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Vale-Aktie: GM befeuert Nickel-Boom – Mega-Chance für Sie!

Inhaltsverzeichnis

Die Transformation in Richtung Elektromobilität offenbart für die Autobranche ganz neue Herausforderungen. Der Rohstoffbedarf vor allem für die Batterien ist schlicht gigantisch. Nur wer ausreichende Mengen dieser Industriemetalle besitzt, kann in die Zukunft fahren. Kein Wunder also, dass inzwischen auch die Endhersteller tief in die Wertschöpfungskette investieren und sich die nötigen Rohstoffe selbst sichern.

Davon wiederum können Sie als Rohstoff-Anleger profitieren. Denn: Die zahlungskräftigen Autobauer sorgen bei den Bergbaufirmen für florierende Geschäfte und langfristiges Potenzial.

General Motors will Nickelsulfat von Vale kaufen

Beispiel: General Motors (GM). Der US-Gigant hatte in den letzten Monaten diverse Verträge mit Rohstofffirmen geschlossen – etwa mit Livent und Glencore. Nun haben die Amerikaner einen weiteren Coup gelandet. Im Mittelpunkt: der brasilianische Bergbaugigant Vale.

Wie beide Unternehmen kürzlich mitteilten, werde Vale den US-Autobauer mit Nickel beliefern. Konkret soll GM ab der zweiten Jahreshälfte 2026 pro Jahr 25.000 Tonnen an batteriefähigem Nickelsulfat erhalten. Der Rohstoff Nickel soll demnach in Kanada gefördert, in einer geplanten Anlage von Vale im kanadischen Bécancour zu Nickelsulfat weiterverarbeitet und dann dem Autobauer zur Verfügung gestellt werden.

Nickelsulfat für Kathoden der Ultium-Batterien

Vale hatte erst im Juni eine Machbarkeitsstudie zu der geplanten Anlage in der kanadischen Provinz Québec abgeschlossen. Der Standort soll demnach der erste seiner Art in der nordamerikanischen Region sein und jährlich 25.000 Tonnen Nickelsulfat hervorbringen. Das heißt: General Motors wird perspektivisch die gesamte Produktion der Anlage abnehmen.

Der Autogigant will das raffinierte Nickel in den Kathoden seiner Ultium-Batterien verwenden. Dabei handelt es sich um hochmoderne Akkus, die vom südkoreanischen GM-Partner LGES im großen Stile in den USA hergestellt werden sollen. In vielen der kommenden GM-Stromern wird also Nickelsulfat von Vale enthalten sein. General Motors rechnet damit, dass das Material des Minengiganten für 350.000 E-Autos pro Jahr ausreichen wird.

GM schielt in den USA auf staatliche Subventionen

Dass General Motors ausgerechnet mit der kanadischen Niederlassung von Vale kooperiert, kommt jedenfalls nicht von ungefähr. Denn: GM hofft darauf, dass das kanadische Nickel dazu beitragen wird, seine Elektroautos für Steuergutschriften in den USA zu qualifizieren.

Im Rahmen des inzwischen vom Kongress verabschiedeten „Inflation Reduction Act“ wollen die USA Elektroautos subventionieren. Allerdings nur solche Fabrikate, deren Rohstoffe hauptsächlich aus den USA oder Ländern mit einem Freihandelsabkommen stammen. Dazu zählt unter anderem Kanada.

Mein Fazit für Sie

Vale ist hervorragend aufgestellt, um vom Boom der Elektromobilität zu profitieren. In Sachen Nickel gilt das Unternehmen nach eigenen Angaben als der weltweit größte Produzent. Da verwundert es kaum, dass die Kunden inzwischen Schlange stehen.

So hatte man unlängst auch mit dem E-Autoprimus Tesla und dem Traditionskonzern Ford Lieferverträge rund um Nickel geschlossen. Finanzielle Details – etwa bezüglich des Kaufpreises – sind bislang zu keiner dieser Kooperationen bekannt. Beobachter rechnen aber damit, dass sich Vale seine Nickelverkäufe gut bezahlen lässt, nicht zuletzt weil die Autokonzerne wegen möglicher künftiger Engpässe unter Druck stehen.

Für die Vale-Aktie ist das Ganze freilich eine gute Nachricht. Vor allem auf langfristige Sicht dürfte der Zuspruch aus der Autobranche horrendes Potenzial entfalten. Wie immer bei Rohstoff-Aktien gilt: Lassen Sie sich nicht von kurzfristigen Rückgängen sowohl der Aktie als auch des operativen Geschäfts aus der Ruhe bringen. Wertpapiere wie Vale sollte man stets mit einem langen und geduldigen Anlagehorizont angehen. Das gilt umso mehr für Zukunftstrends wie die Elektromobilität und deren wichtige Metalle.