2026 wird erneut ein gutes Jahr für Dividendenjäger

Hand hält einen Beutel mit der Aufschrift "Dividends" vor blauem Himmel.
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Der Höhepunkt der Dividendensaison 2026 beginnt zwar erst im Frühjahr. Schon jetzt ist aber relativ klar, dass sich die Aktionäre deutscher Unternehmen auf ein weiteres starkes Dividendenjahr freuen können.

Nach Analystenschätzungen werden die im DAX und MDAX gelisteten Unternehmen 2026 (für das Geschäftsjahr 2025) voraussichtlich rund 60 Mrd. Euro an ihre Anteilseigner überweisen. Damit dürfte ungefähr das Niveau des Vorjahres erreicht werden.

Zwar gibt es in einzelnen Branchen Kürzungen, insgesamt bleiben die Ausschüttungen jedoch bemerkenswert stabil. Rund zwei Drittel der DAX-Konzerne dürften ihre Dividende halten oder erhöhen.

Versicherer und Banken mit den höchsten Dividendenrenditen

Besonders großzügig zeigen sich weiterhin Versicherer und Banken. Unternehmen wie Allianz und Münchener Rück bieten Dividenden-Renditen von über 4%. Auch die Deutsche Bank plant nach starken Ergebnissen eine deutlich höhere Ausschüttung. Bremsspuren gibt es dagegen bei den Autobauern, die ihre Dividenden teils spürbar reduzieren dürften.

Unter dem Strich bleibt die Dividende ein zentrales Argument für Aktieninvestments. Verlässliche Ausschüttungen sorgen für stetige Erträge.

Ihre Bedeutung wird häufig unterschätzt. Langfristig sind die Dividenden für fast 50% der Aktienerträge verantwortlich. Blicken wir nun noch darauf, wie die Dividendenrendite berechnet wird:

Wie Sie die Dividendenrendite berechnen

Dividendenrendite = Dividende / Aktienkurs

Bei der Berechnung dieser Kennzahl gibt es ein methodisches Problem, das nicht immer befriedigend gelöst werden kann: Berücksichtigt man die zuletzt gezahlte Dividende oder die erwartete Dividende? Die erste Methode hat den Vorteil, dass die Zahlen dann gesichert sind.

Der Nachteil liegt auf der Hand: Aus der alten Dividende lässt sich nicht unbedingt auf die zukünftige Dividende schließen. Wählt man die erwartete Dividenden-Ausschüttung, muss man immer damit rechnen, dass die erwartete von der tatsächlichen Ausschüttungshöhe abweicht.

Achten Sie auf Ihre individuelle Dividendenrendite

Die veröffentlichten Dividendenrenditen beziehen sich in der Regel auf den aktuellen Aktienkurs und die Dividende, die das Unternehmen zuletzt an die Aktionäre ausgezahlt hat. Hat ein Investor die Aktie günstiger als zum aktuellen Kurs gekauft, erhöht sich seine persönliche Dividendenrendite und umgekehrt. Wichtig für Sie ist also nicht die veröffentlichte Dividendenrendite, sondern Ihre ganz individuelle!