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Warum diese deutschen Automarken jetzt zittern müssen!

Inhaltsverzeichnis

Die deutschen Autobauer setzen bei der Elektromobilität vor allem auf teure Modelle. Kein Wunder, lassen sich dadurch doch die Gewinnmargen  aufpolieren. Doch nun könnten Mercedes und Co. die Premium-Offensive auf den Fuß fallen.

Sie werden es vielleicht schon ahnen: Es geht um die staatliche Förderung. Hintergrund: Seit Sommer 2016 gibt es in Deutschland eine Kaufprämie für Elektroautos, die jeweils zur Hälfte vom Staat und von der Industrie finanziert wird. Die neue Bundesregierung aber will diese Subventionen nun neu ausrichten.

Förderungen bald nur noch für günstigere E-Autos

Schauen Sie: Die Ampel-Regierung will ab dem 1. Januar 2023 E-Autos mit einem Nettolistenpreis von bis zu 40.000 Euro nur noch mit jeweils 4.500 Euro bezuschussen. Derzeit sind es 6.000 Euro. Und für Modelle zwischen 40.000 und 65.000 Euro soll es nur noch 3.000 Euro an staatlichen Geldern geben, statt 5.000 Euro.

Das ist aber noch längst nicht alles: Ab dem 1. Januar 2024 sollen Stromer über einem Nettolistenpreis von 45.000 Euro gar nicht mehr gefördert werden. Wie die „Augsburger Allgemeine“ berichtet, werden dann etwa bei Mercedes-Benz nur noch 7 Modelle förderfähig sein. Derzeit sind es demnach 40.

Das habe eine Regierungsantwort auf eine Anfrage des CSU-Bundestagsabgeordneten Ulrich Lange ergeben, heißt es im Medienbericht. Noch stärker betroffen sei BMW. Hier werde sich die Anzahl an förderfähigen Stromer-Modellen von 47 auf 2 reduzieren. Bei Audi gehe es von 13 auf 5 Modelle zurück.

Plug-in-Hybride in der Kritik

Besonders heftig trifft die deutsche Branche demnach der Wegfall der Subventionen im Bereich der Plug-in-Hybride. Jene Förderungen sollen bereits ab dem kommenden Jahr Geschichte sein. Bei Mercedes fallen dann laut Regierungsangaben 68 Plug-in-Modelle aus der Förderung, bei BMW sind es 34 und bei Audi 27 Modelle.

Die Plug-in-Autos stehen ohnehin schon seit Jahren als „Mogelpackung“ in der Kritik. Der Grund: Vor allem auf Langstrecken werden die Hybride in der Regel mit dem integrierten Verbrennungsmotor angetrieben. Der elektrische Antrieb kommt dabei oft zu kurz. Dass das das Ganze von staatlichen Förderungen profitiert, ist den Klimaschützern und nun auch der Bundesregierung ein Dorn im Auge.

Für die deutschen Marken Mercedes-Benz, BMW und Audi ist das natürlich ein Problem – zumindest auf den ersten Blick. Denn die genannten Automarken haben in den letzten Jahren erheblich vom Boom der Plug-In-Hybride profitiert. Immerhin: Die Konzerne haben mit den Hybriden so viel Geld verdient, dass sie nun das finanzielle Polster haben, um die Entwicklung und den Bau reiner Elektroautos massiv zu beschleunigen.

Mein Fazit für Sie

Es bleibt abzuwarten, inwieweit der Wegfall der Subventionen die deutschen Premium-Hersteller belasten wird. Es ist freilich nicht ausgeschlossen, dass das zahlungskräftige Publikum von Mercedes und Co. auch ohne Förderung zugreifen wird. Wie hoch die Bereitschaft ist, einen Aufschlag zu bezahlen, hatte sich zuletzt während der Chip-Krise deutlich gezeigt.

Das hat den Konzernen bislang horrende Gewinnmargen beschert. Bald schon wird sich zeigen, ob das in Deutschland auch ohne bzw. mit weniger staatlicher Hilfe funktionieren kann. Die Chancen dafür stehen meiner Meinung nach gar nicht so schlecht.