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Warum Politiker als Analysten nichts taugen

Als Börsen-Analyst habe täglich mit Zahlen zu tun. Dabei geht es im Kern immer wieder um die Frage: Ist eine Aktie fair bewertet oder nicht?  Anhand von zahlreichen Kennziffern, Research-Berichten und Branchen-Analysen erstelle ich dann eine Prognose. Bei Biotech-Unternehmen kommt es in erster Linie auf Wenn-dann-Szenarien an: Wieviel Umsatzpotenzial bietet sich, wenn eine Medikamenten-Zulassung erfolgt? Im Rohstoffsektor nehme ich abseits aller kurzfristigen spekulativ getriebenen Schwankungen die Nachfrage der verschiedenen Industriesektoren unter die Lupe.

Warum Politiker als Analysten nichts taugen

Wenn ich mir aber das Verhalten der noch amtierenden Bundesregierung und der Länder-Ministerpräsidenten bei der Pandemie anschaue, wäre von den verantwortlichen Politikern keiner für den Job eines Analysten geeignet. Wir befinden uns im zweiten Jahr der Pandemie und wir sind auf dem besten Weg in den nächsten Lockdown.

Karnevalsschunkeln ja, Sankt-Martins-Umzüge nein

Wir sind mitten in einer vierten Ansteckungswelle, die wir überwiegend den Impfverweigern und einer zögerlichen und teilweise grotesken Politik zu verdanken haben. Beispiel: Während Karnevals-Anhänger letzte Woche am 11.11.dicht gedrängt feierten, werden Sankt-Martins-Umzüge für Grundschüler abgesagt. Ebenso wenig haben Bund und Länder die letzten Monate genutzt, um rechtlich verbindliche Regeln für 2G am Arbeitsplatz und im öffentlichen Raum zu schaffen.

Pandemische Notlage beendet, aber 12.000 Soldaten wegen Corona-Notlage

Noch-Gesundheitsminister Spahn erklärt die pandemische Notlage für beendet, wegen der bundesweiten Corona-Notlage sollen aber möglichst schnell bis 12.000 Soldaten eingesetzt werden, um die überlasteten Kliniken und Gesundheitsämter zu unterstützen. Was für ein beschämendes Chaos.

Vorausschauend analysieren, statt zögern und dann Panik

Mit so einer Haltung könnte ich mich als Börsen-Analyst vielleicht ein paar Wochen halten. Den Job mache ich aber schon seit über 25 Jahren, und zwar erfolgreich, wie die Auswertungen des unabhängigen Performance-Controlling wieder bestätigt haben.

Wie gefährlich wird die Inflation für die Börsen?Die Inflationsrate in Deutschland ist in diesem Sommer auf den höchsten Stand seit 46 Jahren gestiegen. Die EZB peilt eine Inflationsrate um 2% an. In den letzten Jahren lag diese Rate aber größtenteils darunter, nach der Finanzkrise 2009, spätestens aber 2015 lag die Inflationsrate sogar um negativen Bereich, sprich: Deflation. › mehr lesen

 

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Über den Autor
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Volkmar Michler

Volkmar Michler ist langjähriger Leiter der deutschen Trader-Redaktion. Er studierte Jura, Politik und Geschichte und absolvierte ein betriebs- und volkswirtschaftliche Zusatzausbildung.

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