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Varta-Aktie: Einmal „to the moon“ und zurück – charttechnisches Bild eingetrübt – trotzdem long gehen?

Inhaltsverzeichnis

Es ist wohl einer auf den bekannten Finanzportalen am häufigsten gesuchten deutschen Nebenwerte und gleichzeitig einer, an welchem sich die Geister scheiden. Auch in den Börsenbrief-Redaktionen gehen die Meinungen der Experten zu dieser Aktie weit auseinander. Die Rede ist von Varta (WKN: A0TGJ5).

Hohe Erwartungen, hohe Volatilität – bei Varta brauchen Anleger starke Nerven

Der traditionsreiche Batteriekonzern aus dem baden-württembergischen Ellwangen ist in den Geschäftssegmenten Microbatteries und Energy Storage Solutions tätig. Als einer der weltweit größten Hersteller von Mikrobatterien für Hörgeräte ist Varta ein Pionier und Marktführer im Mikrobatteriesektor. Und mit dieser Expertise ist VARTA entsprechend bestrebt, seinen Bereich der Mikrobatterien für Hörgeräte auch auf den Wachstumsmarkt für wiederaufladbare Mikrobatterien für die Unterhaltungselektronik und eine Vielzahl an industriellen Anwendungen zu übertragen. Gleichzeitig gilt das Unternehmen mit seinen Speicherlösungen im Wettlauf des grünen Energieausbaus in Europa als einer der ganz großen Profiteure der kommenden Jahre. In diese hohen Erwartungen muss Varta aber erst hineinwachsen. Das birgt Rückschlagpotenzial.

Wer in Varta investiert, muss ganz einfach mit deutlichen Kursausschlägen leben. Denn wenn ein börsennotiertes Unternehmen eine derartige Präsenz in den Medien hat, dann schlägt sich jede Meldung – positive wie negativ – auch massiv in den Aktienkursen nieder.

Die Aktie ist angesichts der deutlichen Kursausschläge in beide Richtungen definitiv nichts für schwache Anlegernerven, wie der Blick auf den Chart zeigt.

Nehmen wir nur mal die vergangenen fünf Monate als Beispiel. Im Mai notierte die Aktie bei 110 Euro. Bis zum August schraubte sich der Kurs bis auf 160 Euro nach oben – ein Plus von 45% innerhalb von nur drei Monaten. Doch dann hieß es ganz abrupt: Absturz! Nach der Veröffentlichung der Geschäftszahlen zum ersten Halbjahr stürzte die Aktie des Batterieherstellers binnen weniger Tage um ein knappes Fünftel ab. Grund: Das wichtige Geschäft mit Mikrobatterien etwa für kabellose Kopfhörer schwächelte. Die Jahresprognose aber ließ das Unternehmen unangetastet. Doch die Aktie gab weiter nach. Mittlerweile wurde die 200-Tage-Linie nach unten durchbrochen.

In den Abwärtstrend hinein hat zuletzt ein Insider stetig Aktien-Positionen verkauft

Hinzu kommt: In den laufenden Abwärtstrend hinein hat zuletzt die dem Aufsichtsrat Dr. Dr. Michael Tojner zuzuordnende VGG GmbH immer wieder Anteile an Varta über die Börse verkauft. Auch wenn es sich dabei um eine Optionsaussübung im Rahmen des beim Börsengang der VARTA AG aufgelegten Mitarbeiterbeteiligungsprogramms handelt, war das vom Timing her eher unglücklich.

Aktuell ist die Aktie exakt auf dem Ausbruchsniveau vom Mai bei 110 Euro wieder aufgesetzt – und so mancher Varta-Jünger dürfte sich nun die Frage stellen:

Ist es Zeit, hier wieder long zu gehen?

Von Seiten der Analysten sieht aktuell nur einer überhaupt noch Potenzial für die Aktie, wie ein Blick auf die aktuellen Analysen der großen Analystenhäuser zeigt. Lediglich die Berenberg Bank spricht sich aktuell für ein Kursziel von 125 Euro aus.

Doch generell ist es nicht der schlechteste Investment-Ansatz, antizyklisch zur aktuellen Konsens-Meinung der Analysten zu investieren. Und die letzte Einstufung liegt ja nun auch schon wieder gut einen Monat zurück. Sollte man jetzt kurzfristig auf eine Gegenbewegung setzen und long gehen?