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Das ist nicht witzig: Hacker greifen unsere Demokratie an

Beinahe täglich lesen Sie von schweren Cyberangriffen auf Cloud-Systeme, Netzwerke und private Computer. Allein der jüngst freigesetzte Trojaner „WannaCry“ attackierte weltweit rund 200.000 Rechnersysteme.

In Großbritannien etwa fielen stundenweise die Server aus, so dass einige Notfälle nicht behandelt werden konnten. Am Chemnitzer Bahnhof fielen Anzeigetafeln aus und zeigten keine Zugverbindungen mehr an. Stattdessen zeigten die Displays einen Text, der zur Zahlung von 300 US-Dollar aufforderte.

Glücklicherweise hielt sich der Schaden für die betroffenen Nutzer in engen Grenzen. Weltweit haben die Hacker mit „WannaCry“ wohl keine 100.000 Euro erpresst. Deshalb fühlen sich viele Zeitgenossen von diesem Thema nicht konkret betroffen und bedroht.

Hinzu kommt, dass wir die Schäden solcher Cyberattacken oftmals erst sehr viel später erkennen.

Ein Beispiel: 2013 und 2014 wurde das Internet-Unternehmen Yahoo zweimal massiv aus dem Internet angegriffen. Insgesamt erbeuteten die Cyberkriminellen persönliche Datensätze von rund eine Milliarde Yahoo-Nutzer.

Diese Daten, vor allem die E-Mail-Adressen, nutzten die Kriminellen, um weitere Attacken im Internet zu fahren. So wurden z.B. Spam-Mails kriminellen Inhaltes von den erbeuteten Yahoo-Mails versendet. Für den betroffenen Nutzer war das nicht sehr angenehm.

Am Ende musste man seine E-Mail-Adresse wechseln. Wie gesagt, nicht sehr angenehm, allerdings auch nicht existenzbedrohend.

Die langfristig desaströse Dimension der beiden Cyberangriffe wurde dann plötzlich im vergangenen Jahr offensichtlich. Damals hatte das US-Telekomunternehmen Verizon ein Kaufangebot für die Webaktivitäten der Yahoo vorgelegt.

Insgesamt wollte man rund 5 Milliarden US-Dollar für die verschiedenen Onlineangebote bezahlen. Gleichzeitig wurden allerdings allmählich die Angriffe der Jahre 2013 und 2014 bekannt. Verizon verstand nun, dass das Internetangebot der Yahoo quasi völlig zerschossen war.

Der Imageschaden für Yahoo war immens.

Was war das Ergebnis? Am Ende bezahlte Verizon nur noch knapp 4,5 Milliarden US-Dollar. Für Yahoo und seine Aktionäre bedeutete der Cyberangriff also einen Schaden in Höhe von fast 400 Millionen US-Dollar. Das hat sich selbstverständlich sofort auf den Kurs der Yahoo-Aktie ausgewirkt.

Jetzt werden sogar Staaten angegriffen und gezielt Wahlkämpfe manipuliert

Mittlerweile drehen die Cyberkriminellen an einem ganz großen Rad. So greift man bevorzugt die Netzwerke staatlicher Einrichtungen an. Daneben werden immer öfter Politiker und deren Parteien zum Opfer massiver Angriffe.

Vor allem in Wahlkampfzeiten sind die Serversysteme der Parteien und ihrer Kandidaten in besonderer Gefahr. Offensichtlich wollen hier dunkle Kräfte Einfluss auf die Entscheidung der Wähler nehmen.

Beispiel USA: Hier wurde gezielt die elektronische Kommunikation der demokratischen Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton erbeutet und anschließend im Internet veröffentlicht. In den Meinungsumfragen holte plötzlich ihr Konkurrent Donald Trump spürbar auf.

Wir können getrost davon ausgehen, dass der Präsident der USA ohne diese sogenannte E-Mail-Affäre heute eine andere wäre. Fakt ist: Die Wahlentscheidung der Amerikaner wurde massiv von außen beeinflusst.

Eine ähnliche Attacke haben wir jüngst im französischen Präsidentschaftswahlkampf gesehen. Hier wurden Daten vom Server des Spitzenkandidaten Macron entwendet und ebenfalls im Internet veröffentlicht.

Glücklicherweise fand die Attacke rund 24 Stunden zu spät statt, so dass die Medien in Frankreich nicht mehr berichten konnten und durften. Im Kern allerdings war dieser Angriff geeignet, das bisherige Stimmungsbild in Frankreich zu drehen.

Das ist definitiv nicht lustig und erschüttert unsere Demokratie in den Grundfesten. Denn ab jetzt zählt ein klug lancierter Angriff im Internet mehr als unsere Stimmen in der Wahlkabine.

Ich erwarte nun im bevorstehenden Bundestagswahlkampf schwere Attacken auf die Server der CDU und möglicherweise auch auf die Systeme der SPD. Auch hier wollen dunkle Mächte den Wahlausgang in ihrem Sinne beeinflussen. Wir alle müssen jetzt auch als Bürger wachsam sein!

 


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Über den Autor
Alexander von Parseval

Der Augsburger Vermögensverwalter entstammt einer alten französischen Bankiersfamilie, deren Wurzeln bis in die Spätrenaissance zurückreichen.

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