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Ein Hoch auf Sarah Palin!

MUMBAI, Indien – Die Dow fiel am Montag 208 Punkte – oder etwa 1,3%.

Nach der Pause der der letzten Woche, wird es interessant zu sehen sein, ob sich der Ausverkauf nun fortsetzt.

„Die globalen Aktienmärkte sind in Aufruhr“, heißt es in einer Schlagzeile von CNBC.

„Einen Monat nach Anhebung der Zinsen, sieht sich die Fed einer dunkleren Weltwirtschaft gegenüber“, vermutet ein AP Newswire Bericht. Beides ist nicht wahr.

Die Welt hat sich nicht wesentlich im letzten Monat verändert. Wie wir berichteten liess schon vor einem Monat das Weltwirtschaftswachstum nach. Junk Bonds waren schon damals in Schwierigkeiten… so wie jetzt. Es gab keine wirkliche Erholung in Amerika, weder damals noch heute. Und Sarah Palin ist genau so unterhaltsam.

Wir werden uns gleich noch mit Ihr näher beschäftigen, aber zuerst schauen wir uns die aktuelle Marktsituation etwas näher an.

Hoch und runter

Aktien befinden sich nicht in „Turbulenzen“, wie es die Presse schreibt. Sie fallen einfach. Wir erklärten es einem Reporter von der Economic Times of India gestern:

„Es gibt keinen Grund, sich den Kopf daran zu zerbrechen. Märkte steigen, und dann werden sie nach unten gehen. Und wenn Sie die Zinsen manipulieren und Geld billiger machen als es sein sollte, dann kommen sie genau das.

Das erste, was Sie bekommen, sind höhere Preise, da das billige Geld in die Aktien- und Rentenmärkte fließt. Das zweite, was Sie sehen, sind dann niedrigere Preise, wenn der Boom und die Blasenphase schließlich korrigiert werden.

Das ist nicht wirklich ein Geheimnis. Die Nacht folgt dem Tag. Der Crash folgt dem Boom. Kreditkontraktionen – einhergehend mit niedrigeren Preisen – folgen Kreditexpansionen.“

Der Reporter war unzufrieden.

„Was kann die Politik tun, um einen Ausverkauf zu verhindern?“, fragte er.

Wir lächelten. Anscheinend wollte er nicht wirklich tief in die Thematik einsteigen – etwa ein Viertel von einem „inch“ in ein Thema, das 10 Meilen tief ist.

In den Köpfen der Mainstream-Finanzpresse und der meisten öffentlichen Institutionen sind die Märkte nichts anderes als Computer.

Wenn etwas nicht richtig funktioniert, muss ein Techniker mit der Lösung her. Es müssen einige Tasten dann gedrückt werden. Es muss einen Trick geben, damit alles wieder normal funktioniert.

„Nee. Man kann nicht immer den Konsequenzen seiner Fehler zu entkommen,“ stellten wir fest. Aber wir lassen Sie es damit bewenden. Halten wir die Dinge einfach!

Ein Hoch auf Palin

Zurück in den USA sind wir begeistert davon, dass Sarah Palin erneut in den Ohren der Öffentlichkeit ist.

Wir sind oft nicht sicher, was sie zu sagen versucht. Aber es spielt keine Rolle. Bei Palin ist nicht das Nachenken, das zählt. Es ist das Nichtvorhandensein des Nachdenkens.

Sie zielt darauf ab, alles extrem einfach zu halten – ein kluger Schachzug, denn es gibt einfach genug Einfaltspinsel in den USA, die einen Präsidenten, Vizepräsidenten, und einen ganzen Kongress wählen.

Wir sind immer da, wenn es um die Verteidigung der Armen, Verachteten und den hoffnungslosen Trottel geht. Wir sind ziemlich sicher, dass Palin irgendwo in diese Kategorien hinein passt.

Heute aber geht es uns nicht darum über Ms. Palin zu lachen, sondern sie zu loben.

Wir waren leider nicht in der Lage, die offizielle Unterstützung von Ms. Palin für Donald Trump in der vergangenen Woche zu hören. Aber wir danken Sam Leith, einem Rhetoriklehrer, der uns die wesentlichen Bestandteile der Palin-Rede zusammenfasste.

Die Rede sei wie ein Wunder der „rhetorischen Exzentrik“ gewesen, schrieb er. Es scheint folglich sehr wahrscheinlich, dass sie die Rede selbst geschrieben habe.

„Are you ready to stump for Trump?“, fragte sie. Wir wissen nicht, was sie damit wirklich meint.

„Ihm Geld geben“ – wie „ to plump“ – ist eine mögliche Interpretation. „Für Ihn aufstehen“ ist eine weitere Möglichkeit. Wir wissen es nicht.

Sie erfand bei der Rede auch ein neues Wort:

„Squirmish“

Huh?

Denken Sie nicht zu viel darüber nach. Es steht nun so im Raum wie es eben ist. Wir werden es unserem eigenen Lexikon hinzufügen, zusammen mit ihrer früheren Wortschöpfung „refudiate“ und dem Klassiker von G.W. Bush „misunderestimate.“

Shakespeare erfand Dutzende von Wörter.

Warum nicht auch Sarah Palin?

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Über den Autor Bill Bonner

Im Jahr 1978 gründete Bill Bonner das Unternehmen, welches heute als Agora Inc. bekannt ist.

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