+++ GRATIS Online-Webinar: Energie-Unabhängigkeitsgipfel - bis zu +6.011 % Gewinn mit nur DREI Unternehmen | 10.10., 18 Uhr +++

US-Aktien: Bidens neue Rohstoff-Offensive – und wie Sie profitieren können!

Inhaltsverzeichnis

Auch in den USA soll die Elektromobilität alsbald ihren großen Durchbruch schaffen. Schauen Sie: Bis 2030 soll in dem Land mindestens die Hälfte der PKWs elektrisch betrieben sein. Schon im Wahlkampf hatte US-Präsident Joe Biden die Elektroautos als einen der wichtigsten Hebel im Kampf gegen den menschengemachten Klimawandel bezeichnet.

Kein Wunder also, dass Biden dem Markt auf die Sprünge helfen will – mit milliardenschweren Subventionen für Forschung, Entwicklung, die Umrüstung von Autofabriken sowie den Ausbau der Ladeinfrastruktur. Nun hat der Regierungschef eine weitere wichtige Maßnahme hierzu vorgestellt, die auch Sie als Rohstoff-Anleger unbedingt kennen sollten.

Biden will „Defense Production Act“ aktivieren

Biden hat vor wenigen Tagen angekündigt, den sogenannten „Defense Production Act“ zu aktivieren. Dabei handelt es sich um ein Bundesgesetz aus dem Jahr 1950, das anlässlich des Koreakriegs beschlossen worden war. Das Gesetz bevollmächtigt den Präsidenten, Industrieunternehmen zur Produktion bestimmter Güter zu verpflichten.

Bereits Donald Trump hatte den „Defense Production Act“ genutzt. Damals hatte der Präsident inmitten der Corona-Krise Konzerne angewiesen, etwa Beatmungsgeräte herzustellen. Trumps Nachfolger will jenes Kriegsgesetz nun im Rohstoff-Bereich anwenden.

Das Problem mit der Rohstoff-Abhängigkeit

Hintergrund: Die Transformation hin zur Elektromobilität verschlingt Unmengen an mineralischen Rohstoffen. Dabei geht es beispielsweise um die Metalle Lithium, Nickel, Kobalt, Graphit und Mangan, die vor allem für die Akkus ausschlaggebend sind.

Das Problem: Auch die USA sind bei diesen Rohstoffen von Importen abhängig – oftmals aus China und Russland. Nach Angaben des US-Energieministeriums vom Februar importiert das Land beispielsweise Nickel aus Russland. Graphit wiederum beziehen die USA unter anderem aus China.

Und: Bei Graphit und Mangan ist Washington zu 100 Prozent von Importen abhängig, bei Kobalt sind es 76 Prozent und bei Lithium 50 Prozent. Neben China und Russland beschaffen sich die USA ihre metallischen Rohstoffe vor allem aus Kanada, Mittel- und Südamerika sowie Australien. Dem Weißen Haus dürfte aber vor allem die Abhängigkeit von Moskau und Peking ein Dorn im Auge sein – spätestens seit Beginn des Ukraine-Kriegs.

Aber was hat Biden konkret vor?

Laut einem Bericht der „New York Times“, der sich auf Insiderinformationen stützt, will die US-Regierung die Förderung der entsprechenden Rohstoffe nicht selbst bezahlen. Vielmehr sollen Machbarkeitsstudien staatlich finanziert werden. Das heißt: Biden will die Privatwirtschaft dazu anregen, neue Rohstoffvorkommen in den USA zu entdecken und schließlich auszubeuten. Zudem will das Weiße Haus dabei helfen, das Recycling der Metalle voranzubringen.

Noch hat Biden den „Defense Production Act“ nicht final in Kraft gesetzt. Ebenso blieb unklar, welche konkreten Industriekonzerne nun auf Rohstoffe umstellen (Stand: 05. April, 12:00 Uhr) bzw. entsprechende Machbarkeitsstudien durchführen sollen. Dennoch: Bidens Strategie dürfte den Rohstoff-Sektor in den USA beleben.

Aktien: mögliche Profiteure

Interessant für Sie: Jene Firmen, die bereits Minenstandorte in dem Land betreiben, dürften zu wichtigen fachlichen Ansprechpartnern werden und das Projekt „Rohstoff-Unabhängigkeit“ maßgeblich vorantreiben. Das wiederum schafft Potenzial für die jeweiligen Aktien.

Eine dieser Firmen ist Lithium Americas. Das Unternehmen betreibt in der Wüste Nevadas eine der wenigen Lithium-Minen der USA. Dort sollen in den nächsten 40 Jahren jährlich Tausende Tonnen Lithiumkarbonat gefördert werden. Gut möglich, dass der Firma bei Bidens Rohstoff-Strategie eine wichtige Rolle zukommt.

Damit ist das Potenzial aber längst nicht erschöpft. Wie oben erwähnt, sollen auch die Recyclingquoten der USA in Sachen Batteriemetalle drastisch erhöht werden. Hier kommt beispielsweise der US-Konzern Schnitzer Steel Industries ins Spiel. Das Unternehmen ist vor allem auf die Wiederverwertung von Stahlschrott spezialisiert. Dabei fallen auch Legierungsmetalle wie Nickel, Kupfer und Mangan an. Schnitzer dürfte bei der Recycling-Offensive der US-Regierung also ebenfalls ein Wörtchen mitreden.