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Zoom in der Abwärtsspirale

Inhaltsverzeichnis

Es gab Zeiten, da hat die Zoom-Aktie 400 US-Dollar gekostet. Wir haben Sie im laufenden Jahr hier an dieser Stelle immer wieder vor einem Einstieg in den Videokonferenz-Spezialisten gewarnt. Erst Ende Mai, dann im August und jetzt wiederholen wir die Warnung wieder.

Offensichtlich zu recht. Denn mittlerweile notiert das Papier bei nur noch 75 US-Dollar. Die große Herausforderung beim einstigen Corona-Favoriten liegt auf der Hand: Die Konkurrenz von Microsoft, Google und auch Cisco drückt.

Besonders bei den kleineren Unternehmenskunden gelingt dem einstigen Platzhirschen für Videomeetings kaum noch Wachstum. Und so konnten Sie in den vergangenen Quartalen dabei zusehen, wie Zoom immer weniger Umsatzwachstum melden musste.

Mehr Gewinn aber dem Umsatz fehlt die Dynamik

Mit Blick auf die jüngsten Q3-Zahlen sind die Ergebnisse nicht wirklich schlecht. Immerhin konnte die Firma ihr Ergebnis auf 1,07 US-Dollar pro Aktie steigern, während Analysten nur mit 83 Cents gerechnet hatten.

Aber sowohl für das vierte Quartal als auch für das laufende Jahr hat das Management die Umsatzprognose zurückgenommen. Im laufenden Jahr rechnen die Zoom-Chefs mit 4,37 bis 4,38 Milliarden US-Dollar. Zuvor lag die Prognose etwa 200 Millionen US-Dollar höher.

Auch wenn Ihnen bei dieser Korrektur die Dramatik fehlen sollte, sie bestätigt einen negativen Trend. Und dieser Trend trifft auf ein immer noch sportliches KGV von 95,6 für das nächste Jahr!

Zoom steht also für eine ganze Reihe von Tech-Aktien, die durch die Corona-Rally in 2021 nach oben katapultiert wurden und jetzt in der neuen Realität ankommen müssen.  

Chart: aktiensceener.com
Zwar sieht es bei Zoom nach einer Bodenbildung knapp von 70 US-Dollar aus. Aber nur mutige Trader sollten probieren, ob dieser Boden erneut hält.

Fazit: Für seriöse Anleger drängt sich wieder kein Einstieg bei Zoom auf. Eine schwächere Konjunktur mit steigenden Zinsen ist nicht das Umfeld für einen immer noch hochbewerteten Tech-Konzern.