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3,9% Inflation: Negativer Realzins treibt Anleger in Aktienmärkte

Gespannt schaute letzte Woche die gesamte Finanzwelt nach Jackson Hole, wo sich die Zentralbanker alljährlich ihr großes Stelldichein geben. Wie von mir vermutet, entwickelte sich das Treffen der obersten Währungshüter, das auch dieses Jahr wegen Corona wieder online stattfand, zu einem regelrechten Non-Event – gerade für die Anleger, die auf erste Signale einer deutlich anziehenden Geldpolitik gehofft und damit auf fallende Notierungen gesetzt hatten.

FED-Chef Jerome Powell befindet sich zurzeit in einem echten Dilemma

Zieht er die Zinsen an, werden viele Unternehmen und Länder ihre immensen Schuldenberge kaum noch abtragen können. Belässt er alles so wie gehabt, wird die Inflationsrate weiter steigen.

Da hilft nur Abwarten und Tee trinken!

Diesen Schachzug nutzte Jerome Powell. Mit seinem Nichthandeln beruhigte er einerseits die Märkte, signalisierte aber gleichzeitig, dass es noch in diesem Jahr zu einer Reduzierung der Anleihekäufe kommen könnte. Dies käme aber keiner Zinswende gleich, denn Corona und seine unkalkulierbaren Folgen seien noch nicht vom Tisch.

 

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Über den Autor
170407 Invest Cliff Michel 72 04
Cliff Michel

Cliff Michel, 44 Jahre alt, ist studierter Betriebswirt und seit Jahren an der Börse aktiv. Seit nunmehr 12 Jahren betreut und berät er renditeorientierte Anleger.

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