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Stanley Black & Decker – Papas schweres Gerät

Inhaltsverzeichnis

Als Dividendenzahler ist der US-amerikanische Werkzeughersteller Stanley Black & Decker Rekordhalter an der Wallstreet. Die aktuelle Schwäche der Aktie können auch konservative Anleger zum Einstieg nutzen.

Seit fast 180 Jahren am Markt

Sobald Papa wieder einmal bohren möchte, nimmt er sein schweres Gerät zur Hand. Oft stammt dies von Black & Decker, und das schon seit dem Jahr 1843. Damals wurde das Unternehmen gegründet. Heute hat es seinen Sitz in New Britain, einer Stadt im US-Bundesstaat Connecticut. Legendär, ja geradezu ikonisch, ist die Black + Decker Workmate – eine Werkbank, die in zahlreichen Varianten und entsprechend unterschiedlichen Preisen zu haben ist.

Der heutige Firmenname Stanley Black & Decker geht auf das Jahr 2009 zurück. Damals übernahm Stanley Works das Unternehmen Black & Decker.

Umsatz stagniert, Gewinn bricht ein

In den letzten drei Monaten des Geschäftsjahres 2021 konnte das Unternehmen seinen Umsatz nur geringfügig steigern – auf 4,07 Milliarden US-Dollar nach 4 Milliarden Dollar im letzten Quartal des vorangegangenen Geschäftsjahres. Auf der Gewinnseite gab es einen deutlichen Rückgang, um nicht zu sagen Einbruch – nämlich auf knapp 330 Millionen Dollar nach nahezu 470 Millionen US-Dollar im Vergleichszeitraum.

Die Papas benötigten offenbar seltener neues Equipment zum Bohren. Die Muttis diese Nachfragelücke naturgemäß nicht schließen – was verständlich und deshalb weniger erstaunlich ist. Zumal die meisten Frauen und Muttis die herablassende Art vieler Berater in Baumärkten, insbesondere in Deutschland, hassen wie fehlende SUV-Parkplätze vor der Grundschule. Aber das ist ein ganz anderes Thema.

Vorbildlicher Dividendenzahler

Erstmals überwies das Unternehmen – damals noch unter dem Firmennamen Black & Decker – seinen Eigentümern im Jahr 1877 eine Dividende. Seitdem gab es kein Jahr, in denen die Gewinnbeteiligung der Aktionäre ausfiel. Am 7. Juni 2022 ist wieder mal D‑Day, also Dividendentag. Dann bekommen die Aktionäre von Stanley Black & Decker 79 US-Cents je Aktie, aufs Jahr hochgerechnet kommen da 3,16 US-Dollar zusammen. Übrigens. In den vergangenen 54 Jahren wurde die Dividende jedes Jahr heraufgesetzt.

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In den vergangenen zehn Jahren konnten Aktionäre ihren Einsatz etwas mehr als verdoppeln, immerhin. Selbstverständlich vorausgesetzt, dass sie bei der Stange geblieben sind. Die Kursentwicklung seit Frühjahr 2021 hingegen ist alles andere als erfreulich. Vom Allzeithoch bei umgerechnet rund 180 Euro fiel der Aktienkurs auf aktuell rund 120 Euro. Richtig runter ging es Anfang diesen Jahres nach Vorlage der Quartalszahlen.

Gemessen am Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) hat die Aktie von Stanley Black & Decker eine vergleichsweise günstige Bewertung. Analysten schätzen im Konsens für das Geschäftsjahr 21/22 ein KGV von 12,6 und für das darauf folgende Geschäftsjahr von nur noch 9,8.

Deshalb: Selbst hasenfüßige Anleger können den Kauf der Aktie jetzt wohlwollend erwägen. In der Hoffnung, dass es künftig wieder mehr Papis gibt, die sich mit Equipment fürs Bohren und Nageln eindecken. Die Muttis dürfte es freuen – oder auch nicht.