Dividendenaristokraten Teil II
Kürzlich habe ich Ihnen bereits einige der Dividenden-Aristokraten aus den USA vorgestellt. Heute werde ich Ihnen 3 weitere Kandidaten präsentieren, die mit einer kontinuierlich hohen Ausschüttung auffallen. Wenn Sie sich fragen, ob es sich überhaupt lohnt auf die Suche nach aussichtsreichen Dividenden-Kandidaten zu gehen, lesen Sie bitte aufmerksam weiter!
Denn die Frage muss mit einem klaren „Ja“ beantwortet werden. Schließlich haben langfristige Studien (1972 – 2010) klar gezeigt, dass Firmen, die ihre Ausschüttungen kontinuierlich erhöhen, auch in der Kurs-Performance deutlich besser abschneiden. Im Durchschnitt waren dies über den gesamten Zeitraum immerhin 9,6% pro Jahr – und damit 2,3% mehr, als der Gesamtmarkt erzielt hat. Die folgende Beispielrechnung macht deutlich, was das in absoluten Zahlen bedeutet:
10.000 € zu jährlich 7,3% anzulegen bedeutet nach 40 Jahren ein Vermögen von 157.490 €. Doch bei 9,6% jährlichen Wachstum wären aus den 10.000 € in der gleichen Zeit 381.221 € geworden – mehr als doppelt so viel! Der „Zinseszins-Effekt“ ist wirklich beeindruckend und erklärt anschaulich, warum ein Großteil der Einnahmen für den Anleger durch Dividenden-Zahlungen erzielt wird.
In meiner heutigen Analyse stelle ich deswegen 3 weitere sogenannte Dividenden-Aristokraten aus den USA vor:
Pfizer
Der Aktienkurs des Pharma-Riesen Pfizer hat sich seit dem Hoch der Corona-Pandemie mehr als halbiert. Auf Grund der stetigen Dividendenzahlungen hat sich die Dividendenrendite entsprechend erhöht. Seit nunmehr 36 Jahren am Stück hat der US-Pharmakonzern Pfizer Dividenden ausgezahlt – seit inzwischen 15 Jahren wurden die Auszahlung am Stück schrittweise erhöht. Im letzten Quartal wurden pro Aktie 0,43 Dollar je Aktie an die Anleger verteilt. Auf das Jahr hochgerechnet summieren sich die Auszahlungen auf 1,72 USD. Damit beträgt die Dividendenrendite auf dem aktuellem Kursniveau 6,9%.
Für das Gesamtjahr hat Pfizer einen Umsatz 62 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt. Beim Gewinn je Aktie erwartet der US-Konzern ein bereinigtes Ergebnis von 3,0 bis 3,15 Dollar je Aktie in Aussicht. Die Ausschüttungsquote dürfte demnach bei 54% bis 57% liegen. Das aktuelle Kurs-Gewinn-Verhältnis beträgt momentan bei 8.
Universal Corporation
Universal Corporation ist ein weltweit führender Händler und Verarbeiter von Rohtabak, der Tabakblätter direkt von Landwirten kauft, verarbeitet und an große Zigarettenhersteller verkauft. Dabei betreibt das Unternehmen umfangreiche Beschaffungs- und Lieferketten in wichtigen Anbauregionen wie Brasilien, Indien und Afrika, ergänzt durch langfristige landwirtschaftliche Verträge und Investitionen in moderne Verarbeitungseinrichtungen.
An der Börse wird der Konzern aktuell mit 1,3 Milliarden Dollar bewertet. Im letzten Quartal erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 754 Millionen Dollar (+6,1% vs. Vorjahr) und einen Gewinn in Höhe von 34 Millionen Dollar. Inzwischen hat der Konzern seine Dividende 53 Jahre am Stück erhöht. Zuletzt hob Universal seine Quartals-Dividende auf 0,82 Dollar je Aktie an. Auf das Jahr hochgerechnet ergibt sich damit eine Auszahlung von 3,82 Dollar. Die Dividendenrendite beläuft sich auf dem aktuellem Kursniveau auf rund 6,2%.
Chevron
Mit Chevron befindet sich ein Rohstoffkonzern unter den Dividendenaristokraten. Chevron agiert als vertikal integrierter Energiekonzern, der die gesamte Wertschöpfungskette von der Exploration und Förderung von Erdöl und Erdgas (Upstream) bis hin zur Raffinerie und dem Vertrieb von Kraftstoffen und Chemikalien (Downstream) kontrolliert. Durch diesen integrierten Ansatz maximiert das Unternehmen seine Margen und nutzt Gewinne aus der Produktion, um gleichzeitig den Ausbau von Flüssigergas (LNG) und kohlenstoffärmeren Energielösungen voranzutreiben.
Im dritten Quartal gingen bei dem US-Konzern Umsätze von 48,16 Milliarden Dollar durch die Bücher (-1,5% vs. Vorjahr). Unter dem Strich erzielte Chevron einen Gewinn von 3,53 Milliarden Dollar. Entsprechend erzielte der Öl-Riese eine Nettogewinnmarge von 7,35%.
Seit nunmehr 38 Jahren hat der Konzern seine Dividende erhöht. Derzeit beträgt die Auszahlung 1,71 Dollar pro Quartal beziehungsweise 6,84 Dollar pro Jahr. Auf dem aktuellen Kursniveau liegt die Dividendenrendite entsprechend bei 4,4%.