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Dividende: Deutsche gehen wieder leer aus

Wenn das die AfD wüsste. Die Ausländer sind längst da, und keiner hat es gemerkt. Nach einer Studie von  Ernst & Young befinden sich nur noch 36% der DAX-Aktien in deutscher Hand.

Der Anteil ausländischer Anleger an den deutschen Top-Konzernen ist in den letzten Jahren immer weiter gestiegen, während sich die Deutschen immer mehr von der Börse verabschieden.

Kursgewinne und Dividenden-Reichtum überlässt man gerne anderen, um sich dann darüber zu beklagen, dass die Deutschen nicht genug fürs Alter zurücklegen würden.

Schwacher Euro zieht Investoren an

Die Autoren der Studie betonen: „Das anhaltend starke Engagement ausländischer Investoren beweist, wie sehr die deutschen Konzerne auf dem Weltmarkt geschätzt werden.

Der schwache Euro macht Investitionen für US- und britische Investoren besonders interessant.“

Bis zu 90% der Dividende gehen ins Ausland

Nach Angaben der Schutzvereinigung für Wertpapier (DSW) gehen bei einzelnen Dax-Unternehmen die Dividenden-Ausschüttungen sogar bis zu 90% ins Ausland. Das ist zum Beispiel bei Adidas, Linde, Henkel und SAP der Fall.

Wir reden über eine Rekordsumme von rund 46 Milliarden Euro, die in diesem Jahr an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Nach einer aktuellen Erhebung der DSW zahlen 28 der 30 Dax-Unternehmen mehr Dividende als im letzten Jahr.

Ausnahme sind lediglich Commerzbank und RWE. Das ist besonders bitter für viele Kommunen in NRW, die einseitig auf RWE als Dividendenzahler gesetzt haben.

Aurubis-Aktie verliert im Verlauf des Freitags 1,59 %Nachdem es in den vergangenen Tagen wieder besser für Aurubis aussah, musste der Berg- und Rohstoffkonzern im Laufe des vorigen Handelstages Verluste von 1,59 % einräumen. Die Aktie des Berg- und… › mehr lesen

Dividenden-Aristokraten aus Deutschland

Fresenius ist ein international tätiger Gesundheitskonzern, der unter anderem Produkte und Dienstleistungen für Krankenhäuser anbietet. Seit 25 Jahren hat Fresenius seine Dividende kontinuierlich erhöht.

Ein echter Dividenden-Aristokrat aus Deutschland. Und hat die DWS noch ein interessantes Ergebnis ermittelt: Dividenden-Aktien sind regelrechte Outperformer.

Dividenden-Aktien haben sich seit 2004 mehr als verfünffacht

Der DWS hat zwei Portfolios verglichen: Unternehmen, die keine Dividende ausschütten und Unternehmen mit regelmäßigen Dividenden-Zahlungen. Jetzt raten Sie mal, welche Aktien besser gelaufen sind?

Aktien von Dividenden-Nichtzahlern haben sich seit 2004 mehr als verdoppelt. Die Aktien der Dividendenzahler haben sich im gleichen Zeitraum mehr als verfünffacht. Das ist doch mal eine richtige Alternative für Deutschland.

 

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Über den Autor
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Volkmar Michler

Volkmar Michler ist langjähriger Leiter der deutschen Trader-Redaktion. Er studierte Jura, Politik und Geschichte und absolvierte ein betriebs- und volkswirtschaftliche Zusatzausbildung.

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