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Anlagebarometer: Noch fehlt der Baustein Kryptowährungen!

Wenngleich die Deutschen die aktuelle Lage an den globalen Finanzmärkten nach wie vor als eher unsicher einschätzen – Sorgen um das eigene Vermögen macht sich nur ein geringer Teil der Bevölkerung. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Studie des Marktforschungsinstituts Kantar Emnid im Auftrag von Deutsche Börse Commodities. Insgesamt sehen die Befragten die Situation sogar positiver als vor Ausbruch der Corona-Pandemie. 60 Prozent der Befragten sind laut Anlage-Barometer der Meinung, die aktuelle Situation an den Finanzmärkten sei sehr beziehungsweise eher unsicher – im Jahr 2019 waren es noch 65 Prozent.

Während also mit Blick auf die globale Situation immer noch Skepsis herrscht, fühlen sich die Deutschen beim eigenen Vermögen überwiegend sicher: Nur 18 Prozent gaben an, sich sehr um ihr privates Vermögen zu sorgen. Diese Sorge um das eigene Geld sinkt laut Umfrage mit dessen Höhe: Je größer das Haushaltsnettoeinkommen, desto sorgenfreier sind die Bürgerinnen und Bürger. Meine Meinung ist hierzu: Wer kein oder wenig Vermögen und Einkommen hat, ist natürlich belastet durch Geldsorgen. Ich kenne aber eine Vielzahl an sehr vermögenden Bürgern, die auch Geldsorgen haben, nämlich im Hinblick auf den Kapitalerhalt ihrer Vermögenswerte.

Gold und Immobilien sind nicht genug!

Wichtigste Säule beim privaten Vermögensaufbau ist nach wie vor die eigene Immobilie, gefolgt vom klassischen Sparbrief. Dass dem Gold eine besondere Bedeutung zukommt, zeigt die Resonanz auf die hypothetische “finanzielle Sonntagsfrage”. Gefragt wurde, wie man 25.000 Euro anlegen würde. Hier erklärten 29 Prozent der Befragten, die Summe (oder einen Teil davon) auch in Gold zu investieren – damit ist Gold die zweitbeliebteste Anlageklasse.

Nur “Immobilien” wurden häufiger genannt (32 Prozent), haben seit dem Jahr 2018 (45 Prozent) aber an Popularität eingebüßt. Es folgen Aktien (25 Prozent), Fonds (24 Prozent) und Tages- oder Festgeldkonten sowie Sparbücher (23 Prozent). Für mich sind Gold und Immobilien selbstverständlich wichtige Bausteine im Vermögensmanagement, aber nicht genug.

Mein Fazit: Kryptowährungen haben sich zu einer neuen Anlageklasse entwickelt!

Im Geschäft mit Kryptowährungen bahnt sich eine Zeitenwende an. Nach den Sturm- und Drangjahren mit enormen Kursschwankungen, in denen insbesondere private Anleger auf unregulierten Onlinemarktplätzen gehandelt haben, beginnt eine Ära der Professionalisierung. Institutionelle Anleger forcieren die Weiterentwicklung von Bitcoin, Ethereum und Co. hin zu einer eigenständigen Assetklasse. Die Geschwindigkeit, mit der sich dieser Wandel vollzieht, ist exorbitant hoch. Die neue Anlageklasse der Kryptowährungen rund um Bitcoin, Ethereum und Co. fehlt in dieser Auswertung derzeit noch. Das wird sich schon in naher Zukunft ändern!

Beachten Sie die Regularien und investieren Sie in die Digitalisierung und Tokenisierung!

Es ist intelligent und wichtig, die regulatorischen Rahmenbedingungen zu beachten und auf seriöse und solide Kryptobörsen mit Kryptoverwahr- und Zahlungsverkehrslizenz zu setzen. Ebenso ist es intelligent, in die Digitalisierung zu investieren, beispielsweise in ausgesuchte FinTech-Aktien. Ich bin darüber hinaus davon überzeugt, dass es ein mehrdimensionales Krypto-Geldsystem in der digitalisierten Welt der Zukunft geben wird, basierend auf blockchainbasierten Token. Dezentrale Kryptowährungen wie der Bitcoin werden zu einer Art digitalem Gold. Zentrale Stablecoins von Privatunternehmen – wie beispielsweise Facebooks Diem – werden in Koexistenz neben zentralen Kryptowährungen von Notenbanken existieren, neben zahlreichen weiteren, hochattraktiven und lukrativen Cryptocoins.

Grafik: Langfristige Trendentwicklung

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Über den Autor
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Markus Miller

Markus Miller ist ein gefragter Experte, wenn es um das komplexe Thema internationale Vermögensstrukturierung und die globale Steuerung von Vermögenswerten geht.

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