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BYD überholt E-Auto-Riese Tesla!

Inhaltsverzeichnis

Die BYD-Anteilsscheine konnten in den letzten Wochen wieder ordentlich zulegen. Das mag zum einen an guten Absatzzahlen liegen, zum anderen aber auch an den Aussichten, die Goldman Sachs künftig für BYD prognostiziert.

Chinas E-Auto-Hersteller BYD ist es gelungen, seinen US-amerikanischen Hauptkonkurrenten – ja, die Rede ist natürlich von Tesla – im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres beim Absatz von sog. NEVs, also New Energy Vehicles, zu überholen.

Mehr Verkäufe als Tesla

So konnte der chinesische Autobauer insgesamt in der ersten Hälfte dieses Jahres mehr als 641.000 NEVs ausliefern, ein Plus von 315% zum Vorjahreszeitraum. Damit hat BYD seinen Titel als führender E-Fahrzeug-Hersteller in China – hinsichtlich der Verkaufszahlen – sicher. Der Konzern wächst demnach rasch und angelt sich mehr und mehr Marktanteile.

Der von Werkschließungen im Reich der Mitte geplagte US-E-Auto-Produzent Tesla setzte hingegen im ersten Halbjahr „nur“ etwas mehr als 564.000 Fahrzeuge ab.

Erst kurze Zeit vorher verkündete der BYD-Konzern, dass das diesjährige Gesamtjahresziel bei den Verkäufen sich auf 1,1 bis 1,2 Mio. neue Energiefahrzeuge belaufe – davon 600.000 reine E-Autos und 500.000 bis 600.000 Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge.

Goldman Sachs hat BYD in den Fokus genommen

Die US-amerikanische Investmentbank Goldman Sachs hat sich jüngst zu BYDs Wachstumsaussichten im Bereich der NEVs (New Energy Vehicle) zu Wort gemeldet. Dass der Auto- und Batteriehersteller heutzutage bereits unter die wertvollsten Autoproduzenten weltweit gehört und einen Börsenwert von umgerechnet fast 43 Mrd. Euro (Stand 06.07.) aufweist, ist fakt.

In einer neuen Studie geht die US-Bank nun davon aus, dass BYDs Marktanteil an NEVs von 26% im ersten Jahresviertel 2022 auf 36% im nächsten Jahr anziehen wird. 2025 soll er dann bereits bei 45% liegen und laut den Schätzungen von Goldman Sachs im Jahr 2030 dann bei 52%. Die Bank begründet ihre Rechnungen mit dem guten Gemisch aus konzerneigenen Komponenten, der Kapazitäten von BYD sowie dessen breitgefächertem Portfolio. Die BYD H-Aktie belässt Goldman Sachs indes bei der „Buy“-Einstufung sowie auf der „Conviction List“.

Aber auch bei BYD läuft nicht alles reibungslos

Dennoch setzte Goldman Sachs die Absatzschätzungen für Fahrzeuge im laufenden Gesamtjahr schon vorab um 9% herab auf 1,5 Mio. BYD rief das gleiche Ziel aus. Auch beim Ergebnis je Anteilsschein ging die US-Bank um 12% runter auf 2,58 Yuan.

Denn zuletzt gab es Probleme bei der Produktion in einem Werk in China, sodass die Gesundheit dortiger Anwohner beeinträchtigt worden ist. Dazu müssen regulatorische Anforderungen erfüllt werden.

Gute Zukunftsperspektiven – was die Zahlen unterstreichen

BYD hat mit den starken Absatzzahlen wieder einmal seine gute Position im Weltmarkt für E-Fahrzeuge hervorgehoben und konnte sogar Tesla beim Absatz im ersten Halbjahr überholen. Ob das künftig so bleibt, bleibt abzuwarten. Der Kampf um den Spitzenplatz geht weiter.

Außerdem sollte BYD dank anziehender Marktnachfrage sowie der raschen Verbreitung von E-Autos im Heimatmarkt mitunter der größte Profiteur steigender Absatzzahlen sein.