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2017 könnte positiv überraschen

Das Jahr 2016 liegt nun hinter uns. Nicht nur an der Börse werden die meisten froh darüber sein, dass es endlich vorbei ist. Es war ein Jahr voller Aufregungen, Schreckensmeldungen und Tragödien, an die positiven Highlights erinnert man sich kaum.

Und der Blick voraus macht zunächst auch wenig Hoffnung, dass wir Ende 2017 auf ein erfreuliches Jahr zurückschauen werden.

In Europa stehen wichtige Wahlen an (Frankreich, Niederlande, Deutschland), in denen Experten nicht nur einen deutlichen Rechtsruck, sondern auch eine wachsende Front gegen den Euro erwarten.

In den USA tritt der nach wie vor umstrittene Donald Trump seine Präsidentschaft an und in der arabischen Welt sind wir weit von friedlichen Verhältnissen entfernt. Ganz zu schweigen von weiten Teilen Afrikas.

2017 könnte positiv überraschen

Dennoch könnte das kommende Jahr positiv überraschen – schon allein aus der Tatsache heraus, dass die Erwartungen extrem niedrig angesiedelt sind. Sollte sich beispielsweise Donald Trump auf seine Kernziele fokussieren, könnte in den USA ein neuer Wirtschaftsboom starten, der damit auch die gesamte Weltwirtschaft ankurbeln würde.

Eine sich abzeichnende Annäherung an Russland, die unter Noch-Präsident Obama zum Schluss seiner Amtszeit noch einmal schwer belastet wurde, hat sicherlich viele positive Aspekte. Auch in Europa könnten sich die Dinge zum Positiven wenden.

Probleme und Notsituationen schweißen bekanntermaßen zusammen. Die immensen Herausforderungen der Gegenwart schafft man jedenfalls gemeinsam besser als gegeneinander.

Die Hoffnung stirbt zuletzt

So schrecklich die Terroranschläge (z.B. in Paris und Berlin) auch waren, so dramatisch die Finanzlage in einigen Euroländern (vor allem in Griechenland, aber auch in Italien) und so unfassbar der Austritt Großbritanniens aus der EU auch sein mögen, all dies zeigt die Schwachstellen im europäischen Verbund schonungslos auf und treibt die Politik fast schon notgedrungen zu gemeinsamen Lösungen.

Zieht man die richtigen Lehren, kann daraus viel Fruchtbares entstehen. Klar, nach den Erfahrungen der letzten Monate bleiben Zweifel angebracht, doch Merkel & Co. sind ja keine Dummköpfe. Sie sind durchaus in der Lage, die richtigen Schlüsse zu ziehen, wenn sie mehr oder weniger dazu gezwungen werden.

An der Börse könnte 2017 jedenfalls ein überaus erfolgreiches Jahr werden. Mit den Perspektiven einer anziehenden Weltwirtschaft bei einem insgesamt nur moderat erhöhten Zinsumfeld sollten die Aktienmärkte in den USA und endlich auch wieder in Europa noch einmal deutlich Fahrt aufnehmen.

Bleiben dramatische Ereignisse aus, kann der DAX durchaus auf 15.000 Punkte klettern, zumal mehr und mehr Kapitalsammelstellen aus Renten/Anleihen in Aktien umschichten und auch die Rohstoff-/Öl-basierten Staatsfonds wieder massiv in Unternehmensanteile investieren.

Fazit: In 2017 wird sich die Aktien/Fonds-Anlage als neues “Sparbuch“ noch mehr etablieren.

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Über den Autor Jürgen Schmitt

Jürgen Schmitt hat Betriebswirtschaftslehre an der Fachhochschule Fulda studiert und ist Mitbegründer der Beratungs- und Investmentgesellschaft Meconomics.

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