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Cyberangriffe: So können Sie von der Bedrohung profitieren!

Die Corona-Krise hat die Digitalisierung in bislang ungekanntem Tempo beschleunigt. Doch die umfangreiche Vernetzung bringt auch Gefahren mit sich – für die Verbraucher, natürlich aber auch für die Unternehmen. Denn diese geraten immer häufiger ins Visier von Hackern.

Bestimmt erinnern Sie sich noch an den Cyberangriff auf den Dufthersteller Symrise. Im Dezember hatten sich Angreifer Zugriff auf dessen IT-System verschafft und den Betrieb des Konzerns zeitweise zum Stillstand gebracht. Für Symrise ging die Attacke mit bitteren Umsatzdellen einher und natürlich auch mit einem Rücksetzer des Aktienkurses.

Sie als Anleger sollten deshalb das Thema Cyberangriffe mehr denn je auf dem Schirm haben. Nicht zuletzt bieten Sich hier auch interessante Investmentmöglichkeiten. Dazu aber später mehr.

Bitkom-Studie: Fast alle Unternehmen von Cyberangriffen betroffen

Zunächst wollen wir Ihnen aber eine interessante  Studie des Digitalverbands Bitkom vorstellen, die die Ausmaße der Hacker-Problematik für die Wirtschaft ziemlich gut darlegt. Demnach sind nicht nur die großen Konzernen von solchen digitalen Angriffen betroffen, sondern nahezu die gesamte Wirtschaft. Laut Bitkom waren 2020 und 2021 fast neun von zehn Unternehmen von Datenklau, Spionage und Sabotage betroffen.

Grund für den enormen Anstieg sind demnach vor allem Erpressungsvorfälle verbunden mit dem Ausfall von Informations- und Produktionssystemen sowie der Störung von Betriebsabläufen. Dabei handelt es sich in der Regel um sogenannte Ramsomware-Angriffe. Dadurch werden Computer und andere Systeme so lange blockiert, bis der Betreiber zum Beispiel ein Lösegeld bezahlt.

Mega-Schäden während der Pandemie

Laut der zwischen Januar und März erhobenen Studie resultiert das in Milliardenschäden. Demnach war die Schadenssumme mit etwa 223 Milliarden Euro pro Jahr zuletzt mehr als doppelt so hoch wie in den Jahren 2018 und 2019. Jedes zehnte Unternehmen sieht gar seine geschäftliche Existenz durch die Attacken bedroht, so eine im Rahmen der Studie durchgeführte Umfrage unter Führungskräften.

Extremes Potenzial für uns Anleger

Für uns Anleger geht das natürlich mit Risiken einher – aber auch mit Chancen. Denn: Die Firmen, die Lösungen zum Kampf gegen Hackerangriffe bereitstellen, sind derzeit gefragt wie nie. Einer Studie des Dateninformationsdienstes „P&S Intelligence“ zufolge dürfte der weltweite Markt für Cybersecurity bis 2030 auf 433 Milliarden Dollar wachsen. Zum Vergleich: 2019 hatte das Volumen nur bei 120 Milliarden gelegen.

Fortinet und Palo Alto Networks – hochmoderne Firewalls

Sie können über diverse Einzelaktien auf diesen boomenden Markt setzen. Zu den Bekanntesten zählen sicherlich Fortinet und Palo Alto Networks. Die Konzerne bieten Sicherheitsplattformen, über die Firmenkunden Zugriff auf höchst fortschrittliche Firewalls erhalten. Zudem vertreiben die beiden Cybersecurity-Spezialisten Analysewerkzeuge, mit denen IT-Abteilungen Schwachstellen im Netzwerk schon vor den eigentlichen Angriffen ausfindig machen können.

Zscaler – der Cloud-Schützer

Eine weitere interessante Einzelaktie ist Zscaler. Das börsennotierte Unternehmen betreibt ein globales Netzwerk für Firmenkunden, das sich der Verbesserung der digitalen Sicherheit verschrieben hat. Zscaler unterstützt seine Kunden unter anderem bei der sicheren Migration von Daten in die Cloud und schirmt diese über hochmoderne Firewalls vor unerwünschten Zugriffen ab.

Nach eigenen Angaben ist Zscaler inzwischen für die Absicherung von mehr von als 400 der Forbes-Global-2000-Unternehmen verantwortlich. Ein prominenter Kunde ist beispielsweise Siemens. Der Konzern nutzt die Security-as-a-Service-Lösung der US-Amerikaner, um den gesamten Datenverkehr der 300.000 Mitarbeiter rund um den Globus zu sichern.

NortonLifeLock – Sicherheit für Privatanwender

Aber auch in Sachen Privatkunden gibt es interessante Investmentmöglichkeiten. Hier ist vor allem NortonLifeLock führend. Dessen wohl bekanntestes Produkt ist die gleichnamige Antivirus-Software, die weltweit etwa 50 Millionen private Rechner vor Angreifern schützt.

Erst vor wenigen Tagen hat Norton übrigens angekündigt, für mehr als acht Milliarden Dollar den Wettbewerber Avast zu schlucken. Zusammen sollen die beiden Konzerne auf eine halbe Milliarde Nutzer kommen.

Fazit für Sie: Unternehmen geraten immer häufiger ins Visier von Hackern. Die Firmen müssen deshalb auf eine umfassende Sicherheit ihrer IT-Systeme setzen, ansonsten sind sie Freiwild. Davon wiederum profitieren einige Konzerne, die uns Anlegern hübsche und langfristige Renditen sichern können.

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Über den Autor
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Marco Schnepf

Börse aus Leidenschaft: Marco Schnepf analysiert seit Jahren das tägliche Geschehen an den Kapitalmärkten.

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