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Ein echter Krisengewinner: Die Aktie konnte ein neues Allzeithoch markieren

Wenn wir rückblickend auf die Auswirkungen der Corona Pandemie schauen, dann ist klar erkenntlich, dass Hello Fresh aus Berlin ein klarer Krisengewinner ist.

Das wird auch besonders deutlich, wenn wir uns den Kurs der Aktie anschauen, die erst letzte Woche bei 96,48 Euro ein neues Rekordhoch markieren konnte.

Das Geschäft brummt – auch international

Gegründet 2011 von Dominik Richter, Thomas Griesel und Jessica Nilsson, konnte sich der Kochboxenversender besonders während der Lock- und Shutdown-Maßnahmen eine einzigartige Marktposition verschaffen und beliefert dabei ja nicht nur Deutschland sondern auch die USA, Großbritannien, Niederlande, Belgien, Österreich und Australien.

Somit werden monatlich Millionen an Kochboxen ausgeliefert, um hungrige Mägen zu füllen und trotzdem dabei noch Wert auf frische Zutaten, zu legen.

Frei nach dem Geschäftsmotto und Werbeslogan des Unternehmens:

„Frische Zutaten von ausgewählten Lieferanten, ohne Zwischenstopps zu Dir nach Hause. Genieße jede Woche beste Zutaten und abwechslungsreiche Rezepte, von Profi-Köchen kreiert!“

Eine Geschäftsidee, die ankommt. Und durch ihre Abwechslung mag diese Idee so manch geplagter Hausfrau und detailverliebtem Hobbykoch dann doch Entlastung bescheren, von der Pflicht selber zum Einkauf zu müssen und sich täglich was Neues für die Lieben zu Hause einfallen zu lassen.

Analysten überzeugt: Auch nach der Krise ein gutes Geschäft

Dass dieses Geschäft auch nach Corona weiterlaufen wird, davon sind einige Analystenhäuser so fest überzeugt, dass sie direkt mal ihre Kursziele nach oben angepasst haben.

Die Investmentbank Barclays änderte das Kursziel von 92 Euro auf 100 Euro und setzte die Aktie auf „übergewichten“ und ähnlich sieht es wohl auch Kepler Chevreux, die ein Kursziel von 103,60 Euro ausrufen und die Aktie mit „Kaufen“ bestätigen.

Besonders das Jahr 2020 hat dem Unternehmen viele neue hungrige Kunden gebracht und kann mittlerweile auf einen Stamm von knapp 5,3 Mio. Kochboxenempfängern zugreifen.

Kunden, die übrigens immer wieder bestellen, da Hello Fresh durch gezielte Abos einen immer wiederkehrenden Geldzufluss generiert, also Probeessen ist hier nicht unbedingt möglich.

Ist die Aktie zu heiß gelaufen?

Fraglich bleibt für mich jedoch, ob die Bestellwut bei Hello Fresh und die Generierung von Neukunden auch nach Corona noch anhält. Denn irgendwann wird sich die Welt auch wieder normalisieren, der Einkauf fällt leichter und die privaten Küchenchefs werden sich auf ihre eigenen Ideen und Rezepte besinnen.

Noch vor 3 Jahren lag die Aktie bei 12,52 Euro und hat seitdem einen exorbitanten Kurszuwachs von über 650% hingelegt, Corona sei Dank.

Dass dieses Wachstum sich in den nächsten Jahren nicht unbedingt beibehalten lässt, sollte zum Nachdenken anregen.

Denn wie lautet schon das alte Sprichwort: „Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird“, und mir ist die Aktie aktuell tatsächlich zu heiß gelaufen.

Dementsprechend meine Empfehlung an alle, die schon Aktionäre sind, es dürfen auch mal Gewinne mitgenommen werden und für alle, die in die Aktie einsteigen wollen, würde ich raten, den Appetit vielleicht aktuell noch etwas zu zügeln, bis es die Papiere wieder günstiger gibt.

3RSD11.06.18

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Über den Autor
170407 Invest Mick Knauff 72 04
Mick Knauff

Mick Knauff ist seit mehr als 20 Jahren an der Börse aktiv. Seit mehr als 15 Jahren begleitet er das tägliche Börsengeschehen journalistisch und war am Aufbau mehrerer Börsen-Nachrichtenredaktionen beteiligt.

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