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Wie Sie vom Megatrend E-Mobilität profitieren

Inhaltsverzeichnis

Der Bedarf an E-Autos steigt. Deshalb gibt es aktuell auch einen Hype rund um Investitionen in die E-Mobilitäts-Branche. Sind Sie noch auf der Suche nach einer interessanten Aktie aus diesem Bereich für Ihr Portfolio?

Dann lohnt ein Blick nach China, auf NIO, einem großen chinesischen Elektroautokonzern, der im Dezember seine neue E-Limousine vorgestellt hat.

NIO hat einen Börsenwert von 42 Milliarden Euro. Der Umsatz der letzten neun Monate lag bei 4 Milliarden Euro. Ein reines Spekulationsobjekt ist NIO nicht mehr. Immerhin wurden 2021 doppelt so viele Fahrzeuge wie 2020 verkauft, nämlich 92.000. Tesla verkauft allerdings noch das 10-fache an Autos, VW das 100-fache, aber: NIO wächst und zahlreiche Analysten denken, dass das Wachstum noch lange anhalten könnte.

Das Wachstum ankurbeln sollen neue Modelle, zum Beispiel der ET5, der als ernst zu nehmender Konkurrent für das Model 3 von Tesla gehandelt wird. Der ET5 punktet mit einer hohen Reichweite von 1.000 Kilometern. Das sind 400 Kilometer mehr als beimTesla Model 3.

Laden war gestern

Für den NIO spricht zudem der günstige Preis von 36.000 Euro, allerdings ohne Batterie. Diese kann im monatlichen Abo hinzugebucht werden. Einzigartig bei NIO ist, dass die Batterien nicht aufgeladen, sondern binnen vier Minuten ausgetauscht werden. Dafür fährt das Auto von selbst in die Tauschstation ein, eine Maschine – von unten aus dem Boden kommend – nimmt die leere Batterie heraus und setzt eine neue ein. Alternativ können die Batterien jedoch auch klassisch aufgeladen werden.

Der Erfolg von NIO und damit auch der Erfolg eines möglichen Investments Ihrerseits hängt vor allem von den Antworten auf diese Fragen ab:

Kann NIO eine Massenproduktion aufstellen? Kann das Unternehmen irgendwann statt 90.000 auch 900.000 oder 9 Millionen Autos bauen?

Und gelingt darüber hinaus die profitable Herstellung der Autos und der Ladestationen? Denn aktuell macht NIO noch Verluste und das nicht zu knapp. In den letzten neun Monaten waren es 250 Millionen Euro.

Günstiger als Tesla

Für Investoren, die denken, dass NIO sowohl die Massenproduktion als auch die profitable Herstellung meistern wird, könnte der E-Auto-Konzern ein interessantes Investment sein, das zudem im Vergleich zu Tesla mit einem günstigen Preis punktet.

Teilt man nämlich den Börsenwert durch die Anzahl der produzierten Autos, kommt man zu diesem Ergebnis: Bei NIO kostet ein Auto an der Börse 460.000 Euro, bei Tesla sind es 990.000 Euro.

Nicht außer Acht lassen sollte man allerdings, dass bei VW ein Auto an der Börse nur 14.000 Euro kostet. Für einen Schnapper kommen also doch eher traditionelle Autobauer in Betracht, aber da würde dann nicht der Trend zur E-Mobilität bedient.