist Gift für die Märkte und schürt die ohnehin große Unsicherheit.

Steht ein „aggressiver Schritt“ an?

Am Markt werden inzwischen mindestens vier Zinsschritte in diesem Jahr erwartet, wie hoch diese sein könnten, bleibt ungewiss. Raphael Bostic, Fed-Chef aus Atlanta, spricht in einem Interview mit der „Financial Times“ über die Möglichkeit einer Leitzinsanhebung von 0,5 Prozentpunkten im März, wenn ein „etwas aggressiver Schritt nötig wird, um die Inflation zu bändigen.“ Im Dezember 2021 stiegen laut dem US-Arbeitsministerium die Verbraucherpreise um rund sieben Prozent. Das ist der höchste Zuwachs seit fast 40 Jahren. Neben der Zinswende wird erwartet, dass die Fed ab Sommer ihre Bilanz schrumpft, indem sie auslaufende Staatsanleihen nicht mehr ersetzt.

Dass die EZB wie die Fed eine Zinswende anstrebt, gilt als unwahrscheinlich, aber auch hierzulande geraten die Währungshüter zunehmend unter Druck. Sollte die Inflationsrate trotz der sogenannten Basiseffekte, wie der Wegfall der zeitlich begrenzten Mehrwertsteuerabsenkung, nicht zu einem spürbaren Rückgang der Inflationsrate führen, stünde die EZB mehr denn je unter Zugzwang.

Die Geldpolitik beziehungsweise die ungewisse Zukunft der Geldpolitik der wichtigsten Notenbanken beeinflusst aktuell die Märkte am meisten, aber Sie sollten auch die anderen Unsicherheitsfaktoren im Blick behalten.

Ukraine-Konflikt könnte die Inflation weiter befeuern

Das Säbelrasseln zwischen Russland und den westlichen Großmächten um die Ukraine treibt so manchem Investor oder mancher Investorin den Angstschweiß auf die Stirn. Liegen die Nerven zu sehr blank, könnte eine neue Verkaufswelle ausgelöst werden. Das meint auch Frank Wohlgemuth, Analyst der National-Bank in Essen, der sich im Handelsblatt so äußert: „Eine gewaltsame Grenzverschiebung würde sowohl politisch als auch an den Aktienmärkten starke Reaktionen hervorrufen.“ Wirtschaftlich rechnet er dann kurzfristig mit einem weiteren deutlichen Anstieg der Energiepreise, was die Inflationsrate weiter anziehen ließe.

Darüber hinaus bereitet die hochansteckende Coronavariante Omikron Sorge. Nahezu täglich werden neue Höchststände an Infektionszahlen gemeldet. Ob bald der Höhepunkt erreicht ist oder ob weitere Beschränkungen beschlossen werden, welche die Konjunktur ausbremsen werden, ist völlig ungewiss.

Dass wichtige DAX-Unternehmen wie zum Beispiel Henkel, eher bescheidene Zahlen verkünden, hebt auch nicht gerade die Stimmung. Der deutsche Leitindex DAX verlor in der abgelaufenen Woche zwei Prozent und kassierte den dritten Wochenverlust in Folge. Laut dem Handelsblatt ist dies die längste Verlustserie seit mehr als vier Monaten.