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Corona-Rakete Zoom: Was die Zahlen zeigen!

Inhaltsverzeichnis

Vorab: Es ist nicht so schlimm, wie viele Analysten befürchtet hatten. Der Video-Konferenz-Anbieter Zoom hat sich operativ gemausert, Umsatz und Gewinn gesteigert. Gleichzeitig hat das Management seine Gewinnprognose für das laufende Quartal angehoben.

Summa Summarum: Lassen Sie besser die Finger davon

Also ist es jetzt für Sie an der Zeit, die vermeintlich günstigen Kurse einzusammeln? Immerhin ist der Corona-Gewinner um ganze 85% gefallen!

Auch charttechnisch sieht es ganz so aus, als könnte die Aktie bei 85 US-Dollar einen Boden ausbilden. Sie ahnen es: Jetzt kommt das Aber. Sie müssen wissen: Die Bewertung von Techwerten steht und fällt mit ihrer Wachstumsdynamik.

Nur stetiges und dynamisches Wachstum rechtfertigt steigende Kurse. Zoom hat im abgelaufenen Quartal ein Umsatzwachstum von 12% gemeldet. Das ist der geringste Zuwachs seit Börsengang 2019. Zur besseren Einordnung: Zu Hochzeiten von Corona in den USA und Europa konnte Zoom dreistellig wachsen!

Keine Aktie für einen Bärenmarkt

Dass es vor dem Hintergrund dieses verhaltenen Umsatzwachstums jetzt zu großen Kurssprüngen kommt, ist daher sehr unwahrscheinlich. Daher sollten Sie sich davon trennen, die Corona-Höchstkurse als Maßstab für Ihre möglichen Gewinne heranzuziehen.

Das Geschäft mit Video-Konferenzen ist nicht mehr so spannend und lukrativ wie zu Corona-Zeiten, als alle Unternehmen auf einmal auf Home-Office umstellen mussten. Gleichzeitig ist die teils kostenlose Konkurrenz von Microsoft-Teams oder auch von Google Meet stark. Auch diese Konkurrenten entwickeln neue Features.

Somit sinkt die potenzielle Zoom-Kundschaft auf Firmenkunden, die bereit sind, für mehr Features auch mehr zu zahlen. Auch wenn der Kurs verlockend scheint, ist Zoom daher kein Kauf, der sich in einem Bärenmarkt der Techs gerade aufdrängt.

Wenn Sie auf Schnäppchen-Jagd gehen sollten, achten Sie auf höhere Umsatz- und Gewinnsteigerungen.

Fazit: Mitten in einem Bärenmarkt der Tech-Aktien ist Zoom kein Kauf. Dafür ist das jüngst erzielte Umsatzwachstum von 12% im Vergleich zum Vorjahr zu wenig.