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7 Regeln, mit denen Sie gut durch den unsicheren Markt kommen

Zurzeit geht es ruppig an den Märkten zu:

Gestern brach der DAX erstmals seit April 2021 die wichtige Marke von 14.800 Punkten nach unten. Sie hatte im vergangenen Jahr im Mai und Oktober als wichtige Unterstützung gedient.

Damit sind weitere Abschläge zu befürchten. Wie geht man mit einer solchen Situation um?

Ich habe für Sie 7 Regeln zusammengestellt, die Ihnen helfen, durch diese schwierige Börsenphase zu kommen.

Regel 1: Wetten Sie nicht gegen den kurzfristigen Trend

Ein Trend hält meistens länger als viele Anleger glauben. Es gibt keinen Grund, sich gegen einen Trend zu stellen.

Derzeit sind die Märkte in einem kurzfristigen Abwärtstrend, und solange es keine Anzeichen dafür gibt, dass dieser beendet ist, sollten Sie sich nicht gegen diesen Trend stellen.

Ein oder zwei gute Tage reichen noch nicht aus, um einen Abwärtstrend zu beenden.

Regel 2: Cash ist King

Schon seit November ist der Markt schwierig. Die Zeit bis heute sollten Sie schon genutzt haben, um schwache Positionen aus Ihren Depots auszusortieren und Cash aufzubauen.

Cash brauchen Sie jetzt aus zweierlei Gründen: Erstens, damit Ihr Depot die Abwärtsbewegung nicht voll mitmacht. Cash glättet die Schwankungen. Zweitens, damit Sie liquide sind, falls die Märkte noch weiter fallen. Dann können Sie Ihre Cashposition nutzen, um Aktien zu Schnäppchenkursen einzusammeln.

Regel 3: Absicherungen sind erlaubt

Auch Absicherungen sind in einer Situation wie dieser erlaubt. Aber übertreiben Sie es nicht! Die Märkte können jederzeit eine Gegenbewegung starten, und dann können Puts auch schnell ins Minus laufen.

Momentan gehe ich nicht davon aus, dass uns eine längere Weltwirtschaftskrise bevorsteht, die die Märkte über Jahre nach unten drückt. Puts sind in der jetzigen Situation deswegen vor allem zur kurzfristigen Absicherung von bestehenden Positionen sinnvoll.

Regel 4: Lassen Sie sich nicht von negativen Nachrichten verunsichern

„Jetzt muss ja alles schlecht werden, schließlich liest man überall nur noch Negatives über die Börse“, denken viele Anleger in Phasen wie diesen.

Doch seien Sie sich bewusst, dass die Nachrichten den Märkten folgen und nicht umgekehrt. Wenn die Märkte schon eine Weile gefallen sind, werden Sie überall nur noch Negatives über die Börse lesen. Wenn die Märkte auf neuen Hochs stehen, überwiegen die positiven Meldungen.

Die Märkte verhalten sich dagegen gerne genau andersherum: Wenn überall nur noch negative Nachrichten zu hören sind, ist der Boden oft erreicht und die Kurse können bald wieder steigen.

Wenn die Presse euphorisch über die Börse berichtet, ist meistens der Höhepunkt erreicht und die Kurse fallen bald.

Regel 5: Greifen Sie nicht ins fallende Messer

Ich gebe es zu: Die aktuellen Kurse sind schon verführerisch, um zuzugreifen. Und wenn Sie noch gar nicht oder sehr gering investiert sind, können Sie die fallenden Kurse  nutzen, um schrittweise erste Positionen aufzubauen.

Aber machen Sie nicht den Fehler, mit massivem Kapitaleinsatz ins fallende Messer zu greifen und Positionen zu kaufen, die immer weiter fallen. Nur, weil eine Aktie 50 % oder sogar 80 % an Wert verloren hat, bedeutet das nicht, dass sie nicht nochmals 50 % abgeben kann.

Regel 6: Geraten Sie nicht in Panik

Phasen wie diese werden oft durch einen panikartigen Ausverkauf beendet: einem rabenschwarzen Börsentag, an dem die Märkte noch einmal richtig in den Keller gehen.

Oft kommt danach schon während des Handelstages oder am nächsten Tag die Wende. Wer an solchen Paniktagen verkauft, verscherbelt seine Aktien zu Spottpreisen an stärkere Marktteilnehmer, die gute Nerven haben und die Kurse nutzen, um wertvolle Aktien billig einzusammeln.

Gerade wenn es während eines Handelstages zu extremen Kursbewegungen kommt, handeln Sie nicht spontan, sondern schlafen Sie lieber noch einmal eine Nacht über einen möglichen Verkauf ihrer Aktien.

Lassen Sie Ihr Handeln nicht von Frust bestimmen

Panik ist etwas, das meistens kurzfristig auftritt, wenn die Märkte plötzlich crashen.

Wenn sich über eine längere Zeit kein Erfolg einstellt, ist es dann der Frust, der Oberhand gewinnt. Wenn Gewinne dahin schmelzen oder Verluste immer größer werden, kommen viele Anleger an den Punkt, an dem sie denken: „Das bringt doch sowieso alles nichts an der Börse, ich verkaufe jetzt alles und rühre keine Aktien mehr an.“

Dieses Denken ist der größte Fehler, den Sie als Anleger machen können. Denn gerade in solchen Frust-Phasen ist der Boden oft nicht mehr weit. Das bedeutet: Dann wäre die beste Zeit, um an der Börse einzusteigen und massive Gewinne zu machen und ganz sicher nicht die richtige Zeit, um auszusteigen.

Grafik: Hände heben den Trend

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Über den Autor
170407 Invest Stefan Lehne 72 10
Stefan Lehne

Stefan Lehne ist der Unternehmer unter den Börsenexperten. Schon während seines BWL-Studiums in den 1990er-Jahren gründete er seine erste Firma, die er nach wenigen Jahren erfolgreich in die USA verkaufte.

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