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Crash: Das sind die größten Börsenabstürze der Geschichte

Der Einbruch des Dow Jones am Montag, den 05. Februar 2018 war der größte absolute Tagesverlust der Geschichte. Zwischenzeitlich verlor das wichtigste Kursbarometer der Welt fast 1.600 Punkte. Händler sprechen vom „schwärzesten Tag seit Jahren“. Gemessen am prozentualen Verlust war dieser Handelstag aber eher ein kleineres Börsenbeben. Denn die Crashs der vergangenen Jahrzehnte waren um ein Vielfaches größer. Das sind einige der größten Börsencrashs der Geschichte:

19. Oktober 1987: Der schwarze Montag

Die Handelsbilanz der USA hatte durch die Politik von Ronald Reagan einen neuen Rekordstand erreicht. Auch das Handelsbilanzdefizit war auf dem höchsten Stand aller Zeiten. Der Dollar war dagegen schwach und die Inflation lief aus dem Ruder. Die Amerikaner forderten die Bundesbank auf, die Zinsen zu senken. Um damit die eigene Währung zu stärken. Das war der Auslöser für den größten Börsencrash aller Zeiten. Der Dow Jones verlor an einem Tag 22,6 Prozent. Der Deutsche Aktienindex gab um 9,4 Prozent nach. Und der Nikkei in Tokio fiel um zehn Prozent.

14. Dezember 1914: Handelsaufnahme nach Beginn des Krieges

Als 1914 der erste Weltkrieg ausbrach, wurden die Börsen in den USA für vier Monate geschlossen. Um eine Panik und einen Crash zu verhindern. Das funktionierte allerdings nicht so richtig. Als am 14. Dezember der Handel wieder zugelassen wurde, brach der Dow Jones um satte 21 Prozent ein. Auch an den anderen Weltbörsen ging es dramatisch abwärts.

24. Oktober 1929: Beginn der Weltwirtschaftskrise

Obwohl es an dem Tag nicht zu einem dramatischen Kurseinbruch gekommen war, ist dieser Tag in die Geschichtsbücher eingegangen als der Beginn der schwersten Weltwirtschaftskrise und die nachfolgende große Depression. Der große Börseneinbruch folgte einige Tage später. Am 28. Oktober stürzte der Dow Jones um 13,5 Prozent ab. Und mit ihm auch andere Börsen.

19. August 1991: Sturz von Gorbatschow

Der Entmachtungsversuch des russischen Präsidenten Gorbatschow sorgte für ein Börsenbeben in Frankfurt. Aus Angst vor einem Ausverkauf deutscher Aktien durch internationale Investoren stürzte der Deutsche Aktienindex um 9,4 Prozent ab. In den USA fielen die Verluste moderater aus.

16. Oktober 1989: Black Monday für den DAX

Vorausgegangen war ein deutlicher Einbruch an der Wallstreet am 13. Oktober. Die Finanzierung der Übernahme von United Airlines war überraschend geplatzt. Spekuliert wurde, dass auch andere Unternehmen Probleme haben könnten mit ihren Finanzierungen. Am Montag erlebte der Deutsche Aktienindex dann den größten Einbruch seiner Geschichte. Bis zum Ende des Tages verlor der DAX 12,8 Prozent.

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28. Oktober 1997: Asienkrise sorgt für Intraday-Absturz

In den Jahren 97 und 98 erreicht die Asienkrise ihren Höhepunkt. Am Tag zuvor waren die Kurse an der Wallstreet bereits mächtig unter die Räder gekommen. Der Deutsche Aktienindex stürzt während der Sitzung um 13 Prozent ab. Konnte sich im Laufe des Handels aber erholen und schloss mit einem Minus von 8,2 Prozent.

In einigen Fällen waren die Einbrüche von kurzer Dauer. Oftmals führten sie aber zu einer länger anhaltenden Talfahrt oder gar einer Baisse.

 

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Über den Autor
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Thomas Schwarzer

Thomas Schwarzer ist ein Wirtschafts- und Börsenexperte mit ausgeprägter Erfahrung im Wirtschafts- und Börsenjournalismus.

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